Sodeli, nun bin ich müde, aber gut zu Hause angekommen.
Damit schliesst sich endgültig der Kreis meiner Weltreise, die vor rund 9
Monaten begann und früher als erhofft zu Ende war und welche ich daher nun noch
einmal aufnahm. Es ist schön, ein „richtigeres“ Ende erleben zu dürfen. Und so
freue ich mich nun auch wieder auf all das, was mich in meiner Heimat erwartet
:-) Und es wird nicht die letzte Reise gewesen sein, da gibt es noch so viele
interessante und aufregende Orte zu entdecken… Ich freue mich drauf!
Hier finden sich in loser Folge immer wieder Berichte von Reiseerlebnissen. Ab dem 7. Februar 26 bin ich in Senegal und Gambia unterwegs, so dass hier während der nächsten beiden Wochen meine Eindrücke zu finden sein werden. In den Posts vom Sommer 24 bis zum Februar 25 finden sich die Erlebnisse unserer halbjährigen Reise. P.S. Die gesammelten Berichte der Weltreise 2014 und der Reise in die Antarktis etc. finden sich als pdf-Link bei den Daten und 17. 9. 2021 und 21. 3. 2023
Samstag, 2. Mai 2015
Bye-Bye Hawaii
Und dann ist es so weit. Mein letzter Tag auf Hawaii ist
angebrochen. Diesen verbringe ich gemütlich mit einem Spaziergang am Strand und
durch Waikiki und mit einem Besuch in der Cheesecake Factory. Hier habe ich
meine Ferien begonnen, und hier beenden wir sie auch mit einem guten Znacht und
einem leckeren Cheese Cake. Im Anschluss bin ich nur noch satt und sinke in den
Sessel des Flugzeugs… Auf mich warten nun total 18 Stunden Flug, 12 Stunden
Layover in LA und 12 Stunden Zeitverschiebung… Aber es war es wert! :-)
Ava
Schon bald neigen sich meine Tage hier dem Ende zu… Da ich
dieses Mal nicht als Teil der Weltreise hier bin und der Koffer auf dem Hinweg
nicht allzu voll war, nutze ich die Möglichkeit, um einige Souvenirs zu kaufen.
Und kriege noch meine Taufe mit Ava: Dies ist ein Getränk, welches nach einer
Mischung aus Erde und Gurken schmeckt und eine entspannende und die Zunge
betäubende Wirkung hat ;-) Spannend…
Das Abendessen ist heute mexikanisch, wobei vor allem das
Dessert eine Erwähnung wert ist: Deep fried Icecream! Davon habe ich immer
wieder gehört, es aber noch nie selbst gekostet, was ich heute nachholen kann
:-)
West-Oahu
Die Strecke dem Westzipfel der Insel entlang führt an
verschiedene Strände und zu eindrucksvollen Klippen. So mache ich mich heute
auf den Weg, diese Strasse nochmals zu bereisen. Ein erstes Mal habe ich dies
bereits im Dezember gemacht, doch freue ich mich darauf, diese schöne Gegend
abermals zu befahren. Wiederum mache ich immer wieder Halt, um Fotos zu
schiessen und all die tollen Eindrücke auf mich wirken zu lassen.
Dazu folgt
ein ausgedehnter Spaziergang an den malerischen Stränden des Nordens – Kaliua
und Lanikai. Hier finden sich alle Zutaten für das perfekte Hawaii-Bild: Heller
Sand, Palmen und ein Meer in verschiedenen Blau- und Türkistönen, welche vom
Korallenriff weiter unterteilt werden. Dies ist ein guter Ort, um die Seele
baumeln zu lassen :-)
Die Rückfahrt nach Norden geht über den Pali Lookout, von
welchem ein sich ein herrlicher Ausblick über die Vielfalt des Nordens bietet.
Und wo es heute so stark windet, dass ich mich richtig in den Wind lehnen kann,
ohne umzufallen. Dies gefällt mir ;-)
Maunawili Falls und North Shore
Der nächste Tag bringt mich zurück nach Oahu. Wir besuchen
die Maunawili Falls. Diese liegen etwas versteckt im Zentrum der Insel und
sind schöne Wasserfälle, die in einem Pool münden, in welchem gebadet werden
kann. Das will ich mir nicht entgehen lassen! Und nach der kurzen Wanderung tut
das Bad im doch kühlen Wasser ganz gut :-)
Im Anschluss geht es an die North Shore mit den grossen
Wellen. Das Wetter ist wechselhaft und regnerisch, und trotzdem – oder
teilweise genau deswegen – sind die Strände herrlich anzusehen.
Dieser Nordteil
der Insel ist viel weniger entwickelt, daher finden sich nur wenige Dörfer
hier. Auch die Möglichkeiten, sich zu verpflegen unterscheiden sich im
Gegensatz zu anderen Teilen der Insel. Dies geschieht in erster Linie an
Wohnwagen, welche zu mobilen Grilltheken etc. umfunkioniert sind und einige
Stühle auf dem Vorplatz haben. Und so ist auch unser heutiges Znacht angelegt:
Grillspiessli mit Beilagen unter einem Zelt gegen den Regen mit freiem Blick
auf den Strand… So lässt sich’s leben :-)
Haleakala
Am dritten Tag steht der Gipfel auf dem Programm. Ich fahre
zum Haleakala-Krater, welcher mehr als 3000 Meter hoch ist. Die Fahrt geht
zügig in die Höhe und durch alle Wolken hindurch! Oben angekommen bietet sich
eine eindrückliche Sicht in den Krater – und ganz toll ist die Aussicht in den
Krater und auf die Vulkane Mauna Kea und Mauna Loa im Hintergrund, denn Big
Island ist nicht mehr weit entfernt. Ein Spaziergang durch die mondähnliche
Landschaft ist faszinierend.
Als Gegensatz hierzu warten am Nachmittag weitere schöne
Strände auf mich. Die berühmtesten und auch schönsten dabei sind der Big und
der Little Beach, wobei ich bei letzterem die Kamera schnell wieder in der
Tasche verschwinden lasse, da es sich um ein Nudisten-Strand handelt ;-)
Abermals freue ich mich auf den Abend in Lahaina, welchen
ich auf der Veranda eines Cafés mit Sicht aufs Meer und die promenierenden
Besucher starte. Im Anschluss lasse ich mich von der Stimmung treiben und gehe
selbst noch etwas in den Shops flanieren und finde mir das eine oder andere :-)
West-Maui
Nach dem Osten gestern bin ich heute gespannt auf den Westen
der Insel. Gemäss der Karte hat es eine Strasse, welche um den ganzen Ostteil
der Insel führt, doch meine Gastmutter meint nur, dass die Strasse im Norden
veeeeery eng und kurvig sei… Aber
nachdem ich die Strasse nach Hana auch gut gemeistert habe, bin ich doch
zuversichtlich ;-)
Doch zuerst lockt mich der Wegweiser ins Iao Valley – und
der Umweg lohnt sich :-) Dabei handelt es sich um ein Tal inmitten saftigster
Vegetation mit verwitterten Hügeln, von welchen eine Nadel das berühmteste
Erkennungsmerkmal ist. Hier dominiert wiederum das Grün mit bewachsenen und
doch auch schroffen Felsen.
Im Anschluss wage ich mich auf die besagte Strecke. Diese
führt tatsächlich über sehr viele Kurven den Hängen entlang. Aber die Strasse
ist toll und bietet eine Vielzahl von schönen Ausblicken auf Täler, Klippen und
Strände! Nach vielen Kilometern auf einer kleinen Strasse wird diese dann ganz
im Westen wieder breiter und finde ich mich in den grossen Resorts für alle
Honeymooners. Der Gegensatz ist ziemlich heftig…
Hier spaziere ich gemütlich den Stränden entlang. Es ist schön
hier, wenngleich alles etwas „plastic“ wirkt, da sich ein Resort mit Hotels und
Ferienwohnungen ans andere reiht. Aber die Strände sind schön, die Stimmung
auch und an vielen Orten wird live musiziert :-)
Doch das Bad im Meer spare ich mir für Lahaina auf, wo ich
herumplansche und den ganzen Strand für mich alleine habe und so gemütlich den
Tag Revue passieren lasse. Im Anschluss mache ich einen ausgedehnten
Spaziergang durch das Städtchen und lerne dieses ausgiebiger kennen. Und finde
ich mir ein sehr schönes Restaurant direkt am – respektive auf dem Wasser – mit
einer netten Bedienung und einem leckeren Znacht :-)
Maui – Road to Hana
Nach den Tagen auf der Hauptinsel freue ich mich darauf, in
den nächsten Tagen Maui zu entdecken. Hier sollte ich bereits im Dezember sein,
doch hat die Zeit aufgrund der Heimkehr nicht mehr gereicht. Daher freue ich
mich umso mehr darauf, dies nun nachzuholen. Auch freue ich mich auf die
Aussicht, etwas zurück in den Globetrotter-Modus zu wechseln, da hier alles neu
sein wird.
Und so erreiche ich den Kahalui Airport im Laufe des
Vormittags und erhalte die Schlüssel zu meinem kleinen Wagen, der mich die
nächsten Tage um die Insel bringen soll. Ich entscheide mich, mich gleich auf
die Road to Hana zu wagen. Diese gilt als bester Scenic Drive aller Inseln und
führt als kleine und kurvige Strasse der Nordküste entlang nach Osten. Dies ist
die windward-Seite, was sich zum einen in der wechselnden Bewölkung, zum
anderen aber vor allem in einer saftig-grünen Vegetation zeigt. Die Strasse
führt – häufig nur auf einer Spur – durch üppige Wälder und Sträucher. Ein Tal
nach dem anderen wird durchfahren und darin finden sich eine Vielzahl von
Bächen mit Wasserfällen, in deren Pools auch gebadet werden kann. Je weiter weg
ins „Nirgendwo“ die Strasse führt, desto weniger wird der Verkehr, da sich die
meisten nicht auf diese Strasse wagen, die in den Reiseführern als toll, aber
sehr gefährlich gepriesen wird. Aber da darf ich sagen, dass alle, die sich auf
Schweizer Bergstrassen schon zurechtgefunden haben, auch hier kein Problem
haben :-)
Die Strasse führt auch entlang von kleinen Häusern und
Verkaufsständen, welche alle Früchte aus dem eigenen Garten bewerben. Ich gönne
mir frische Ananas – köstlich! Und immer weiter geht die Fahrt, auf welcher ein
Eindruck dem nächsten folgt, so dass das Durchschnittstempo dementsprechend
gering bleibt. Und wieder und wieder gibt es Anlass für einen Stopp und einen
kleinen Spaziergang.
Schon fast in Hana angekommen folge ich der Abzweigung in
einen State Park, der es wert ist! Da hat es ein Wasserloch in einer Höhle,
eine tobende Brandung inklusive Blow Hole und eine schöne Küste. Hier bin ich
länger zu Fuss unterwegs und bin gespannt auf den Ort, welcher der Strasse dem
Namen gibt. Aber hier ist deutlich festzuhalten: Der Weg ist das Ziel ;-)
Ausser einigen zerstreuten Häusern ist Hana nichts Besonderes. Was aber auch
kein Problem ist, dafür sind die Strände um den Ort umso schöner! Ich folge der
Strasse immer weiter in den Südosten und merke, dass nun gar keine Autos mehr
auf den Strassen sind… So schaue ich mir die Karte einmal genauer an, um
festzustellen, dass die Strasse gar nicht durchgehend um den Südteil der Insel
geht. Zwar durchgehend schon, aber bloss als Schotterpiste… Daher wende ich, um
den selben Weg zurückzufahren. Dabei mache ich einen ersten Stopp im Haleakala
National Park. Dieser umfasst sowohl einen Teil der Küstenregion hier als auch
den Vulkan, den ich später noch erkunden möchte. Hier umfasst er einen wilden
Bach, der von einem „Pool“ in den nächsten fliesst und inmitten der wiederum
üppigen Vegetation ins Meer zu rauschen. Spektakulär! Leider ist der
Wasserstand zu hoch, so dass nicht gebadet werden darf. Ansonsten könnte man
hier von Pool zu Pool und bis ins Meer hüpfen und schwimmen.
Somit habe ich das vorerst letzte Tagesziel erreicht und nun
heisst es, einmal quer durch die ganze Insel zu fahren, um in meinem Hotel
anzukommen. Ich bin sehr gespannt auf das Städtchen Lahaina, das gemäss
Reiseführer ein netter Ort mit einer angenehmen Atmosphäre sein soll. Mein
„Hotel“ ist ein kleines B&B – obschon ich am nächsten Morgen feststelle,
dass das zweite „B“ nicht dabei ist ;-) Das Zimmer ist sehr herzig und bei der
Vermieterin handelt es sich um eine nette und sehr redselige Dame, die mir das
wichtigste zur Stadt erklärt und mir gleich noch den Strand zeigt, der nur eine
runde Minute vom Hotel entfernt liegt. Ich freue mich bereits drauf, hier
morgen das Wasser zu geniessen :-)
Nun geht’s aber auf die Suche nach etwas Essbarem! Und
tatsächlich, Lahaina ist eine nette Stadt mit vielen älteren zweistöckigen
Häusern mit Veranda und mit Terrassen direkt am Meer. Hier lässt’s sich
gutgehen! Und so schlendere ich müde durch den Ort und suche mir einen Ort für
lokale Fish and Chips. Den Namen des Fisches konnte ich mir leider nicht
merken, doch in der Panade wurde noch Lilikoi verwendet, eine lokale Frucht,
welche einen speziellen, aber leckeren Geschmack ergibt. Entlang der
Hauptstrasse findet sich eine Vielzahl von kleinen Geschäften, die jede Menge
Kunst aller Ort, sowie Kleider, Schmuck und Souvenirs verkaufen. Die Stimmung
ist aufgeräumt und so lasse ich mich auch noch etwas durch die Gasse(n)
treiben, bevor ich müde ins Bett falle.
Luv und Lee
Oder wie es hier heisst: windward oder leeward. Die
Jahreszeiten spielen auf den Inseln eine untergeordnete Rolle, doch die
Exposition zum Wind ist sehr bezeichnend. Die dem Wind zugewandten Regionen
sind spürbar grüner und auch wechselhafter und regnerischer, währenddem die
Gebiete im Regenschatten der Berge viel schöneres Wetter, dafür aber auch eine
viel kargere Vegetation mit sich bringen. Dies ist auf allen Inseln Hawaiis,
die ich bereisen konnte, sehr deutlich spürbar.
Trauer im Paradies
Hawaii bietet jede Menge schöne Ecken – eine grosse Vielfalt
von natürlicher Schönheit findet sich in jedem Zipfel. Und doch bin ich unter
anderem auch hierhin zurückgekommen, um Zeit zu haben für mich und die Trauer
um meine Mutter. Dieser gebe ich bewusst Raum, gerade auch an so schönen Orten
wie den malerischen Stränden. Diese Momente sind nicht einfach, aber ich merke,
dass sie mir gut tun. Als schöner Ausgleich hierzu dienen dann Besuche beim
Farmers Market mit allerlei „Probiererli“ oder im Aquarium, wo die
Unterwasserwelt der Inseln dargeboten wird. Und auch die Auswahl an leckeren
Restaurants ist gross, so dass auch immer wieder ein kulinarischer Trost geboten
ist.
Acai und andere Leckereien
Der Sonntag beginnt mit einem langem Spaziergang durch
Waikiki. Der Sommer fühlt sich schön an, auch wenn der Wind beständig weiter
weht. Aber es herrschen konstant Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad, was sich
sehr gut anfühlt. Als Belohnung für die lange Tour wartet eine weitere lokale
Spezialität, deren Namen ich mir merken
konnte: Acai! Dies ist die lokale Form des Birchermüesli, mit frischen
Früchten, Granola (neudeutsch: Cerealien) und einem Kern, der etwa wie Frozen
Yoghurt aus Heidelbeeren schmeckt. Sehr lecker!
Im Anschluss sind wir wieder am Strand, wobei ich heute die
Wellen denjenigen überlasse, die sie besser meistern :-) Aber ich geniesse die
gemütliche Zeit auf dem Sonnenbett mit Blick aufs Meer und die Surfer. Ohnehin
steht heute vor allem Ausspannen auf dem Programm, darauf habe ich mich
gefreut: die Sonne geniessen, lecker essen, die Atmosphäre aufsaugen :-)
Honolulu – Fish Pond Cleaning, Surfing and Common Kings
Ich komme am späten Freitag-Abend am Flughafen von Honolulu
an. Bereits beim Aussteigen bläst mir wieder der warme Wind um die Ohren, den
ich noch in lebhafter Erinnerung habe. Vor vier Monaten bin ich hier abgereist,
und zum einen scheint es mir eine gefühlte Ewigkeit her, zum anderen fühlt es
sich schön und vertraut an, wieder hier zu sein.
Trotz der langen Reise freue ich mich auf ein Znacht in der
Cheesecake Factory in Waikiki – eben da, wo wir auch das letzte Znacht im Dezember
hatten.
Am Samstag Vormittag steht Hawaiian Community Work auf dem
Programm. Die Gastmutter der Schülerin, welche hier ihr Austauschjahr
verbringt, ist Mitorganisatorin bei diesem Anlass, bei welchem ein Fishpond
gereinigt und von invasiven Pflanzen befreit werden soll. So trifft sich eine
bunte Mischung aus Schülerinnen und Schülern, Studierenden und anderen
Vereinen, um gemeinsam diesen Einsatz zu leisten. Es ist interessant, hier
dabei zu sein und erleben zu können, wie ein solcher Event aufgezogen wird. An
alle Schülerinnen und Schüler der A2a: Unsere Aufgabe war es, Holz zu sammeln,
welches dann zwar nicht verbrannt, aber verhäckselt wurde ;-)
Im Anschluss essen wir in einem kleinen Lokal zu Mittag und
stellt mir die Host-Mum eine Vielzahl von hawaiianischen Spezialitäten vor.
Einige sind sehr lecker, von einigen koste ich lieber nur wenig, doch die Namen
bleiben mir leider weder von den einen noch von den anderen Gerichten.
Und dann geht es hinunter zum Strand und aufs Surfbrett… Ich
stelle mich einigermassen ungeschickt an, schaffe es aber doch, die eine oder
andere Welle zu fangen ;-) Doch gerne sehe ich auch den anderen um mich herum zu, die das deutlich besser machen. Aber Spass macht es
trotzdem!
Für den Abend hat ein Bekannter Tickets aufgetrieben für das
Konzert der Common Kings – einer lokalen Band, die entspannte Musik bietet. Und
so finden wir uns an einer guten Location inmitten von Einheimischen, die gute
Stimmung verbreiten. Bevor das Konzert beginnt, läuft auf grossen Fernsehern
die ziemlich absurde Werbung für den neuen Energydrink Mr. Pink. Ich kann mir
nicht helfen, aber mir kommt immer nur die Sendung „Switch Reloaded“ in den
Sinn, so absurd scheint mir dieser Spot. Aber ich fürchte, der sei tatsächlich
ernst gemeint… Nach einer tollen Sängerin, welche als Vorprogramm fungiert,
kommen die Kings auf die Bühne und bringen beste Laune mit, welche die ohnehin
gute Stimmung noch weiter hebt.
Montag, 27. April 2015
ZRH – LAX – HNL
Auf
dem Weg nach Hawaii… Vor rund vier Monaten endete meine Weltreise genau hier
abrupt und traurig – daher bin ich nun auf der Reise zurück an diesen Ort.
Bereits bei meiner damaligen Heimkehr setzte ich mir zum Ziel, im Frühling
hierhin zurückzukehren. Ursprünglich in der Hoffnung, dass bis zu diesem
Zeitpunkt meine Mutter auf dem Weg der Besserung sein würde, nachher als
Leuchtturm, um die Wochen und Monate bis dahin zu überstehen. Und nun ist es
also so weit: Ich bin irgendwo in der Luft zwischen Zürich und Honolulu. Ich
freue mich darauf, meine Weltreise – wohl verspätet – noch zu einem stimmigeren
Ende zu bringen.
Dienstag, 17. Februar 2015
Montag, 16. Februar 2015
Uppsala
Für meinen letzten Tag in Schweden möchte ich noch eine
weitere Stadt kennen lernen. Hierzu führt mich der Weg nach Uppsala, eine
Studentenstadt nicht weit von Stockholm. Ich wollte neben der Hauptstadt und
der sehr ländlichen Gegend im Norden noch ein Mittelding entdecken.
In der Fussgängerzone herrscht Betrieb, obwohl der Wind auch
hier das Flanieren zur Herausforderung macht. Dies erklärt auch, weshalb es
viele beheizte Ladenpassagen hat, in welchen sich das Schritttempo sogleich
spürbar vermindert. Besonders geniesse ich in der Stadt jedoch die Vielzahl von
schönen und gemütlichen Cafés, in welchen geplaudert, gelesen und gearbeitet
wird. Hier entstehen auch die meisten Passagen der schwedischen Einträge und
geniesse Tees in verschiedensten Sesseln und Geschmäcken :-)
Von Uppsala ist es nur ein kurzer Weg zum Arlanda Flughafen,
so dass ich die letzten Etappen der Reise antrete, bevor es morgen zurück in
den Alltag geht. Ich konnte diese paar Tage im Norden sehr geniessen und
nochmals erstaunlich schnell zurück in den Reise-Modus wechseln :-)
zurück in der Hauptstadt
Zurück in der grossen Stadt treffen wir einen weiteren
Bekannten, mit welchem wir abermals in Södermalm auf die Suche nach etwas
Essbaren gehen. Es ist Samstag-Abend, weshalb die Strassen und Kneipen des
Quartiers gut gefüllt sind. Und so mischen wir uns auch etwas unters Volk, doch
spüre ich die aufregenden letzten Tage noch gut, so dass es nicht allzu spät
wird, bis ich mich aufs Bett freue.
Den Sonntag verbringen wir zu dritt als Touristen und laufen
kreuz und quer durch die Stadt, fahren mit der öffentlichen Fähre nach
Djurgarden und zurück und besuchen das Museum eines Herrn zu Hallwyl – dies ist
die selbe Familie, nach der das Schloss im Aargau benannt ist. Weiter geht es dann zu Fuss, doch auch heute wärmt uns ein Tee ab und an wieder etwas. Nachdem wir weiter unterwegs sind, bin ich dann gut durchgekühlt, so dass ich mich
zuerst ins Hotel aufwärmen gehe, bevor es für einen Apero ein letztes Mal in
die Gamla Stan geht. Den Abschluss bildet ein Znacht in der Studi-Pizzeria.
Lappland – Polarlichter, Hundeschlitten, Winterstürme…
Wir kommen bei sonnigem Wetter im arktischen Norden von
Kiruna an. Doch bläst ein kalter Wind um die Ohren und das Thermometer zeigt
ein Minus und dann zweistellige Ziffern… Naja, damit war ja zu rechnen. Alle
Mietautos sind jedoch frei von Frost – denn sie hängen am Strom. Die Autos
haben vorne eine Steckdose, mit welcher eine Standheizung gespiesen wird, so
dass sie nicht nur eisfrei, sondern bereits angenehm warm sind.
Und so geht es los in Richtung Nordwesten und Abisko – und
allenfalls Narvik in Norwegen, so war zumindest der Plan. Doch bereits beim Autoverleih
erfahre ich, dass die Strasse geschlossen sei. Ich mache mir keine grossen
Gedanken darüber und fahre so einfach los. Wir wollten irgendwo auf der Strecke
noch kurz Halt machen, um etwas zu trinken zu kaufen, doch schnell merken wir,
dass die aufgeführten Orte auf der Karte jeweils aus kaum mehr als zwei Häusern
bestehen und somit ein Laden umsonst gesucht wird… Die Strassenverhältnisse
sind in Ordnung und so kommen wir vorerst gut voran. Doch je näher wir Abisko
kommen, desto garstiger werden die Wetterverhältnisse. Zeitweise beträgt die
Sicht noch gefühlte 2.6 Meter und das Weiss der Strasse, der Umgebung und des
Himmels gehen in einander über…
Doch erreichen wir nach einiger Zeit das Dörfchen Abisko, wo
wir einen Coop finden. Und dieser ist gut ausgestattet und bietet alles auch in
XXXL-Grössen an. Zum Beispiel enthält die kleinste Packung Rohschinken schlappe
500g. Hier decken wir uns mit dem wichtigsten ein für die nächsten Tage und
machen uns auf die letzten 10km nach Björkliden. Und dann finden wir uns kurz
vor dem Ziel im Stau! Zumindest im LKW-Stau. Nach kurzem Warten entscheiden wir
uns dafür, wie andere Autos auch die Kolonne einfach auf der Gegenspur zu
umfahren, viel Verkehr kommt uns dabei zum Glück nicht entgegen ;-) Auf
Nachfrage erfahren wir, dass diese Lastwagen aufgrund des Wintersturms der
letzten Tage und der daher geschlossenen Strasse nach Norwegen hier gestrandet
sind. Zu unserem Hotel sollten wir kommen, doch kommt bereits der nächste Stau
– ein Auto ist steckengeblieben und erst durch die gemeinsame Anstrengung aller
Wartenden kann es frei gekriegt und angeschoben werden. Dafür hänge ich fest…
Doch auch hier hilft die Muskelkraft der freundlichen Zuschauer und so fahren
wir wieder und kommen doch noch im Hotel am Berg an :-)
Dieses ist gemütlich und schön mit grossen Fenstern für die
Aussicht übers Tal – oder in den Sturm… So belassen wir es bei einem ruhigen
Abend im Hotel, in der Hoffnung, dass das Wetter gegen Abend ruhiger wird,
damit die Chancen da sind, die Nordlichter zu sehen. Ich bin ziemlich unruhig,
es wäre einfach zu schön, wenn es klappen würde und die Region ist berühmt
dafür, dass das Spektakel regelmässig gesehen werden kann. Aber halt eben
ohnehin nur, wenn das Wetter mitspielt. Daneben haben wir noch die Touren
durchgesehen, die vom Hotel angeboten werden und hoffen, dass wir morgen
kurzfristig noch etwas buchen können.
So stelle ich den Wecker auf 3.00, in der Hoffnung darauf!
Tatsächlich sehe ich die Sterne, aber leider kein Nordlicht. Ich bleibe knapp
zwei Stunden auf und stelle auch später nochmals den Wecker, doch leider
vergeblich.
Am nächsten Morgen fragen wir nach, ob wir uns noch fürs
Hundeschlittenfahren und den Ausflug in die Aurora Sky Station anmelden können
– und wir haben Glück! Wenn auch die Hunde mitsamt Schlitten aufgrund des
offensichtlich bereits seit Tagen tobenden Sturms nicht mehr hier, sondern in
der Gegend von Kiruna sind. Ein Bus fährt uns und so finden wir uns einige Zeit
später bei den Schlitten wieder. Wir sind eine Gruppe von sechs Personen und
können uns zuerst noch weiter einkleiden. Über meine Skikleider kommt ein
weiterer Winter-Overall – und so fühle ich mich wie ein Michelin-Männchen… ;-)
Aber ich werde noch froh über diese zusätzliche Schicht sein, denn es ist so
richtig kalt heute.
Wir kommen zu den Hunden, welche laut und unruhig heulen.
Einer nach dem anderen wird eingespannt, womit ihre Unruhe noch grösser wird.
Sie beginnen bereits hochzuspringen, als wollten sie Trockenübungen machen.
Nachdem alle Hunde, Schlitten und Passagiere bereit sind, kann es losgehen! Wir
sind auf zwei Schlitten verteilt und mit dem Kommando zum Start verstummen die
Hunde unmittelbar und legen sich voll ins Zeug. Und wir werden durch eine
Märchenlandschaft gezogen und gleiten durch die Felder. Der Himmel ist
wolkenlos und durch den tiefen Stand der Sonne gleisst alles im schönsten Licht
– ein tolles Erlebnis! Viel zu schnell sind dann die Stunden um und wir machen
uns auf den Weg zurück.
Für den Abend bin ich richtig nervös… Werden wir die Polarlichter
sehen? Oder bleibt es beim Schneefall und wir finden uns mitten im Nebel
wieder? Oder können wir gar nicht erst zur Skystation? Denn diese ist auf einem
Berg und wird durch einen Sessellift erschlossen. Dies ist aber nur möglich,
wenn sich der Wind in Grenzen hält.
Als wir abgeholt werden bin ich daher sehr gespannt. Zu
meiner Freude fahren wir tatsächlich zur Talstation – die erste Hürde ist
genommen. Und es sind mehr und mehr Sterne zu sehen – die Zuversicht wächst.
Abermals erhalten wir – diesmal ist die Gruppe viel grösser, ich tippe mal auf
um die 50 Personen – zusätzliche Overalls, um es auch bei diesen Temperaturen
länger draussen aushalten zu können. Bereits auf dem Sessellift bin ich sehr
froh darüber, denn die Fahrt auf dem alten Lift dauert sehr lange, umso mehr
als dass bei jedem Auf- und Absteigen der Lift gestoppt wird. Doch egal –
bereits nach einigen Minuten glaube ich, ein schwaches grünes Licht zu erkennen
– oder ist’s nur eine Wolke?
Oben angekommen sehe ich, dass es tatsächlich ein erstes,
wenn auch noch schwaches Nordlicht ist. Doch mit der Zeit wird es stärker und
weitet sich zu einem langen Band aus, das in unterschiedlicher Intensität
funkelt – und dann folgt noch mitten im Licht eine Sternschnuppe – magisch!!
Ich sitze still im Schnee und kann mich kaum sattsehen. Für etwas über eine
halbe Stunde bleibt das Licht in wechselnder Intensität und Ausprägung gut
sichtbar – nur leider schafft es meine Kamera nicht, dies aufzunehmen. Aber
halb so wild, das Erlebnis werde ich nie vergessen. Und wenn ich Glück habe,
senden mir zwei Italiener, neben denen ich sitze, einige Bilder des Abends. Im
Anschluss sind es immer mal wieder nur mehr kleine Erscheinungen, die sichtbar
sind, doch bin ich einfach nur glücklich, dass es geklappt hat :-)
Nur noch müde warten wir auf unseren Transport zurück, der
aber noch etwas auf sich warten lässt. Kurze Zeit später ist er jedoch da und
ich freue mich aufs Bett.
Am nächsten Morgen geniessen wir die grossen Fenster des
Hotels doch noch und frühstücken mit bester Sicht über das Tal und den
dazugehörenden See. Und machen uns im Anschluss auf den Weg zurück nach Kiruna.
Doch bevor wir die Rückreise antreten besuchen wir noch das Ice Hotel. Dieses
wird jedes Jahr neu aus Eis erbaut. Die grossen Suiten sind verziert mit
Eis-Kunst und sind auch im Rahmen eines Besuches zu erkunden. Es ist ein toller
Ort – wenngleich ich nicht unbedingt hier übernachten möchte. Aber die
Skulpturen aus Eis im Sonnen- oder künstlichen Licht sind sehr schön.
Wir haben noch etwas Zeit und fahren so noch eine
zusätzliche Schlaufe, in der Hoffnung, Wildtiere zu sehen. Und kurz vor dem
Ende läuft uns tatsächlich noch ein Sujet vor die Linse :-)
Müde aber glücklich treten wir die Rückreise in den „Süden“
an, um am Abend zurück in Stockholm zu sein.
Stockholm I
Die Sonne und ein eisiger Wind begrüssen mich in Schweden.
Ich komme am Mittag in der Stadt an und mache mich zu Fuss auf, einen ersten
Eindruck von der Stadt zu erhalten. Ich besuche eine Kollegin, welche für ein
Erasmus-Semester in der Stadt lebt, womit ich eine ortskundige Reiseführerin
habe. Jedoch ruft die Uni und so mache ich mich alleine auf den touristischen
Weg. Zuerst zieht es mich an den Hauptplatz im Norden der Stadt. Dieser ist
belebt und ringsherum hat es viele Läden und Einkaufszentren, doch wirklich
schön ist die Umgebung hier nicht. Es sind vor allem Zweckbauten wohl aus den
1960er-Jahren. Daher folge ich der Fussgängerzone in Richtung Süden – hier lockt
das Wasser und Gamla Stan, die Altstadtinsel :-)
Hier laufe ich kreuz und quer durch die kleinen und schönen
Gassen und finde mich immer wieder am Wasser, auch wenn da der Wind besonders
beissend wirkt. Doch ich geniesse es, wieder unbeschwert Neues zu entdecken.
Nach einiger Zeit treffe ich mich dann mit ihr und wir machen uns auf den Weg
zu ihrem Wohnheim in der Nähe der Uni. Wobei Wohnheim ziemlich untertrieben
ist, es handelt sich dabei um eine halbe Stadt, welche hier als Wohncampus für
die Studierenden errichtet wurde. Fürs Abendessen gehen wir in die Pizzeria
dieses Studi-Dorfes und essen lecker – und der Heimweg ist so zu Fuss in knapp
zwei Minuten sehr komfortabel…
Am Tag zwei ist das komplette Touri-Programm vorgesehen :-)
Die Sonne scheint und somit strahlt die ganze Stadt und insbesondere die
Gegenden am Wasser im goldigen Licht! Daher möchte ich möglichst viel in dieser
Stimmung geniessen können. Ich beginne den Tag mit einem Spaziergang auf einer
der Altstadt gegenüberliegenden Insel, welche selbst schön ist und dazu schöne
Ausblicke auf Gamla Stan ermöglicht. Im Anschluss kann ich es mir im Bus
gemütlich machen und mache eine Stadtrundfahrt, die interessant kommentiert und
schön ist. Offensichtlich ist nicht gerade Hochsaison, denn wir sind nur sechs
Personen im Doppelstockbus… So sehe ich verschiedene Gegenden und erhalte auch
einige Ideen für Orte, die ich im Anschluss noch gemütlicher erkunden möchte.
Im Anschluss wechsle ich auf ein Boot für eine Rundfahrt in die Schären. Diese
Fahrt ist toll, sie ermöglicht immer neue Blicke auf die verschiedenen
Quartiere und führt auch schnell in viel weniger bewohnte Gebiete und kargere
Insel(che)n. Dank den bereitgestellten Decken halte ich es sogar auf Deck aus,
doch bin ich im Anschluss froh, ein gemütliches Café zum Aufwärmen zu finden.
Frisch aufgewärmt und gestärkt gehe ich zuerst zum
Stadthuis, welches ebenfalls am Wasser trohnt und tolle Ausblicke auf die Stadt
ermöglicht und dann in den Süden, nach Södermalm. Dies ist ein ehemaliges
Arbeiterviertel, welches nach und nach aufgewertet wird – solche Geschichten
finden sich wohl in allen Städten. Und so lasse ich mich zum einen durch die
netten Strässchen treiben und suche zum anderen immer wieder den Blick aufs
Wasser. Das Quartier ist etwas erhöht gelegen und so bieten sich sehr schöne
Perspektiven auf die Altstadt und die Quartiere drum herum. Dieses Spiel mache
ich ein paar Mal, um dies sowohl bei Tag, bei Sonnenuntergang als auch bei
Nacht zu erleben.
Fürs Abendessen steht dann ein schönes und traditionelles
Lokal auf dem Programm, wo wir die einheimische Küche geniessen können.
Nach
diesen ersten Erlebnissen in der Hauptstadt geht es morgen in die Arktis! Ich
freue mich sehr darauf und hoffe immer noch auf die Nordlichter… :-)
Montag, 9. Februar 2015
Koffer packen
Der 9. Februar - der geplante Tag meiner Rückkehr von der Weltreise!
Nach den schwierigen und turbulenten letzten Wochen konnte ich mir etwas Luft verschaffen und freue mich auf einige Tage im Norden, um den Kopf zu durchlüften und all das etwas setzen zu lassen. Und hierfür habe ich heute meinen Koffer gepackt und werde ich morgen nach Schweden aufbrechen, um Stockholm zu entdecken und Nordlichter zu jagen.
So findet mein Urlaub eine kleine, aber - hoffentlich - feine letzte Etappe.
Nach den schwierigen und turbulenten letzten Wochen konnte ich mir etwas Luft verschaffen und freue mich auf einige Tage im Norden, um den Kopf zu durchlüften und all das etwas setzen zu lassen. Und hierfür habe ich heute meinen Koffer gepackt und werde ich morgen nach Schweden aufbrechen, um Stockholm zu entdecken und Nordlichter zu jagen.
So findet mein Urlaub eine kleine, aber - hoffentlich - feine letzte Etappe.
Montag, 19. Januar 2015
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