Samstag, 7. Februar 2026

Anreise - Freitag, 6. Februar 26

Die Reise nach Dakar dauert einen ganzen Tag, da die Verbindungen nicht besonders gut sind. So mache ich mich am Morgen auf den Weg, um an den Flughafen in Zürich zu gelangen, wo ich den Flieger nach Lissabon besteige. Dieser ist sehr gut gefüllt, aber alles funktioniert problemlos. Nach einem ruhigen Flug habe ich in Lissabon dann einen langen Aufenthalt, welchen ich mir aber einigermassen nett gestalten kann. Ich finde mir ein nettes Café, wo ich gemütlich sitzen und nochmals etwas arbeiten kann. Da ich mein mobiles Büro dabei habe, kann ich diesen langen Anreisetag nochmals produktiv nutzen, um dann hoffentlich im Anschluss möglichst gut abschalten zu können. Nach fünf Stunden am Flughafen mache ich mich auf den Weg ans Gate für den Flug nach Dakar. Hierfür verlasse ich den Schengen-Bereich - und der Flughafen schaut unvermittelt anders aus. Es hat kaum mehr Angebote, aber ich finde mir einen Sitzplatz, um die letzte Wartezeit zu überbrücken. Erst um 21.00 geht es ans Gate - dachte ich zumindest. Jedoch wartet zuerst noch eine gute Viertelstunde Busfahrt auf mich, bis wir irgendwo bei einem Flugzeug ankommen, welches uns nach Dakar bringen soll. Hier konnte ich für wenig Geld die Option wählen konnte, dass mein Nachbarsitz frei bleibt, was ganz angenehm ist für einen Flug in die Nacht hinein :-) Nun sind es nochmals vier Stunden Flug, welche mich nach Dakar bringen sollen. Und auch das klappt vorzüglich. Etwa um 1 Uhr nachts Ortszeit - es gilt dieselbe Zeit wie in Lissabon, eine Stunde hinter der Schweiz - steige ich aus dem Flugzeug und gehe durch diesen ziemlich leeren Flughafen zur Migration, welche sehr problemlos und schnell verläuft. Und es dauert auch nicht allzu lange, bis dann mein Koffer, der zwar (in Lissabon) nass geworden ist, gut und wohlbehalten ebenfalls ankommt. Da ich mitten in der Nacht ankomme, habe ich via das Hotel einen Transfer gebucht. Mein Fahrer wartet denn schon auf mich, so dass auch diese Unsicherheit unnötig war. Der Flughafen ist einigermaßen weit ausserhalb der Stadt, sodass es nochmals eine eineinhalbstündige Fahrt ist, die mich zuerst über eine Autobahn und dann durch den Stadtverkehr zum Hotel bringt. Auf der Autobahn habe ich das Gefühl, dass ich genauso gut in Frankreich sein könnte. Die Strassenschilder schauen identisch aus, die Straße ist neu und auch alle Werbungen sind nur auf Französisch gehalten, obgleich gemäss Reiseführer nur etwa 10 % des Landes diese Sprache beherrschen sollen. Es ist mittlerweile halb drei in der Nacht, sodass die Fahrt ohne Probleme verläuft - es hat kaum mehr Verkehr. Wir fahren zuerst durchs Nichts, bis auf einmal unvermittelt auf der linken Seite der Autobahn eine imposante Struktur auftaucht. Es ist das neue Fussball-Nationalstadion des Landes. Etwas später kommt auf der rechten Seite dann ein ebenso imposantes Stadion, welches die Basketball-Nationalmannschaft beherberge. Dazu hat es einige Hotels der höheren Klasse und Wegweiser zu einem Kongresszentrum. Es scheint hier ein neuer Business District in der Mache zu sein. Irgendwann kommen wir dann im Stadtinneren an und da ist trotz der späten Stunde noch sehr viel Betrieb. Wir fahren offensichtlich durch eine der Ausgangsmeilen, die sehr beliebt sind. Mein Fahrer kennt leider mein Hotel nicht, sodass wir irgendwo stranden. Aber mit Hilfe meines Handys funktioniert es dann: Google Maps kennt den Weg zum Hotel. Dieses liegt direkt am Strand, so scheint es mir zumindest, aber da mag ich nicht mehr schauen. Ich bin nur noch froh, ins Zimmer und ins Bett zu kommen, denn mittlerweile ist es nach 3 Uhr morgens, gefühlt nach Schweizerzeit sogar nach 4 Uhr. Solches bin ich mir nicht (mehr) gewohnt... Das Zimmer ist angenehm, nichts Besonderes, aber sauber und genügend gross und das Bett ziemlich bequem, sodass es nichts mehr zu sagen gibt für den Moment ausser: Gute Nacht!

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