Hier finden sich in loser Folge immer wieder Berichte von Reiseerlebnissen. Ab dem 7. Februar 26 bin ich in Senegal und Gambia unterwegs, so dass hier während der nächsten beiden Wochen meine Eindrücke zu finden sein werden. In den Posts vom Sommer 24 bis zum Februar 25 finden sich die Erlebnisse unserer halbjährigen Reise. P.S. Die gesammelten Berichte der Weltreise 2014 und der Reise in die Antarktis etc. finden sich als pdf-Link bei den Daten und 17. 9. 2021 und 21. 3. 2023
Freitag, 13. Februar 2026
Banjul
Heute lassen wir den Tag etwas ruhiger angehen, da wir in der Gegend um Banjul bleiben und nur wenig im Bus sein werden. Dies gibt mir vor dem Frühstück die Möglichkeit, in Ruhe die Erlebnisse von gestern zu tippen. Das Morgenessen geniesse ich auf einer schönen Terrasse in der warmen Luft mit dem Meer im Hintergrund :-)
Um neun Uhr geht’s dann los. Wir fahren zurück in Richtung Banjul, wo wir zuerst einen Halt bei einer «Batik-Textil-Fabrik» machen. Dabei handelt es sich um einen grösseren Innenhof, wo uns gezeigt wird, wie solche Batik-Shirts gemacht werden und wo es eine Vielzahl davon zu kaufen gibt. Dies ist ganz spannend, aber das grosse Shopping überlasse ich lieber anderen der Gruppe. Stattdessen mache ich mich noch für einige Schritte auf die Strassen, die darum herum liegen. Wiederum sind es abseits der grossen Achsen weitgehend Sandstrassen, die durch die Quartiere führen. Diese führt mich zu einer lebendigen Marktstrasse mit viel Betrieb. Im Unterschied zum Senegal sind hier auch viele Tuktuks auf den Strassen unterwegs.
Danach fahren wir weiter in Richtung Zentrum und stoppen beim «Gambia National Museum». Dies hört sich imposant an, doch es handelt sich dabei um ein altes Kolonialgebäude, in welchem einige Informationen über die Geschichte des Landes zu finden sind. Alles im Stil eines grösseren Dorfmuseums, es scheint sich hier – im Unterschied zum imposanten Parlamentsgebäude, von welchem wir nach wenigen Sekunden verscheucht wurden – nicht um ein Prestigeprojekt der Regierung zu handeln…
Daher bleiben wir nur eine halbe Stunde vor Ort, um danach an den grossen «Albert Market» im Stadtzentrum von Banjul. Dieser ist sehr spannend und vielfältig :-) Es hat einen grossen Bereich für Lebensmittel, in welchem Früchte und Gemüse, aber auch allerlei Fisch und Fleisch angeboten wird. Vieles davon wird vor Ort verarbeitet, so werden zum Beispiel die Fische direkt am Stand geschuppt und ausgenommen. Fotos sind nicht erwünscht, daher muss es bei der Beschreibung bleiben. Es ist ein Erlebnis für alle Sinne und es gefällt mir sehr hier.
Unsere Guides bleiben an verschiedenen Ständen stehen, um uns Hintergründe zu erläutern, was spannend ist. Und im Nachgang habe ich die Möglichkeit, mich noch selbst durch die vielen Gassen zu bewegen, um all dies weiter zu erkunden. Die Gruppe geht danach zurück zum Hotel, so dass wir uns zu Zweit entscheiden, noch selbständig in der Stadt zu bleiben, um das Zentrum weiter zu erkunden. Dies erweist sich als gute Idee, es hat weitere interessante Strassen mit vielen Shops. Was leider nirgends zu finden ist, sind irgendwelche Formen von Cafes oder Restaurants. Es hat einige Strassenstände, an welchem etwas mitgenommen werden kann. Und das eine oder andere (sehr) kleine schlecht beleuchtete Lokal. Aber die Hoffnung auf einen besseren Kiosk mit einigen Stühlen wird nicht erfüllt. Es zeigt sich auch hier, dass offensichtlich hierfür keine Nachfrage und/oder Finanzkraft besteht. So gehen wir immer weiter, bis wir zum Fährterminal gelangen. Es scheint grad eine Fähre angekommen zu sein und so fliesst ein Strom aus Menschen und Waren in Richtung Stadtzentrum. Wir finden einen Schattenplatz, an welchem wir einfach stehen bleiben und die ganze Szene beobachten können. Dies ist sehr kurzweilig, gleicht es doch einem Wimmelbild mit vielen Möglichkeiten der Entdeckung. Das wirre Durcheinander wird von der Verkehrspolizei geleitet, wobei unklar ist, welche Beachtung dieser geschenkt wird… Viele Sammeltaxis werden sehr intensiv beladen, wir kommen leider mit dem Zählen der Personen, welche sich in ein solches Auto zwängen, nicht nach… Das Gepäck wird oben auf dem Dach transportiert, genau gleich wie Ziegen und Schafe, welche einfach hochgehievt und da sehr unschön festgezurrt werden…
Nach einer Weile gehen wir weiter und kommen an vielen Lastwagen vorbei, welche in Handarbeit bis weiter über die gefühlte Ladekapazität befüllt werden. Wir mutmassen, wie lange es wohl dauert, eine solche Ladefläche zu befüllen oder zu entladen. Auf dem Rückweg kommen wir auch an einigen grösseren Ladehallen vorbei, welche dem En-Gros-Handel zu dienen scheinen. Der gemäss dem Nationalmuseum zentrale Platz dient mittlerweile der Armee zur Ausbildung, so dass wir nach einer längeren Runde zum Schluss kommen, zurück ins Hotel zu fahren. Dabei fahren wir auch unter dem Arch 22 durch, einem Triumphbogen, welche anlässlich eines Militärputschs gebaut wurde. Mit dem Taxi kommen wir so nach einer knappen halben Stunde zurück im Hotel an.
In Gambia leben nur etwas über zwei Millionen Menschen. Die grösste Stadt Serekunda ist eine Ort Agglomeration der Hauptstadt Banjul, welcher auf einer Halbinsel zwischen dem Atlantik und dem Fluss Gambia liegt und mehr Geschäftszentrum als Wohnort ist. Zusammen mit einem weiteren Vorort sind dies die drei grössten Städte des Landes, so dass diese Agglomeration fast das einzige Zentrum des Landes darstellt.
Im Hotel ist Zeit für eine Pause, in welcher ich mich gemütlich in den Schatten am Strand setze und etwas lese und schreibe.
Gegen Abend steht nochmals ein Ausflug auf dem Programm. Wir fahren in ein Fischerdorf, welches rund 20 Minuten von unserem Hotel entfernt liegt. Hier landen die Fischer ihren Fang an und wird dieser weiterverarbeitet, verkauft, geräuchert etc. Es ist sehr eindrücklich und spannend, hier zu sein. Immer und immer gibt es dabei etwas zu entdecken und die Stimmung im Abendlicht trägt das ihre dazu bei, dass es ein tolles Erlebnis ist. Die Fische werden grad vor Ort geschuppt und bei Bedarf zerschnitten. Es finden sich dabei die unterschiedlichsten Arten in den Schubkarren und Auslagen. All dies interessiert nicht nur die Kundschaft, sondern auch Fliegen und Katzen, so dass es ein wirres Durcheinander ist. Wir laufen kreuz und quer durch die Stände, es ist dabei ein guter Ort, um die Übersicht zu verlieren :-)
Irgendwann sind alle Sinne überfordert, so dass wir uns auf den Rückweg ins Hotel machen. Für den Abend suche ich mir ein Restaurant, in welchem ich gemütlich draussen sitzen kann, da es ein schöner Abend mit geschätzten 25 Grad ist. Zuerst lande ich in einem Restaurant, in welchem ich glaub die einzige Person bin, welche nicht holländisch oder flämisch spricht… Das Essen ist gut, aber ich gehe schnell weiter und finde mir dann einen weiteren Ort, der in Hörweite eines lokalen Livekonzerts ist und welcher nur spärlich besucht ist. So kann ich entspannt an einem Tischchen sitzen, die Eindrücken des heutigen Tages verarbeiten und tippen und entspannt den Rest des Abends geniessen :-)
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