Hier finden sich in loser Folge immer wieder Berichte von Reiseerlebnissen. Ab dem 7. Februar 26 bin ich in Senegal und Gambia unterwegs, so dass hier während der nächsten beiden Wochen meine Eindrücke zu finden sein werden. In den Posts vom Sommer 24 bis zum Februar 25 finden sich die Erlebnisse unserer halbjährigen Reise. P.S. Die gesammelten Berichte der Weltreise 2014 und der Reise in die Antarktis etc. finden sich als pdf-Link bei den Daten und 17. 9. 2021 und 21. 3. 2023
Freitag, 11. Oktober 2024
Tag 74 – Hongkong (Freitag, 11. Oktober)
Frisch ausgeschlafen wartet zuerst ein tolles Frühstücksbuffet und dann Hongkong auf uns :-) Wir nehmen die Metro, hier MRT genannt, welche nur wenige Minuten von unserem Hotel entfernt ist und fahren zwei Stationen nach «Central». Und so finden wir uns kurze Zeit später im Stadtzentrum von Hongkong Island wieder. Dieses besteht aus einem «Wald» von Wolkenkratzern. Die ganze Szenerie ist sehr eindrücklich. Das Zentrum von Hongkong erstreckt sich dem Nordrand der Insel entlang – auf der einen Seite begrenzt durch das Wasser, auf der anderen Seite durch einen hohen Hügel. Wenngleich begrenzt gegen oben nicht ganz das korrekte Wort ist, bis ziemlich weit finden sich die Hochhäuser auch am oder in den Hang gebaut…
Wir gehen den Strassen entlang in Richtung Westen durch all die Hochhäuser. Diese scheinen aus den unterschiedlichsten Jahrzehnten – und sind in sehr unterschiedlichen Zuständen…
Nach einer Weile gelangen wir zu einer Markthalle mit vielen Essensangeboten. Hinter dieser sind viele Rolltreppen, welche helfen, in die höher gelegenen Quartiere zu gelangen. Und so gewinnen wir schnell und einfach an Höhe und «steigen» bei Tai Kwun «aus». Dabei handelt es sich um ein historisches Ensemble mit dem Parade Ground, welcher heute eine schöne Piazza mit restaurierten Häusern ist und einem ehemaligen Gefängnis, in welchem Ausstellungen untergebracht sind.
Im Anschluss spazieren wir der Hollywood-Road entlang. Hier hat es viele Shops, welche Antiquitäten und/oder Kunsthandwerk verkaufen und Galerien mit Bildern oder schönen Fotos. Diese Strasse führt dem Hang entlang und immer wieder öffnen sich neue faszinierende Sichten auf hohe Häuser in alle Richtungen. Daneben hat es viele Restaurants, Cafés und Restaurants, von welchen wir eines nutzen für die Mittagspause.
Danach gehen wir weiter der Strasse entlang – es ist ein tolles Nebeneinander von modernen Türmen, älteren Wohnsilos, schicken Läden, unvermittelten Marktstrassen, und vielem weiteren. Wir gelangen an einen Tempel, welcher in Mitten von alledem liegt und gut besucht ist von Gläubigen, welche Räucherstäbchen anzünden und beten.
Weiter geht’s den Hang hinunter in Richtung Zentrum und so kommen wir wieder in der Ebene des Business Districts an. Hier fahren noch herzige doppelstöckige Trams, welche Zeugen der kolonialen Geschichte der Stadt sind.
Danach haben wir müde Beine und machen eine kurze Pause im Hotel. Um dann ausgeruht ins Znacht und danch zurück an die Avenue of Stars zu gehen. Nun sehen wir die eindrückliche Skyline bei Nacht und hell erleuchtet :-) Da es jeweils um 20.00 die «Symphony of Lights» gibt, sind wir schon einiges früher hier, um einen guten Platz für diese Lichtshow zu haben. Die Temperaturen sind während des ganzen Tages ideal – irgendwo in den hohen 20iger Graden – so dass es angenehm und kurzweilig ist, hier auf einer Bank zu sitzen und all dies auf sich wirken zu lassen. Die eigentliche Show besteht dann aus einigen Screens, welche auf die Skyline projiziert werden und Lasern von den Dächern – dies ist nett anzusehen, aber die Werbung versprach mehr. Aber da es ein sehr netter Ort ist, ist dies halb so wild, es hat sich ohnehin gelohnt, den Abend hier zu verbringen.
Danach machen wir noch einen Spaziergang zum Temple Street Night Market. Dieser gut besuchte Nachtmarkt besteht aus einem Foodmarket und einem «regulären» Teil, in welchem alles Mögliche angeboten wird. Wir spazieren interessiert durch, sind aber schlechte Kunden, da wir uns für keinen Kauf entscheiden können. Danach gehen wir müde zurück ins Hotel und beschliessen so den vielseitigen und interessanten Tag.
Tag 72/73 – Winterthur – Hongkong (Mittwoch, 9. Oktober; Donnerstag, 10. Oktober)
Heute machen wir uns wieder auf den Weg… Wir lassen Fiji aus und «steigen» in Neuseeland wieder in unsere Reise «ein». Da wir diese lange Reise nicht in einem Stück machen möchten, erwartet uns ein Stopover in Hongkong.
Hier war ich im Jahr 2012 einmal für einige Tage – damals gefiel es mir sehr und so bin ich gespannt, wie sie sich nun anfühlen wird. Chinesische Städte faszinieren mich ohnehin sehr und daher freue ich mich auf den Besuch in dieser «halb» chinesischen Destination.
Wir fliegen mit Cathay Pacific – es ist dies die Fluggesellschaft von Hongkong, welche uns ermöglicht, gut mit zwei langen, aber nicht überlangen, Direktflügen von der Schweiz nach Auckland zu gelangen. Wir fliegen kurz nach dem Mittag ab und kommen so «gefühlt» etwas nach Mitternacht an. Diese Flugzeit liegt mir, da ich in dieser unbequemen Position ohnehin nie wirklich schlafen kann. So vertreibe ich mir die Zeit mit Lesen, Rätsel lösen und Fernsehen.
Der Flug verläuft problemlos – und so kommen wir am frühen Morgen Ortszeit in Hongkong an. Das Wetter ist gut und die Temperatur sehr angenehm. Wir nehmen ein Taxi zum Hotel und haben Glück, dass ein «very early check-in» möglich ist, so dass wir uns zuerst für zwei Stunden hinlegen können. Wir stellen den Wecker, um nicht völlig falsch in der Zeit zu sein – und machen uns dann müde auf einen ersten Spaziergang.
Wir wohnen in Tsim Sha Tsui, auf der «Festlandseite» von Hongkong. Diese fühlt sich etwas vielseitiger und ungeordneter an als das klassische Stadtzentrum auf Hongkong Island. So spazieren wir entlang von vielen Restaurants und Läden und gelangen zur Nathan Road, welche die Hauptschlagader dieses Stadtteils ist – eine grosse Strasse mit vielen Läden und Malls und folgen dieser zuerst in Richtung Norden und drehen dann um, um wieder in Richtung unseres Hotels zu gelangen. Dieses liegt gleich neben dem Kowloon Park, welcher eine angenehme grüne Oase im Grossstadtdickicht darstellt.
Die Dichte der Bebauungen ist eindrücklich – dabei hat es schöne und moderne Wolkenkratzer, aber auch viele Hochhäuser, welche in bedenklichem Zustand scheinen. Ebenso finde ich das Nebeneinander von so unterschiedlichen Gebäuden, Strukturen und Läden sehr eindrücklich. So lassen wir uns einfach etwas treiben und machen dann nochmals eine Pause im Hotel.
Wir sind schön sehr müde, möchten aber bis mindestens um acht Uhr «durchhalten», um den Jetlag nicht so zu spüren. Nach der Pause gehen wir wiederum der Nathan Road entlang bis zum Wasser. Von dieser Seite des Victoria Harbour – welcher unser Quartier von der Insel Hongkong trennt – geniessen wir eine tolle Aussicht auf die Skyline der Stadt :-) Es hat die «Avenue of Stars», an welcher die Handabdrücke der Filmstars der lokalen Filmszene zu begutachten sind. Vor allem aber ist es eine Fussgängerpromenade am Wasser. So schlendern wir dieser entlang und sehen in immer anderen Winkeln aufs Wasser und die dahinterliegende Stadt. Es hat zudem viele Sitzgelegenheiten und so nutzen wir eine davon, um all dies weiter auf uns wirken zu lassen – und gleichzeitig vielen Menschen bei den Inszenierungen ihrer Fotos zuzuschauen.
Im Anschluss gehen wir durchs quirlige Quartier Tsin Sha Tsui auf der Suche nach einem guten Znacht. Wir werden dabei in einem indischen Restaurant fündig und runden so den schönen ersten Tag ab :-) Und gehen im Anschluss zurück ins Hotel – nun freue ich mich sehr aufs Bett!
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