Sonntag, 19. Oktober 2014

Pictures New York





































Impressionen von der Strasse

Nach etwas über 2000 Meilen, oder knapp 4000 Kilometern, soll mal etwas Raum sein, um über das Fahren auf den US-amerikanischen Strassen zu berichten...

Das Auto gilt ja in unserer Wahrnehmung als allgegenwärtig und das Benzin als billig... Und nicht immer müssen Klischees falsch sein ;-) Das Benzin kostet zwischen 2.79 und 3.19 - für eine Gallone wohlgemerkt! Das sind immerhin rund 3.8 Liter... So kostet einmal Volltanken etwa 40 Franken. Ich kann mich noch vage an solche Zeiten in der Schweiz erinnern, aber da war für mich das Steuerrad noch weit entfernt und mein Sitz hinten im Auto...

Und die öffentlichen Verkehrsmittel, wenn es sie denn gibt, beschränken sich meist auf zentrumsnahe Gebiete und werden auch nicht besonders oft genutzt (NY mal ausgenommen). Dafür hat es zig innerstädtische Autobahnen und auch Parkplätze sind immer zu finden. Diese hingegen kosten zum Teil etwas mehr. Für mich ist es aber immer noch gewöhnungsbedürftig, wenn mein Navi anzeigt, dass ich ca. eine Meile vor dem Hostel wegsoll von der Autobahn. Bin ich denn so weit weg vom Zentrum? Nein, die Autobahn einfach mittendrin,,,

Wobei Autobahn nicht immer der richtige Begriff ist. Es gibt die normalen zweispurigen Strassen auf dem Land, doch sobald die Strecke etwas wichtiger ist oder in dichter bevölkerte Regionen geht, sind die Strassen meist vier- bis sechsspurig. Dies sind oft Highways, die wiederum unterteilt sind in nationale, staatliche oder restliche. Diese können aber von Ampeln unterbrochen werden, sind also keine Autobahnen in unseren Sinne. Dies sind dann die Interstates, von denen es auch jede Menge gibt und die z.T. umsonst, z.T. aber auch gebührenpflichtig sind. In der Umgebung der grossen Städte wird dieses Strassennetz dann gigantisch. Da hat es in der Mitte vier- bis fünfspurige Autobahnen pro Richtung als Expressways, und gleich daneben die "lokale" Autobahn mit weiteren Spuren, von welcher man die Ausfahrten benutzen kann. Und in der Rushhour sind all diese Spuren einfach voll... Eindrücklich...

Ist man sodann auf den Interstates (oder Highways) unterwegs, zeigt sich an (fast) jeder Ausfahrt das gleiche Bild. Wegweiser zeigen neben den Ausfahrtsschildern bereits an, welche touristischen Attraktionen und welche Möglichkeiten für tanken, einkaufen, essen oder schlafen bestehen. Fast immer sind da aber nur die grossen Ketten aufgelistet, und diese Möglichkeiten sind auch gar nicht in der jeweiligen Stadt zu finden, sondern in einer schein unendlichen Kette entlang der Ausfallsstrassen. Da hat es dann auch Einkaufszentren jeglicher Art, wobei die eigentliche Mall nicht der Regelfall ist, vielmehr sind es die Konstruktionen, die bei uns als Fachmärkte auch die Stadtränder "besetzen". Da hat es zentrale Parkplätze und verschiedene Läden nebeneinander. So ähnlich, wie wir dies aus Dietikon/Spreitenbach oder Dietlikon kennen, einfach in immer neuer Abfolge...

Das Fahren ist entspannt, die Verkehrsteilnehmer meist auch, überholt wird links oder zur Not auch rechts, aber da es keine grösseren Tempounterschiede gibt, geht das Ganze ziemlich reibungsfrei voran. Ich muss mich einfach immer wieder um das aktuelle Tempolimit kümmern, z.T. wechselt dies alle Kilometer... Auf den Interstates gilt meist 70mph, also etwas mehr als 110kmh.

Gerne höre ich dabei Radio, was doch recht aufschlussreich sein kann :-) Die Musik hängt stark vom Kanal ab, Hitsender spielen dabei über und über die gleichen Titel, aktuell vor allem:
https://www.youtube.com/watch?v=7PCkvCPvDXk
https://www.youtube.com/watch?v=cqqqV50zaAc
https://www.youtube.com/watch?v=u3u22OYqFGo

Doch es hat auch eine Vielzahl von Stationen, die Rock oder Country oder was auch immer spielen :-) Und dann hat es noch jede Menge religiöser Sender im Angebot... Leider beträgt die Reichweite meist nicht allzu viele Kilometer, so dass ich dann immer mal wieder etwas Neues suchen kann (oder muss). Mit aufschlussreich meine ich aber vor allem die Nachrichten und Werbeblöcke... Erstere decken fast ausschliesslich nationale Themen ab und die Werbung konzentriert sich hauptsächlich auf folgende Themenfelder: Autos, Geld Geld und Schulden(tilgung), allerlei medizinisches, die Wahl der richtigen Uni und Wahlkämpfe. Dabei geht es auch immer wieder darum, aufzuzeigen, wie schlecht die Kandidatin oder der Kandidat der anderen Seite sei...!

Nun bin ich gespannt, ob das hier beschriebene auch noch Gültigkeit haben wird, wenn ich ab morgen und vor allem übermorgen auf dem Weg in den Westen unterwegs sein werde :-)

Nashville... is crazy!

Nashville!!! Eigentlich stand diese Destination gar nicht auf meiner Liste, aber unterwegs wurde sie mir immer wieder ans Herz gelegt. Und jetzt weiss ich, warum...

Nashville is crazy! Diesen Satz hörte ich ebenfalls im Vorfeld, und kann ihn gerne bestätigen. Ich folge der Interstate in Richtung Süden und aus dem Nichts erscheint die Skyline der Stadt. Diese ist aber nicht der Grund für den Aufenthalt. Sondern die Musikszene und das Nachtleben. Ich komme gegen sechs im Hostel an und bereits sind die Strassen gefüllt mit Menschen auf der Suche nach dem nächsten und besten Konzert. So werfe ich mich auch gleich in das Getümmel und bin beeindruckt!

Menschen aller Altersgruppen und Farben feiern hier um die Wette und geniessen gratis Live-Konzert erster Klasse. Und abends um 7 steppt der Bär schon ganz gewaltig. Ich lasse mich treiben von der Stimmung und der Musik und wandere von einer Bar in die nächste. Während der nächsten Stunden wird dies meine Beschäftigung sein, und es wird mir nie langweilig werden dabei... Das Publikum ändert sich mit den Stunden, bin ich anfangs noch unter den jüngeren, bin ich in Richtung Polizeistunde dann bei den älteren... Das Publikum ist sehr amerikanisch gemischt, es finden sich kaum ausländische Touristen, dafür inländische aus dem ganzen östlichen Raum. Und alle wollen nur eines hier: Musik und Party! Je nach Band kenne ich die meisten Lieder oder sind sie mir zumindest vom Stil her vertraut, wenn es eigene Kompositionen sind, oder aber ich finde mich in wild tanzenden Country-Mengen wieder mit einstudierten Schrittfolgen, welche ich staunend wie ein Analphabet verfolge... Alles in allem: der Weg war's wert :-)

Jetzt, am nächsten Morgen, zeigt sich die Stadt ganz entspannt in der Sonne :-) Aber bereits bevölkern wieder viele Menschen die Strassen und dröhnt Live-Musik aus den Kneipen. Bei mir ist heute ein ruhiger Tag angesagt. Ich setze mich in eine Kneipe am sonnigen Fenster und mit einer Countrysängerin, um mich wieder mal meinem Tagebuch zu widmen und um einige Optionen für die nächsten Tage und Strecken zu sichten :-) Und etwas Arbeit ist auch noch angesagt, die Abrechnung der Arbeitswoche will noch fertig gestellt werden. Aber gemütlich in der Sonne sitzend klappt auch das ganz gut ;-)

Great River Road

Scenic Drive!

Dies ist das Stichwort für die Fahrt von Madison immer weiter in Richtung Süden. Die Fahrt beginnt entlang des Wisconsin River. Dieser fliesst zwar noch nicht in den Süden, sondern in den Westen, aber die Landschaft ist den Umweg wert. Farbige Bäume im Morgenlicht, schroffe Kalkformationen und immer wieder der Fluss im Blickfeld :-) Dazwischen grosse Felder und ebenso grosse Farmen... Der Massstab ist ein anderer als der in der Schweiz. Dies zeigt sich aber auch darin, dass ich durch sehr weite Ebenen fahre, die kaum besiedelt sind. Nur wenn sich mal wieder zwei Strassen kreuzen, folgt eine kleine Siedlung.

Schliesslich erreiche ich den Great River, den Mississippi! Bereits hier hat er beträchtliche Ausmasse, und diese werden in Richtung Süden nur noch grösser, da immer weitere - ebenfalls grosse - Flüsse zufliessen. Die Strasse folgt mehr oder weniger dem Fluss, immer wieder ist dieser, umrahmt von Wäldern oder Feldern, zu sehen. Und immer wieder folgt ein Dorf oder ein Städtchen, welches ein oder zwei Restaurants, ebenso viele Läden und eine Tankstelle aufweist. Ansonsten sind es Häuser im immer ähnlichen Stil, locker gestreut entlang der Strasse oder einer parallelen Gasse, mit gepflegtem Grün und Platz für die beiden Autos der Familie... apropos Klischee, diese finden sich auch hier zur Genüge.

Dazwischen quere ich ab und an ein historisches Städtchen, welches gut am Fluss gelegen früh prosperieren konnte. Und so sind einige schöne alte Backsteinhäuser erhalten geblieben. Diese machen dann den "Business District" aus. Darum herum sieht es dann aber aus wie in den anderen Dörfern auch.

Da das Fahren auf diesen Strassen länger dauert, bleibe ich die Nacht irgendwo entlang der Route in einem Motel (das musste doch auch mal sein!) und verbringe einen ruhigen Abend mit Lektüre und etwas Recherche.

Am nächsten Morgen verlasse ich den Mississippi zuerst, um dem Illinois zu folgen, der in der Folge in den Mississippi münden wird. Im Morgenlicht ist die Szene wiederum herrlich und als die beiden Flüsse zusammenfliessen, bietet sich ein eindrückliches Bild von einfach nur ganz viel Wasser...

Gleich flussabwärts folgt die Metropole St. Louis mit ihrem Arch als Wahrzeichen. Dieser ist wirklich toll! Gigantisch schwingt er sich zwischen Fluss und Innenstadt in die Höhe. So was würde wohl in Zürich nie erlaubt, aber ich bin sehr fasziniert vom Anblick! Leider sind alle Tickets für heute bereits ausverkauft, so dass ich mich entlang des Flusses zurück zum Auto machen will, bis ich die Angebote von Heli-Flügen sehe... Und so finde ich mich wenige Minuten später in der Luft und habe einen eindrücklichen Blick auf die Flüsse, den Arch und die ganze Stadtstruktur :-) Ich bin ganz euphorisch und lasse die Minuten möglichst intensiv auf mich wirken...

Dann geht's zurück auf die Interstate mit Ziel Südosten und Nashville.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

New Glarus, Wisconsin

New Glarus! Diesem kleinen Dorf muss ich doch einen Besuch abstatten, wenn ich in der Gegend bin! Ich bin gespannt darauf, was mich da erwarten wird...

Ich fahre aus Chicago in Richtung Westen. Die Gegend wird mit jedem Kilometer ländlicher und die Strassen weniger und weniger befahren und auch kleiner. Die Landschaft um New Glarus ist sehr schön, von sanften Hügeln durchzogen und sehr landwirtschaftlich geprägt. Sehr verständlich, weshalb es die Glarner damals in diese Gegend zog.

Im Dorf angekommen, erkunde ich die Strassen - mit Namen wie Diesbach- oder Schwanden- oder Rütistrasse - und finde einen Mix aus alten, aus Stein gebauten Häusern und solchen neueren Datums, welche in jeder US-amerikanischen Stadt stehen könnten. Doch es hat viele schöne Häuser mit Schweizer Wappen oder Glarner Namen, eine Bäckerei und eine Metzgerei mit Spezialitäten und einen Schweizer Souvenir-Laden. Ich besuche die beiden schönsten Häuser, welche heute als Restaurants und Bars fungieren und entdecke viele spannende Details. Zum Beispiel sind die Toiletten mit "Buebe" und "Meitli" beschriftet ;-) Die Einrichtung ist geprägt von viel Holz und alten Bildern. Diese beiden Lokale könnten auch bei uns als sehr traditionelle Schweizer Gaststätten funktionieren :-)

Sehr schnell komme ich mit den anderen Barbesuchern ins Gespräch, welche sich fragen, was ich denn so fotografiere... Doch Deutsch spricht keiner mehr, aber alle finden es sehr spannend. dass ich den Weg aus dem "europäischen New Glarus" hierher gefunden habe... Mein Einwand, es sei das alte, sprich einfach nur Glarus, fruchtet wenig ;-) Die neuen Glarner sind dafür sehr stolz auf ihre Brauerei und das dazugehörige "beste Bier der Welt"! Gerne würde ich etwas davon nach Hause nehmen, aber dafür bin ich noch etwas zu lange unterwegs...

Ich fand es sehr spannend, diese Gegend und das Dorf zu entdecken, auch wenn nicht mehr wirklich viel direkt schweizerisches zu finden ist. Aber dafür ist es auch nicht ein komisches "Disneyland"-mässiges Klischeedorf, was ich sehr angenehm finde.

Den Abend verbringe ich in der Hauptstadt von Wisconsin, Madison. Eine kleine, von Studenten geprägte Stadt, mit einem eindrücklichen Kapitol auf dem Hügel und einer belebten Strasse voller Läden, Kaffee- und anderen Bars. Die Stadt liegt auf einer Landzunge in einem See, was ich heute gar nicht mehr sehen konnte, da es schon dunkel war, als ich ankam. Aber dies wird das erste sein, was ich morgen erkunden möchte, bevor es dann in Richtung Mississippi und in Richtung Süden gehen wird :-)

Chicago

Ich verlasse Detroit in Richtung Chicago. Diese wird im Gegensatz zu Detroit wieder in allen Reiseführern erwähnt, und so muss ich auch niemandem erklären, was ich denn hier mache ;-)

Die Näherung an die Stadt erfolgt zuerst auf dem üblichen Weg: auf der Autobahn immer in Richtung Stadtzentrum, an der imposanten Skyline vorbei und dann Google sei dank zu meinem Hostel. Doch anstatt nun die Stadt zu erkunden, führt mich mein Weg ins United Center. Diese riesige Halle ist die Heimstätte der Chicago Bulls und der Blackhawks. Und diese spielen heute vor über 21`000 Zuschauern gegen die Calgary Flames, bei welchen Jonas Hiller eine tolle Vorstellung geben sollte...

Die Atmosphäre ist eindrücklich, insbesondere als die amerikanische Nationalhymne gesungen wird, herrscht Hühnerhaut-Stimmung... Dann beginnt das Spiel. Mein Sitzplatz ist fast in der obersten Reihe, aber dafür hinter dem Tor und so habe ich beste Sicht sowohl auf das ganze Spielfeld als auch auf alle Zuschauer :-) Im Unterschied zu Schweizer Stadien gibt es keine Stehplätze und auch keine Gesänge oder Choreographien der Fans. Die Anfeuerungsrufe gehen vom Maskottchen aus und sind auch nicht besonders vielfältig oder kreativ. Und doch dröhnt die ganze Halle beim "let`s go Hawks!". Dies auch darum, da die ganze Halle im Rot des Heimteams erstrahlt, denn Calgary ist über 3 Flugstunden entfernt... Das Spiel verläuft einigermassen einseitig mit einem grossen Chancenplus für Chicago, doch das Goal fällt schlussendlich auf der anderen Seite, unter anderem eben Hiller sei Dank! Die Blackhawks stürmen weiter an und im Schlussdrittel gelingt endlich der Ausgleich. Und nun tobt die Halle!! Auch die vielen Pausen werden stimmungsvoll gefüllt, die Kamera schwenkt durch die Reihen und entdeckt immer tanzende, schreiende, oder wie auch immer sich in Szene setzende Fans :-) Das Spiel geht in die Verlängerung und nun ist es eine hochklassige Partie, die kurz vor Schluss mit einem tollen Schuss zugunsten von Calgary entschieden wird. So leert sich die Arena dementsprechend zügig.

Für die Rückfahrt sind nun die Busse sogar einigermassen gefüllt, doch findet sich immer noch komfortabel Platz darin. Auf der Hinfahrt war ich im Sonderbus sogar fast alleine, ausser anderen europäischen Touristen, die es normal finden, an ein Spiel ohne Auto zu gehen... Ohnehin das Auto und die Autobahnen... Aber dafür schreibe ich dann mal einen eigenen Post ;-)

Zurück in der Stadt sehe ich die Skyline bei Nacht - glücklicherweise hat sich der Himmel in der Zwischenzeit etwas aufgeklart - und finde diese auch eindrücklich. Ich streife noch etwas durch die Strassen und gehe im Anschluss zurück ins Hostel.

Am nächsten Tag steht nun die eigentliche Stadt auf dem Programm. Diese besteht aus vielen Hochhäusern im Zentrum und vielen Vorstädten rund herum. Letztere sind meistens als Wohnquartiere um eine belebte Hauptstrasse angelegt. Ich spaziere durch einige auf dem Weg in die City. Diese ist ähnlich wie NY schachbrettmässig angelegt und von imposanten alten und ebenso eindrücklichen neuen Hochhäusern geprägt. Ich will auf den Willis Tower, doch wie bereits in Toronto ist die Sicht wiederum schlecht. Doch diesmal will ich es trotzdem versuchen! Und werde... nicht belohnt. Mein Trötzeln ist den Wolken denkbar egal ;-)

Ich spaziere weiter durch die Strassen und schaue den Fassaden entlang, um dann in die Parks an der Küste zu gelangen. Auch dieser See fühlt sich viel mehr als Meer denn als See an, mit grossen Schiffen und ohne Ufer am Horizont. Etwas weiter nördlich hat es sogar Sandstrände! Es wäre sicher spannend, die Stadt einmal im Sommer zu besuchen, denn nun sind diese natürlich leer, ausser einigen Joggern sind kaum Menschen da. Die Parks ermöglichen eine etwas breitere Sicht auf die Skyline und sind zudem ein schöner Übergang zwischen Stadt und See. Doch leider ist da auch noch ein 8-spuriger-Highway, welcher im Wege steht... Sehr schade, aber doch typisch amerikanisch.

Etwas weiter in Richtung Stadt gibt es den Millennium Park. Dieser ist mein Highlight! Neben belebten Plätzen und in allen Farben schimmernden Blumen und Bäumen finden sich verschiedene Kunstinstallationen. Und viele davon finde ich sehr anregend. Die absolut beste finde ich eine riesige Skulptur aus Aluminium (?), welche wie eine liegende Bohne aussieht und in welcher sich die Stadt und die Menschen in verschiedensten Winkeln spiegeln. Eine Freude für alle Selfie-Verrückten! Und die Zuschauer ;-)

Danach heisst es, Abschied zu nehmen von der Windy City, welche heute zwar ruhig, dafür aber eine cloudy city war...

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Detroit

Bye bye Canada, so schnell ist mein Besuch auch bereits wieder zu Ende... doch zuvor folgen noch einige Stunden Fahrt durch die Vororte Torontos - zum Glück stadtauswärts, in der Gegenrichtung stauen sich die Autos (fast) ohne Ende - und dann durch Wälder und Felder. Es ist eine schöne und ziemlich unbewohnte Gegend, welche ich aufgrund des geringen Verkehrsaufkommen auch geniessen kann.

Und nach einer Weile kommt die Brücke in Sicht, welche Canada und die USA über den Detroit River verbindet. Auch hier hat es kaum Verkehr und die Zollformalitäten laufen erneut herrlich unkompliziert, so dass ich kurz nach dem Mittag im Hostel ankomme und bereit bin, diese Stadt mit dem schlechten Ruf zu erkunden...

Detroit hat während der letzten Jahrzehnte vor allem mit Entvölkerung, leeren Häusern, finanziellen Problemen und Kriminalität von sich reden gemacht, weshalb mich auch unterwegs alle fragten, was ich denn da wolle... naja, genau all das sehen - ausser natürlich die Kriminalität. Die sehe ich auch nur indirekt, ich fühle mich meist sicher. Aber Beispiele hierfür sind hohe Zäune, Kioske und sogar Subway-Shops, bei welchen alles nur durch die Scheibe verkauft wird und allgemein wenig Menschen auf den Strassen.

Die Stadt war und ist das Zentrum der amerikanischen Autoindustrie und prosperierte während vieler Jahrzehnte. Eindrückliche Bauten zeugen vom Glanz dieser Zeit. Aufwändige und schöne Hochhäuser, Theater und neue Stadträume wurden gebaut und auch mit Leben gefüllt. Zur Hochzeit zählte die Stadt rund zwei Millionen Menschen. Heute sind es noch rund 700'000. Sie kann als Anschauungsbeispiel dienen, was alles schief laufen kann... Sie ist zum einen ein Paradebeispiel einer A-Stadt. Alle Nicht-Geographen und -Schüler sollen mal Google fragen ;-)

Die Vororte sind auch heute noch in einem guten Zustand, die anhaltende Krise betrifft fast nur das Stadtgebiet. Verschärfend kam die Krise der Autoindustrie und die anhaltende Segregation hinzu, so dass grosse Armut und Arbeitslosigkeit herrsch(t)en und somit die Stadt auch kaum mehr finanzielle hat(te). Dies zeigt sich heute vielerorts. Zum einen ist das Parkplatzangebot unendlich. Viele Brachflächen im Zentrum dienen als Parkplätze und können nicht anders in Wert gesetzt werden. So kann für 3 Dollar ein ganzer Tag im Zentrum parkiert werden...

Zum anderen finden sich viele der alten Bauten in einem schlechten Zustand und stehen auch oft leer, was den Zerfall weiter beschleunigt. Ein altes Theater wurde gar zu einer Parkgarage umfunktioniert... Das ganze hat einen gewissen morbiden Charme, Hausbesetzer könnten hier ais dem vollen schöpfen...

Doch seit einigen Jahren versucht die Stadt und ein Milliardär, Downtown neues Leben einzuhauchen. Es werden Häuser renoviert und neu gebaut, eine Monorail wurde installiert und Sportstadien gebaut, um (die) Menschen zurück in die City zu bringen. Einiges sieht schon vielversprechend aus, doch ist die Masse an Leerstand und mittlerweile schlechter Bausubstanz so gross, dass es nicht einfach werden dürfte... Der Investor versucht, einige Projekte gleichzeitig zu realisieren, da nur so eine neue Atmosphäre geschaffen werden kann, welche zu weiterem Aufbruch anregt. Doch auch in den öffentlichen Raum wurde investiert, um die Stadt lebenswerter zu machen, zum Beispiel in einen Park im Zentrum, einen Riverwalk und ein Eisfeld im Winter. Dies wurde schön umgesetzt, doch zu Zeit sind all die Plätze gespenstisch leer... Das ganze wird mir von einem sehr engagierten und symphatischen Guide erzählt, welcher in den Chancen und Superlativen schwelgt, welche die Stadt biete: das höchste Hotel zum Beispiel, oder die erfolgreichen Sportclubs. Und er leidet sichtlich darunter, dass die Stadt nicht für solches gewürdigt wird, sondern immer wieder die Probleme beschrieben werden.

Dies ist die Situation Downtown. Wenn man aus dieser in die Stadtrandgebiete kommt, sieht es auch nicht besser aus. Hier stehen ganze Häuserzeilen leer oder stehen einzelne Häuser schon gar nicht mehr. Da hat die Finanzkrise vielen noch den Rest gegeben... Aber es gibt auch Fälle, wo komplett heruntergekommene Häuser neben gut instandgehaltenen Mittelklasse-Heimen stehen. Und all dies betrifft nicht einfach nur ein Quartier, sondern ich bin durch beliebige Quartiere gefahren und habe immer wieder die selben Bilder gesehen. Dies hat etwas surreales an sich... Auch mein Hostel ist in einer solchen Gegend. Auch dieses Haus hat schon bessere Zeiten gesehen, aber es ist eine aufgeräumte und fröhliche Stimmung spürbar, sowohl bei den Angestellten als auch bei den Besuchern, die ja bewusst eine solche Bleibe gesucht haben.

Auf einigen der frei gewordenen Flächen wird bereits Landwirtschaft getrieben und auch verschiedene Künstler nutzen die Freiräume oder die nicht mehr genutzten Häuser für ihre Projekte. Beides könnten Chancen für eine künftige Entwicklung sein, aber auch da wird es nicht einfach, diese schiere Menge an Räumen zu bespielen. Die Bevölkerung, die noch da wohnt, ist grösstenteils arm, was sich auch in den Läden zeigt. Hier werden Zigaretten einzeln verkauft und ist das Geld immer ein Thema. Ich bin abends und tagsüber in den kleinen Läden unterwegs und werde interessiert, kritisch und auch etwas ungläubig gemustert. Woher kommst Du? Und was machst Du denn hier??

Aber ich möchte diesen Besuch auf keinen Fall missen, auch wenn ich mich schon auch ab und an komisch fühle. Aber es ist sehr eindrücklich, diese Stadt zu sehen und zu erleben. All diese Bilder und Erlebnisse haben einen bleibenden Eindruck.

Montag, 13. Oktober 2014

Toronto

Im Wissen, dass ich mich die nächsten drei Tage nicht mehr um eine Unterkunft bemühen muss - das Internet machts möglich :-) - starte ich in den neuen Tag. Das Wetter ist nicht mehr so schön wie gestern, es nieselt leicht und ist empfindlich kalt - wenn auch nicht mehr ganz so kalt wie gestern in den Hügeln.

Ich fahre zurück zu den Fällen, um das Panorama der kanadischen Seite bei Tag noch zu sehen. Dies ist sehr eindrücklich! Aber auch ziemlich nass... Der Wind weht die Gischt bis weit in die Ebene hinauf.

Ich habe mich entschieden, wo ich schon mal in der Nähe bin, die grösste kanadische Stadt, Toronto, zu besuchen. Die Fahrt dahin dauert rund eineinhalb Stunden und folgt teilweise dem Lake Ontario. Der Verkehr ist sehr ruhig, da heute Thanksgiving in Canada gefeiert wird. Der Verkehr ist der Vorteil, der Nachteil ist, dass vieles in der Stadt aufgrund des Feiertages geschlossen bleibt.

Aber halb so wild, ich freue mich darauf, einen Eindruck dieser Stadt zu erhalten! Das Wetter bleibt bedeckt, aber immerhin trocken, doch der Besuch des CN Towers entfällt leider, da die Aussicht nur sehr begrenzt ausgefallen wäre. Und so bin ich zu Fuss durch die ganze Stadt unterwegs, bis mich die Beine schmerzen... Aber es war's wert :-)

Das Stadtzentrum ist unterteilt in eine Vielzahl von Quartieren. Der Financial District ist mehr oder weniger ausgestorben. Unter den Hochhäusern sind nur wenige Passanten auf ihrem Weg irgendwo hin zu finden. Das Entertainmant Quartier besteht aus älteren Backsteinhäusern, die neu genutzt im Kontrast mit den Türmen im Hintergrund stehen. Hier sind nun Restaurants und Bars sowie Theater und Gallerien angesiedelt. Dies sieht spannend aus, wenn auch noch sehr ruhig, da es erst Mittag ist. Via den CN Tower gelange ich zu einem Park und dem Eisenbahnmuseum. Dies mitten in der Stadtmitte wirkt etwas speziell auf mich, da ich mir auch vorstellen könnte, diese Gegend anders zu nutzen. Insbesondere, da der See gleich dahinter liegt! Wenn auch "gleich dahinter" etwas untertrieben ist, da eine grosse Autobahn, wenn auch auf Stelzen, die Stadt von der Küste - angesichts der Grösse des Sees passt diese Bezeichnung durchaus - trennt. Sehr schade... Aber Potenzial für künftige Entwicklungen!

Die Waterfront wurde nämlich bereits entwickelt, ähnlich wie an vielen anderen Orten auch haben alte Industrien der Unterhaltung und Kunst Platz gemacht, so dass sich viele Restaurants und Museen am See finden. Wenngleich der Massstab kleiner gehalten wurde als anderswo. Ich gehe weiter in Richtung Osten durch ein weiteres Quartier mit älterer Bausubstanz mit Restaurants und Läden. Erstaunlicherweise finden sich immer wieder grosse Flächen mit Parkplätzen oder Brachen mitten in der Stadt. Es erscheint etwas planlos, doch an verschiedenen Orten hängen Plakate mit Neubauprojekten, so dass der Stadtumbau weiter zu gehen scheint. Abgeschlossen ist er bereits in der alten Distillerie, einem Backsteinkomplex, in welchem heute allerlei Kunst in stimmigem Ambiente verkauft wird. Und natürlich dürfen auch hier einige sehr schöne Restaurants nicht fehlen :-)

Ich laufe weiter durch Stadtquartiere, welche alle gut aufgeräumt und lebenswert, aber doch auch etwas gesichtslos scheinen. Auch das Schwulen- und Lesbenquartier inszeniert sich gekonnt, hat nette Häuser mit Läden und Bars, bleibt aber überschaubar und weniger wild als dass die Inszenierung vorgibt...

Ich schlendere weiter durch hippe und weniger hippe Gegenden mit teureren und weniger teuren Läden, um dann im Westen anzukommen. Hier liegt zum einen die Chinatown und zum anderen die Gegend um die Kensington Markets. Diese sind weniger ein Markt im herkömmlichen Sinne, als vielmehr eine Vielzahl von kunterbunten Läden - und Kunden ;-) Hier sitze ich mich gemütlich in eine Bar, um endlich mein Tagebuch wieder etwas a jour zu führen. Doch wiederum komme ich kaum dazu, weil ich mit allen möglichen Nachbarn ins Plaudern komme. Spannend und auch ziemlich witzig... ;-)

Ich bleibe bei Einbruch der Dämmerung noch in der Gegend und besuche ein letztes Quartier, bevor ich müde zurück ins Hotel gehe, um endlich mal einzuchecken. Ich bin aber noch hungrig und so werde ich losgeschickt, Poutine - eine kanadische Spezialität - zu versuchen. Dies sind Pommes, mit brauner Sauce und Mozzarella-ähnlichen Käsewürfeln überdeckt und zudem können weitere Zutaten gewählt werden. Ich komme mir vor wie in einem Verstehen-Sie-Spass-Sketch, als ich diesen leckeren, aber schwer verdaulichen Klumpen salzen will und sich gleich der Deckel löst und die ganze Herrlichkeit bedeckt... Doch die sehr nette Bedienung ist gleich mit einem Ersatz zur Stelle!

So kehre ich müde, aber satt zurück und setze mich in den gemütlichen Aufenthaltsraum des Hostels, und schreibe doch endlich wieder über die letzten Tage ;-) Toronto war zwar nur ein kurzer Aufenthalt, aber ich bereue es überhaupt nicht. Es war spannend, etwas Canada zu schnuppern:-)

Niagara Falls

Die Niagara-Fälle bieten ein eindrückliches Natur-Spektakel - und sind zudem ein eindrückliches Beispiel, wie eine solche natürliche Attraktion touristisch in Szene gesetzt werden kann...

Nach der langen Fahrt in Richtung Westen erreiche ich Niagara Falls. Unter diesem Namen finden sich neben den Fällen auch zwei Städte, die eine in den USA, die andere in Canada. Da ich aus den USA komme, mache ich meinen ersten Halt sinngemäss auf dieser Seite, da ich die Grenze nur einmal queren möchte. Rund um die Fälle sind eine Vielzahl von Hotels und Unterhaltungsmöglichkeiten aller Art entstanden. Einigen davon sieht man auch an, dass sie etwas in die Jahre gekommen sind...

Aber dafür bin ich nicht hier, ich will das Wasser sehen! Und so suche ich erst einen Parkplatz und anschliessend meinen Weg durch dieses Gewühl hin zu den Fällen. Die amerikanische Seite ermöglicht es, sehr nahe an die Fälle zu kommen und fast über diesen in die Tiefe zu sehen. Die kanadische wird nachher etwas weiter weg sein, dafür einen besseren Überblick und ein schöneres Panorama ermöglichen. Ein kleines Deja-Vu von den Victoria Falls ;-)

Und so finde ich mich neben den Wassermassen, welche gigantisch in die Tiefe stürzen. Und umgeben von einer Vielzahl von Menschen, die den Ort nicht verlassen können, ohne mindestens ein Selfie mit den Fällen gemacht zu haben... Egal, ist ganz witzig anzusehen. Die Niagara Falls bestehen aus zwei verschiedenen Fällen, in deren Mitte eine Insel liegt, die ebenfalls zu Fuss erkundet werden kann. Die Gischt schiesst hoch und so wird es auch ein etwas nasses Vergnügen, wenn man zu nahe kommt. Aber das ist es doch wert :-)

Die Sonne senkt sich langsam hinter den kanadischen Hochhäusern, welche Hotels, Casinos etc. beherbergen und taucht das Ganze in ein mystisches Licht. Es geht wohl ein kalter Wind, aber ich bleibe so lange wie möglich hier und geniesse diese Eindrücke. Anschliessend laufe ich den Fällen entlang zurück und kann noch auf die nun frei zugängliche Aussichtsplattform, die ansonsten nur mit einer Schifffahrt besucht werden kann. So hat auch die amerikanische Seite eine gute Gesamtsicht auf die Fälle. Die Sicht aus Canada wird morgen auf dem Programm stehen und so mache ich mich zurück zum Auto, um dieses ausser Landes zu fahren. Ich bin etwas nervös, ob das alles reibungslos klappen wird, aber abgesehen vom Stau, der auf der Brücke zwischen den Ländern das Ganze etwas verlangsamt, läuft alles reibungslos :-)

Und so finde ich mich in Canada! Mittlerweile ist es Nacht geworden, und so sehe ich die Panoramasicht auf die kitschig beleuchteten Fälle. Immer wieder mag ich Orte des Nachts und beleuchtet fast besser als tagsüber, aber hier ist dies definitiv nicht der Fall. Bei Tageslicht sind die Fälle sehr eindrücklich, bei Nacht überwiegt der Kitsch und der Eindruck einer künstlichen Welt. Was die Wasserfälle nicht sind, ganz im Gegensatz zu alledem, was auch auf der kanadischen Seite an Drumherum gebaut wurde. Ein Ferien- und Spielerparadies mit ganz viel Neonlicht und Unterhaltungsmöglichkeiten... Dies kann ja ganz spassig sein, aber hier hätte ich gut darauf verzichten können. Aber - kann ich ja, ich bleibe auf den Spazierwegen entlang des Flusses und der Schlucht und verziehe mich anschliessend ins Hostel - wo ich noch einige lustige Mitreisende treffe und mich um die nächsten Tage kümmere. Nachdem ich gesehen habe, dass nicht alles immer last minute möglich ist, buche ich einige Hostels im Voraus - kombiniert mit einer Tour durch Detroit und einem Eishockey-Game in Chicago :-)

The Berkshires

Der letzte Abend in New York ist entspannt und kurzweilig. Das Food Adventure beginnt im Untergeschoss eines 5-Stern-Hotels mit vielen Essensständen mit unterschiedlichsten Angeboten. Lecker! Im Anschluss spazieren wir gemütlich durch die Stadt und immer, wenn wieder etwas ausgestellt ist, das uns reizt, machen wir einen Halt und versuchen es :-) So laufen wir durch die halbe Stadt, bevor der Regen einsetzt und wir es uns in einer italienischen Bar gemütlich machen. Es ist wirklich witzig, die Gespräche von vor zwei Monaten an so einem anderen Ort weiterzuführen... Im Anschluss treffen wir in einer ehemals illegalen Alkoholausgabestätte, welche längst zu einer netten Bar umfunktioniert worden ist, noch eine weitere Bekannte, mit welcher wir damals unterwegs waren.

Zum Schluss schlendere ich ein letztes Mal durch die Lichter der Stadt und geniesse noch etwas mein komfortables und teures Zimmer. Morgen geht es dann los mit dem Road Trip.

Ich habe mein Mietauto in New Jersey gemietet, da es von da aus billiger und einfacher zu fahren ist. Ich nehme das Taxi und der Fahrer ist froh, dass mein Natel Google Maps drauf hat, denn ausserhalb Manhattans kennt er die Strassen nicht... Damit heisst es auch, Abschied zu nehmen von New York. Ich habe die Tage sehr genossen, bin fasziniert von der Vielfalt und dem Leben in der Stadt, freue mich aber nun auch auf die Gegenden ausserhalb der Stadt.

In New Jersey angekommen gehe ich in diese dunkle Garage, in der Hoffnung, meinen Corolla zu erhalten. Es stehen viele Menschen herum, so dass ich zuerst gar nicht sicher bin, ob ich da richtig bin. Ich bin - und finde auch gleich heraus, warum da so viele Personen herumlungern... Die Autos sind noch nicht angekommen... Naja, so warte auch ich noch eine Stunde, bis dann aber mein Auto einfährt. Auf mich wartet ein Chevrolet, welcher sehr bequem ausschaut - und es dann auch ist :-)

Anstatt gleich aus der Stadt zu fahren, möchte ich zuerst an die Küste fahren, um von da nach Manhattan und auf die gleich vorgelagerte Miss Liberty zu sehen. Herrlich, auch wenn das Wetter heute etwas regnerisch ist.

Doch nun soll es losgehen... Ohne genau zu wissen, wohin ich denn eigentlich möchte. Aber zuerst möchte ich in den Norden zu den farbigen Blättern. Daher führt mich die Strasse durch den Norden von New York und so sehe ich auch die andere Seite der Stadt, diejenige der Infrastrukturen, Industriefeldern etc. Gerne würde ich ab und an anhalten, doch dies ist auf den mehrspurigen Autobahnen nur schwer möglich ;-)

Die Jahreszeit sollte passen, um den Indian Summer zu erleben, die farbigen Herbstblätter in New England. Und ich werde nicht enttäuscht. Es dauert gar nicht lange, bis sich die Szenerie komplett ändert. Kaum mehr Häuser, dafür ganz viele, viele Bäume. Die Fahrt führt durch endlose Wälder, immer wieder öffnet sich der Blick auf bewirtschaftete Felder und kleine Dörfer. Ich folge meinem Reiseführer "Scenic Highways and Byways", welcher mich auf landschaftlich schöne Strecken führen soll. Und dies funktioniert beim ersten Versuch vorzüglich :-) Die Fahrt führt durch pittoreske Dörfer mit älteren Häusern und Blättern in allen Farben. Und auch an einigen überdachten Brücken komme ich vorbei, alles so, wie es das Klischee will... Es finden sich auch die klassischen Häuschen, welche man aus den Filmen kennt, doch die endlosen Vororte sind hier noch nicht präsent. Und sehr schnell wird mir auch klar, weshalb diese Gegend New England heisst. Wenngleich dies historisch nicht nur die landschaftlich und architektonischen Ähnlichkeiten sind... So fahre ich immer weiter durch weitere Wälder, immer auf der Suche nach dem besten Blick :-) Dieser ist umso schöner, wenn noch ein See zu sehen ist, und wenn die Sonne scheint, was zu meinem Glück immer öfter der Fall ist :-)

So vergeht der Tag mit immer neuen Eindrücken und daher wird es Zeit, mich nach einer Unterkunft umzusehen. Ich komme in ein kleines, nettes Städtchen und möchte hier übernachten. Die Motels an der Strasse kosten aber 159 Dollar... Das hatte ich anders erwartet.... Aber zu meinem Glück finde ich im Zentrum ein altes, schönes und liebenswertes Hotel mit einfachen Zimmern und einer schönen Veranda :-) Da bleibe ich und verbringe einen gemütlichen Abend durchs Städtchen spazierend, auf der Veranda, in einer Sportbar und dann im schönen Zimmer.

Am nächsten Morgen erwartet mich eine Überraschung... Die Scheiben des Autos sind gefroren... Doch es soll schönes Wetter werden, und das Auto hat eine Heizung :-) Der Morgen ist zauberhaft, die Sonne scheint durch den Nebel und taucht das Herbstlaub in tolles Licht. So fahre ich schönen Strassen und Tälern entlang und lasse die ganze Stimmung auf mich wirken.

Nach dem Mittag bin ich am Ende der Scenic Drives angelangt und geht es darum, möglichst schnell voranzukommen, weshalb ich auf die Autobahn, die Interstate, wechsle. Doch auch diese führt durch schöne Gegenden und entlang des alten Erie--Kanals, durch welchen im vorletzten Jahrhundert New York mit den Grossen Seen verbunden wurde.

Nach einigen Stunden sind die Niagara Fälle angeschrieben. Ich freue mich auf dieses Naturspektakel :-)

Freitag, 10. Oktober 2014

New York

Go West! Zuerst mit der Swiss und anschliessend mit dem Auto wird es mich in den nächsten Wochen westwärts durch die USA ziehen.

Der Start erfolgt in New York. Wie nähert man sich einer Stadt, über welche so viel berichtet und geschwärmt wird? Die Frage stelle ich mir im Vorfeld und auch auf der Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum. Ich versuche, mit möglichst wenig Erwartungen vieles zu entdecken und auf mich wirken zu lassen.

Der Beginn gelingt viel einfacher als befürchtet. Die Einreise und Passkontrolle verlaufen völlig unkompliziert und schnell. Und so bin ich nun angekommen in den USA. Eine Mischung aus Euphorie und Müdigkeit bildet meine Basis für die ersten Eindrücke...

Mein Hostel ist in der 34th Street und somit zentral gelegen für viele Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ausgesattet mit Kamera und Stadtplan spaziere ich etwas planlos durch die Strassen und staune über all die alten Hochhäuser und die Strassenschluchten. Im Unterschied zu anderen Grosssädten stehen viele der Hochhäuser bereits einige Jahrzehnte, was ihre Erscheinung ganz anders macht als die modernen Türme, denen ich sonstwo begegnet bin. Und die Anordnung der Strassen lässt wirkliche "Schluchten" entstehen, welche beeindruckend wirken - und windig sind...

Ich laufe zum Times Square, wo die gesponserte Kugel schon bereit hängt fürs Silvester. Ohnehin ist hier Blingbling angesagt, alles leuchtet und glitzert. Gemäss einem Guide sei es sogar festgelegt, dass mindestens 18% der Fläche eines Gebäudes für Werbung bereitgestellt werden müsse... Das ist doch mal was neues, dass nicht ein Maximum, sondern ein Minimum an Werbung festgesetzt wird...

Ich lasse die ganze Atmosphäre auf mich wirken und unterhalte mich bestens mit dem Beobachten all der anderen Passanten und Touristen, die alle die selben Fotos machen, mit Mickey und Homer und Super Mario posieren oder kreative Selfies machen... Hernach schlendere ich weiter und finde es spannend, das Zusammenspiel der verschiedenen Baustile und Jahre zu sehen. Schlussendlich lande ich im Central Park, wo ich mich gemütlich ans Wasser setze und einigen Musikanten zuhöre.

Ich will noch nicht zurück ins Hostel, da ich mir sicher bin, dass ich im ersten Moment gleich einschlafen würde und so gehe ich zurück zum Times Square, welcher beleuchtet noch etwas eindrücklicher ist. Menschenmassen flanieren oder suchen ihren Weg zu den verschiedenen Vorstellungen am Broadway. Und ganz viele Ticketverkäufer versuchen, ihnen dabei zu helfen. Bei einem bleibe auch ich stehen, aber um eine Karte für einen der Hop-on-hop-off-Busse zu kaufen. Diese kosten hier etwas mehr als anderswo - wie alles andere auch... - sind dafür aber für 3 Tage gültig und beinhalten auch eine Stadtrundfahrt bei Nacht. Und so setze ich mich aufs Oberdeck eines offenen Busses und fahre durch ganz Manhattan und Teile Brooklyns und geniesse all die Lichter. Und schlafe danach schnell ein.

Den zweiten Tag beginne ich mit einer Tour durch Brooklyn. Diese Gegend ist heute sehr beliebt für viele Familien, denen Manhattan zu hektisch ist, die aber trotzdem in der Nähe des Zentrums bleiben möchten. Und zudem hat sich auch dieses Quartier zu einem belebten Treffpunkt gemausert. Die Sonne scheint und so starte ich gemütlich in den Tag. Um die Freiheitsstatue zu besuchen braucht man einiges im Vornherein zu buchen, doch die Fähre zur Staten Island fährt an den Inseln vorbei und kostet nicht einmal etwas. Und so stehe ich abermals mit vielen Touristen auf der Fähre, geniesse aber die Fahrt. Und der Vorteil ist, dass man so sehr schnell ins Gespräch kommt und so habe ich eine nette Begleitung für den Rest des Tages.

Zurück in Manhattan steht die Wall Street und dann der Besuch des Empire State Buildings auf dem Programm. Wir gelangen durch ein kleines Labyrinth an Antstehgassen - welche aber zu unserem Glück ziemlich leer sind - zum Lift und fahren in die Höhe. Die Aussicht von oben ist begeisternd :-) Das ganze Ausmass der Stadt mit dem Central Park, bis hin zum Hudson und East River und weit darüber hinaus wird sichtbar. Der Wind weht noch viel stärker hier oben, aber die Aussicht macht ihn erträglich...

Da ich nur wenige Tage in dieser vielseitigen Stadt bin und doch möglichst viel(seitiges) erleben möchte, laufe ich mir weiter etwas die Beine wund. Ein Kilometerzähler für die Tage wäre spannend gewesen... Ich mache mich auf den Weg zur sogenannten High Line. Dies ist die Trasse einer ehemaligen Hochbahn, welche für die Erschliessung des Industriegebietes gebaut wurde. Letzteres ist nicht mehr im Betrieb, so dass das Trasse nun zu einem Park umfunktioniert wurde, welcher in mehr oder weniger grosser Höhe durch das Quartier führt. Hier finden sich noch einige Industrieruinen im originalen Zustand, doch einige wurden auch bereits aufwändig renoviert und in teure Wohnlagen umfunktioniert und einiges bleibt für den Park und somit für die Öffentlichkeit erhalten. Eindrücklich :-)

Es zeigt sich hier ein weiteres Mal - und viele weitere Gebiete werden noch folgen, zum Teil von mir besucht, zum Teil auch nicht - wie viele Regionen dieser Stadt einen grundlegenden und zum Teil auch schnellen Wandel hinter, oder zum Teil noch vor sich, haben. Die Gentrifizierung findet hier noch in einem ganz anderen Massstab statt, als dass wir dies aus Zürich oder wohl (fast) ganz Europa kennen. Dazu kommt, dass die sogenannten Brownstones eine für die USA besonders wertvolle Bausubstanz darstellen, da es sonst an alten Gebäuden ja nicht so viele hat wie in Europa. Aber diese Bauten des Industriezeitalters weisen auch bei uns eine Schön- und Wichtigkeit auf.

Den Abschluss des Tages bildet ein Spaziergang und eine Pub Crawl durch das Greenwich Village. Hier gibt es jede Menge Restaurants und Bars, was die Gegend zu einem beliebten Treffpunkt für den Abend macht. Wir sind eine bunt gemischte Truppe und bewegen uns durch einige nette Bars. Da die U-Bahn 24 Stunden fährt, ist auch das Nachhausekommen nie ein Problem :-)

Der dritte Tag beginnt wieder mit einer gemütlichen Rundfahrt. Diesmal ist Harlem angesagt. Das ehemals "schwarze" Quartier und Keimstätte von vielen Künstlern ging vor einigen Jahrzehnten so richtig "den Bach runter", dass ein Haus bereits für einen Dollar zu kaufen war. Doch dieses auch zu bewohnen sei lebensgefährlich gewesen, Gangs und Drogendealer hätten das Quartier beherrscht. Heute ist es ebenfalls ein quirliges und farbiges Quartier, in welchem die besagten Häuser heute Millionen von Dollar kosten. Das wäre ein gutes Geschäft gewesen...

Im Anschluss laufe ich durch die ethnischen Quartiere Little Korea, Little Italy - wo ich den Mittagshalt einplane ;-) - und Chinatown. Die Stadt bietet eine grosse Vielfalt auf kleinem Raum, wenn auch vieles zumindest heute mehr als Kulisse erscheint. Via das schön gestaltete und in meinen Augen gelungene Memorial zu den Anschlägen des 11. Septembers laufe ich zum Hudson und mache entspannt Pause auf einer Bank und lese etwas. Ich merke, dass die Geschwindigkeit in den letzten Tagen und Stunden doch sehr hoch war. So geniesse ich die Pause und kehre nachher zur Fähre nach Staten Island zurück, um das ganze auch noch bei Nacht zu sehen. Unterwegs treffe ich einen netten Holländer, der grad in den letzten Zügen seiner 5-wöchigen USA-Reise ist. So erhalte ich viele spannende Tipps für meine weiteren Wochen. Wir platzieren uns auf eine Bank und geniessen die Aussicht über die Skyline in der Dämmerung und bei Nacht.

Als Abschluss schlendere ich noch durchs East Village, eine Gegend ähnlich des Greenwich Village mit vielen netten Lokalen zum einkehren und betrachten. Zurück im Hostel steht dann noch eine kleine online-Recherche an... Wie es der Zufall will, sind zwei Bekannte, die ich in Zanzibar getroffen hatte, grad in der Stadt und so bleibe ich noch einen Tag, um sie zu treffen. Doch leider ist die Stadt ausgebucht... Es ist ein verlängertes Wochenende hier, so dass wohl sehr viele einheimische Touristen in die Stadt kommen werden. Ich suche und suche und finde mit viel Glück noch ein teures Bett in einem 10er-Dorm... Doch nun ist schlafen angesagt...

Nur um am Morgen ein Mail zu erhalten mit der Nachricht, dass das Bett bereits gebucht sei, da es ein Problem mit der Informatik gegeben habe... Naja, ich finde mit Mühe immerhin noch ein anderes, dann halt teures Hotel. Und als ich da auftauche, merke ich, dass sich in der Zeit zwischen der Recherche und der Ankunft der Preis nochmals um 30 Dollar verteuert hat. Die Bestätigung online hätte sich gelohnt... Aber so habe ich doch auch wieder was gelernt ;-)

Dieser ungeplante zusätzliche Tag ermöglicht es mir noch, den Tag ganz entspannt - zumindest nun, da das Zimmer gebucht ist - anzugehen. So sitze ich nun in einem schönen Park inmitten von Menschen und Hochhäusern, lese gemütlich, suche mögliche Routen für morgen und die nächsten Tage, und schreibe mal mein Tagebuch nach, damit Ihr was zu lesen habt :-)

Den Nachmittag verbringe ich dann mit den Freunden, ich bin sehr gespannt, was sie vor haben. Sie haben nur von einem Food Adventure geschrieben :-) Ich freue mich auf das Wiedersehen, es gibt ja einiges zu erzählen seit dem Sonnenuntergang in Zanzibar...

Samstag, 4. Oktober 2014

Kännelalp

Die Berge rufen! Wir beginnen unsere Arbeitswoche auf der Kännelalp, welche im Glarerland oberhalb von Mollis gelegen ist. Eine erste Gruppe trifft sich in Zürich und entlang der Bahnstrecke steigen mehr und mehr Schülerinnen und Schüler zu, so dass wir in Näfels komplett sind :-) Da treffen wir den Förster, welcher für unsere Woche verantwortlich ist und fahren mit Kleinbussen die engen Kurven hinauf in Richtung Kännelalp, welche auf einer Terrasse oberhalb des Tales gelegen ist. 

Das Wetter meint es gut mit uns, und so geniessen wir die schöne Aussicht auf die umliegenden Berge und die Weite der Linthebene. Wir beziehen die Zimmer und vertreiben uns die Zeit bis zum Abendessen mit Tischtennis, "Töggelä", Spielen oder Plaudereien. Wir kochen selbst und so ist eine erste Gruppe auch bereits fleissig am rüsten und schälen, mixen und kochen. Es herrscht eine aufgeräumte Stimmung und so geht der ganze Abend mit Essen und weiteren Spielen weiter.

Am nächsten Morgen sind alle gespannt, was denn nun tatsächlich auf uns warten würde... Wir begeben uns um 8.00 zum Stall und treffen da auf die beiden Forstwarte, welche uns vor Ort begleiten werden. Wir teilen uns in zwei Gruppen auf und sehen die Alp, welche zu weiten Teilen von Haseln und Eschen bewachsen war. Diese liegen bereits gefällt auf der Wiese, so dass unsere Aufgabe darin besteht, all diese Äste etc. zu sammeln und in einem grossen Feuer zu verbrennen. Ein Spass für alle Pyromanen unter uns. Da es am Morgen noch etwas kühl ist, sind einige auch froh um die Wärme, welche die Feuer abgeben. Das Wetter meint es auch heute noch gut mit uns und wir geniessen das sonnige Herbstwetter während der Arbeit. Diese ist durchaus streng, vor allem da wir meist im mehr oder weniger steilen Hang stehen und gehen, so dass bei den ersten die Waden bereits am Montag-Abend bemerkbar machen... Eine solche Arbeit ist für die meisten eine neue Erfahrung und auch Herausforderung, da wir körperlich aktiv sind, jedoch keine grosse Denkleistung vonnöten ist und der Tag ziemlich monoton ist. Daher kommen dann auch schnell die ersten Fragen, ob denn alle Tage so aussehen würden. Mit grosser Wahrscheinlichkeit ja... Und doch ist die Klasse mit grossem Engagement dabei :-)

Am Abend ist eine erste Müdigkeit spürbar, doch der Übermut ist für den Moment stärker. Die Kochgruppe hat wieder ihr bestes gegeben und so schmausen wir lecker und aufgrund der guten Arbeit darf natürlich auch ein Dessert nicht fehlen :-) Im Anschluss ist wieder Zeit für Spiele und viele versuchen, die bösen Werwölfe auszumachen, die in ihrer Runde ihr Unwesen treiben.

Am zweiten Tag meint es das Wetter leider nicht mehr ganz so gut mit uns und unseren zwei Geburtstagskindern. Der Vormittag ist erst bedeckt, doch am Nachmittag regnet es mehr oder weniger stark, was etwas auf die Motivation schlägt. Doch mit etwas gutem Zureden und der Aussicht auf Chips zum Zvieri läuft es abermals rund. Und nach einer warmen Dusche ist die Welt ohnehin wieder in Ordnung ;-)

Die Aussicht auf einen arbeitsfreien Nachmittag erleichtert das Aufstehen am Mittwoch. Der Himmel ist grau und immer wieder regnet es, so dass es etwas mehr Überwindung braucht, abermals in den Hang zu stehen und weiter Äste zu sammeln. Im Nassen bringt auch die Pause nicht mehr die gleiche Erholung, da das Dösen in der Wiese nicht mehr besonders attraktiv ist. Doch wir halten alle durch und anstatt des üblichen Lunchs aus dem Frischhaltesack stärken wir uns mit leckeren Teigwaren im Haus und können uns auch wieder aufwärmen und bereit machen für die "Zivilisation" im Tal. Zuerst steht freie Zeit auf dem Programm, bevor wir uns im Bowling und Billard versuchen. Erinnerungen an den Erstklässertag werden wach ;-) Heute müssen wir auch nicht selbst kochen, sondern überlassen dies gerne dem Pizzaiolo!

Der Donnerstag ist der letzte volle Arbeitstag. Die Pause vom Mittwoch-Nachmittag hat uns gut getan und wir kommen sehr gut voran. Immer wieder greifen die Forstwarte zur Säge, da wir all das vorbereitete Geäst bereits wieder abgeräumt haben. Auch die Sonne wärmt uns wieder und es fühlt sich bereits etwas nach Endspurt an. Auch dies bringt zusätzliche Energie! Diese hält sich dann auch bis zum Abend, schliesslich ist es der letzte gemeinsame Abend auf der Alp. Und so wird nochmals genutzt für Spiele und Plaudereien.

Und so ist die Woche am Freitag-Mittag zu Ende. Wir sind alle sehr müde, aber auch stolz auf die geleistete Arbeit und auf den reibungslosen Ablauf der Woche. Nun sind für alle Ferien angesagt!