Hier finden sich in loser Folge immer wieder Berichte von Reiseerlebnissen. Ab dem 7. Februar 26 bin ich in Senegal und Gambia unterwegs, so dass hier während der nächsten beiden Wochen meine Eindrücke zu finden sein werden. In den Posts vom Sommer 24 bis zum Februar 25 finden sich die Erlebnisse unserer halbjährigen Reise. P.S. Die gesammelten Berichte der Weltreise 2014 und der Reise in die Antarktis etc. finden sich als pdf-Link bei den Daten und 17. 9. 2021 und 21. 3. 2023
Montag, 22. September 2014
Sonntag, 21. September 2014
Bye Bye Africa
Wow... zwei Monate in Afrika, in so unterschiedlichen Ländern wie Tanzania, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia und South Africa. So viele Erlebnisse, Eindrücke, Begegnungen, Bilder etc. etc. Und doch so schnell vorbei. Zumindest im Rückblick...
Oftmals habe ich mich gefragt, ob ich besser den umgekehrten Weg gegangen wäre, mit Beginn im Süden und der Heimkehr ab Tanzania. So hätte ich mich dem Kontinent sanfter nähern können. Doch ich denke, dass diese Variante eine sehr gelungene war. Der Beginn mit all den netten Menschen in Kisimiri und Arusha, Natur pur in der Serengeti und am Ngorongoro-Krater, einigen Tagen alleine in den Städten und auf den Strassen und dann den doch anderen Eindrücken an den zauberhaften Stränden Zanzibars. So war ich so richtig und heftig in Afrika angekommen, genoss die erwähnten Eindrücke und Begegnungen, war ab und an auch überfordert mit all dem Neuen, hatte aber auch genügend Zeit, um all das zu er- und verarbeiten.
Dann die Wechsel der Welten in Johannesburg, auch mit dem Entdecken der vielen Welten, die da nebeneinander exisitieren und dann Naturerlebnisse und Landschaften der besonderen Klasse, die ich mit tollen Menschen im Truck teilen durfte. Nun alles organisiert, "einfach" und in funktionierender touristischer Infrastruktur. Und dann der Abschluss in Cape Town, dieser tollen und auch europäisch anmutenden Stadt am Kap, welche mir die Heimkehr zum einen erschwert, zum anderen aber auch erleichtert. Der Schritt von hier nach Zürich ist bedeutend kleiner als von Cape Town nach Dar es Salaam. So ist es auch etwas ein "fade out" des ganzen Trips, verstärkt durch das etappenweise Abreisen meiner "Bus-Gspänli". Doch ich genoss auch diese Tage allein in der Stadt und im Auto. Diese ermöglichten mir, diese ganzen zwei Monate nochmals Revue passieren zu lassen. So dass ich mich nun gut gerüstet und bereit fühle, um nach Hause zu kommen - und um dann in zweieinhalb Wochen in Richtung Westen aufzubrechen :-)
Doch zuerst freue ich mich auf zu Hause, auf Zürich und Glarus und all die lieben Menschen, die ich zuletzt nur mehr digital gehört respektive gelesen habe. Ich freue mich auf Euch!
Oftmals habe ich mich gefragt, ob ich besser den umgekehrten Weg gegangen wäre, mit Beginn im Süden und der Heimkehr ab Tanzania. So hätte ich mich dem Kontinent sanfter nähern können. Doch ich denke, dass diese Variante eine sehr gelungene war. Der Beginn mit all den netten Menschen in Kisimiri und Arusha, Natur pur in der Serengeti und am Ngorongoro-Krater, einigen Tagen alleine in den Städten und auf den Strassen und dann den doch anderen Eindrücken an den zauberhaften Stränden Zanzibars. So war ich so richtig und heftig in Afrika angekommen, genoss die erwähnten Eindrücke und Begegnungen, war ab und an auch überfordert mit all dem Neuen, hatte aber auch genügend Zeit, um all das zu er- und verarbeiten.
Dann die Wechsel der Welten in Johannesburg, auch mit dem Entdecken der vielen Welten, die da nebeneinander exisitieren und dann Naturerlebnisse und Landschaften der besonderen Klasse, die ich mit tollen Menschen im Truck teilen durfte. Nun alles organisiert, "einfach" und in funktionierender touristischer Infrastruktur. Und dann der Abschluss in Cape Town, dieser tollen und auch europäisch anmutenden Stadt am Kap, welche mir die Heimkehr zum einen erschwert, zum anderen aber auch erleichtert. Der Schritt von hier nach Zürich ist bedeutend kleiner als von Cape Town nach Dar es Salaam. So ist es auch etwas ein "fade out" des ganzen Trips, verstärkt durch das etappenweise Abreisen meiner "Bus-Gspänli". Doch ich genoss auch diese Tage allein in der Stadt und im Auto. Diese ermöglichten mir, diese ganzen zwei Monate nochmals Revue passieren zu lassen. So dass ich mich nun gut gerüstet und bereit fühle, um nach Hause zu kommen - und um dann in zweieinhalb Wochen in Richtung Westen aufzubrechen :-)
Doch zuerst freue ich mich auf zu Hause, auf Zürich und Glarus und all die lieben Menschen, die ich zuletzt nur mehr digital gehört respektive gelesen habe. Ich freue mich auf Euch!
Robben Island
Wow, der letzte Tag in Afrika... Der Rucksack ist gepackt, der Flug geht abends um 23.25, so dass ich noch einen letzten Tag verbringen kann.
Ich laufe durch die am Morgen noch leere Stadt in Richtung Waterfront, von wo mein Boot zur Robben Island gehen wird. Ich dachte, der Marathon würde ein ziemlicher Event sein, doch weit gefehlt, die Atmosphäre erinnert mich eher an den Stadtlauf von Glarus... Ich kann sogar teilweise auf der selben Strecke spazieren, auf welcher die Läuferinnen und Läufer unterwegs sind. Doch alles halb so wild, bis gestern wusste ich ja nicht einmal, dass es diesen Marathon gibt. So finde ich mich dann früh genug am Pier wieder und lese mich durch die Aushänge des Museums. Diese Insel hat eine bewegte Geschichte, sie wurde ursprünglich als Versorgungsort der holländischen Seefahrer genutzt, um später immer wieder als Gefängnis und als Ort für Kranke - allen voran Lepra- oder psychisch Kranke - zu dienen.
Die Fahrt zur Insel dauert 30 Minuten und in der Frühlingssonne ist diese Überfahrt sehr angenehm und bietet zudem beste Blicke zurück auf die Stadt und die Umgebung. Angekommen vor Ort führt uns ein ehemaliger Häftling durch die Zellen. Er wurde 1983 verraten, als er Teil einer Guerilla-Bewegung war, die sich gegen das Apartheids-Regime wehrte. Er verbrachte sieben Jahre in diesem Gefängnis auf der Insel und spricht nun mit fester und entschlossener Stimme, um uns diese Zeit vor Augen zu führen. Es ist ein beklemmendes Gefühl, nun hier zu sein, im Wissen, dass noch vor nicht allzu langer Zeit hier die politisch Verfolgten des Apartheits-(Unrechts-)Regimes einsassen. Doch wir erfahren auch von kreativen Ideen der Insassen, welche den Alltag hier zumindest ein wenig erträglicher machten. Vieles der Geschichte habe ich bereits in den letzten Wochen kennen gelernt, doch auf einmal inmitten dieser Umgebung zu sein, fühlt sich doch besonders an.
Im Anschluss geht es zurück in die Stadt und ich habe keine grossen Ziele mehr, was ich denn unbedingt noch sehen müsste. So kaufe ich mir ein Ticket der roten Hop-on-hop-off-Busse, die es mittlerweile in ganz vielen Städten gibt und mache mich auf eine kleine Tour um die Stadt. Vielleicht hat mir ja auch ganz einfach das Busfahren gefehlt in den letzten Tagen ;-)
Ich steige im Kirstenbosch Botanical Garden kurz aus und bestaune die Vielfalt der Blumen die hier gehegt und gepflegt werden. Das Cape Floral Kingdom ist eines von nur sechs solcher Kingdoms weltweit und ist mit Abstand das Kleinste, aber sehr sehr artenreich. Und eine grosse Vielfalt ist hier besonders gepflegt zu finden. Viele Einheimische nutzen diesen Park als Ort für ihr Sonntagspicknick, so dass die Stimmung sehr aufgeräumt ist.
Nach diesem Abstecher geht die Fahrt weiter rund um den Table Mountain und durch die Weintäler des Hinterlandes. Den nächsten Stopp lege ich in Houts Bay ein, wo ich auf meiner Tour durch die Cape Peninsula bereits einen Frühstückshalt machte. An diesem sonnigen Frühlingssonntag ist die Stimmung ganz anders, viele Menschen tummeln sich am Strand und einige wagen sich sogar ins (kalte!) Wasser. Ich suche mir einen netten Ort und geniesse zum Abschluss noch einmal leckere Fish und Chips :-) Und gucke in die sonnenbestrahlte Bucht und höre einer Band zu, die live Musik spielt. Dies ist doch ein schöner Abschluss. Eigentlich wollte ich nachher zurück, doch der Sonnenuntergang wird immer farbenfroher, so dass ich in Camps Bay abermals aussteige. Hier war ich gestern zum Frühstück, doch am Sonntagnachmittag wird der Ort noch viel hipper... So suche ich mir ein Tischchen, um den Sonnenuntergang über dem Strand und all die ach so wichtigen Menschen zu beobachten - herrlich ;-) Abermals ein guter Ort, um diese zwei Monate gemütlich ausklingen zu lassen!
Dann heisst es nur noch, ein Taxi zuerst zurück ins Hostel und dann an den Flughafen zu nehmen... Und so sitze ich nun am Gate, warte auf meinen Flieger... Und freue mich aber auch auf zu Hause :-)
Ich laufe durch die am Morgen noch leere Stadt in Richtung Waterfront, von wo mein Boot zur Robben Island gehen wird. Ich dachte, der Marathon würde ein ziemlicher Event sein, doch weit gefehlt, die Atmosphäre erinnert mich eher an den Stadtlauf von Glarus... Ich kann sogar teilweise auf der selben Strecke spazieren, auf welcher die Läuferinnen und Läufer unterwegs sind. Doch alles halb so wild, bis gestern wusste ich ja nicht einmal, dass es diesen Marathon gibt. So finde ich mich dann früh genug am Pier wieder und lese mich durch die Aushänge des Museums. Diese Insel hat eine bewegte Geschichte, sie wurde ursprünglich als Versorgungsort der holländischen Seefahrer genutzt, um später immer wieder als Gefängnis und als Ort für Kranke - allen voran Lepra- oder psychisch Kranke - zu dienen.
Die Fahrt zur Insel dauert 30 Minuten und in der Frühlingssonne ist diese Überfahrt sehr angenehm und bietet zudem beste Blicke zurück auf die Stadt und die Umgebung. Angekommen vor Ort führt uns ein ehemaliger Häftling durch die Zellen. Er wurde 1983 verraten, als er Teil einer Guerilla-Bewegung war, die sich gegen das Apartheids-Regime wehrte. Er verbrachte sieben Jahre in diesem Gefängnis auf der Insel und spricht nun mit fester und entschlossener Stimme, um uns diese Zeit vor Augen zu führen. Es ist ein beklemmendes Gefühl, nun hier zu sein, im Wissen, dass noch vor nicht allzu langer Zeit hier die politisch Verfolgten des Apartheits-(Unrechts-)Regimes einsassen. Doch wir erfahren auch von kreativen Ideen der Insassen, welche den Alltag hier zumindest ein wenig erträglicher machten. Vieles der Geschichte habe ich bereits in den letzten Wochen kennen gelernt, doch auf einmal inmitten dieser Umgebung zu sein, fühlt sich doch besonders an.
Im Anschluss geht es zurück in die Stadt und ich habe keine grossen Ziele mehr, was ich denn unbedingt noch sehen müsste. So kaufe ich mir ein Ticket der roten Hop-on-hop-off-Busse, die es mittlerweile in ganz vielen Städten gibt und mache mich auf eine kleine Tour um die Stadt. Vielleicht hat mir ja auch ganz einfach das Busfahren gefehlt in den letzten Tagen ;-)
Ich steige im Kirstenbosch Botanical Garden kurz aus und bestaune die Vielfalt der Blumen die hier gehegt und gepflegt werden. Das Cape Floral Kingdom ist eines von nur sechs solcher Kingdoms weltweit und ist mit Abstand das Kleinste, aber sehr sehr artenreich. Und eine grosse Vielfalt ist hier besonders gepflegt zu finden. Viele Einheimische nutzen diesen Park als Ort für ihr Sonntagspicknick, so dass die Stimmung sehr aufgeräumt ist.
Nach diesem Abstecher geht die Fahrt weiter rund um den Table Mountain und durch die Weintäler des Hinterlandes. Den nächsten Stopp lege ich in Houts Bay ein, wo ich auf meiner Tour durch die Cape Peninsula bereits einen Frühstückshalt machte. An diesem sonnigen Frühlingssonntag ist die Stimmung ganz anders, viele Menschen tummeln sich am Strand und einige wagen sich sogar ins (kalte!) Wasser. Ich suche mir einen netten Ort und geniesse zum Abschluss noch einmal leckere Fish und Chips :-) Und gucke in die sonnenbestrahlte Bucht und höre einer Band zu, die live Musik spielt. Dies ist doch ein schöner Abschluss. Eigentlich wollte ich nachher zurück, doch der Sonnenuntergang wird immer farbenfroher, so dass ich in Camps Bay abermals aussteige. Hier war ich gestern zum Frühstück, doch am Sonntagnachmittag wird der Ort noch viel hipper... So suche ich mir ein Tischchen, um den Sonnenuntergang über dem Strand und all die ach so wichtigen Menschen zu beobachten - herrlich ;-) Abermals ein guter Ort, um diese zwei Monate gemütlich ausklingen zu lassen!
Dann heisst es nur noch, ein Taxi zuerst zurück ins Hostel und dann an den Flughafen zu nehmen... Und so sitze ich nun am Gate, warte auf meinen Flieger... Und freue mich aber auch auf zu Hause :-)
Samstag, 20. September 2014
Camps Bay
Die versprochene Sonne ist da! Wolkenlos präsentiert sich der Himmel und die Stadt wird von den ersten Sonnenstrahlen beschienen. Die letzten beiden Tage möchte ich einfach nochmals die Stadt und das Meer geniessen und da ich das Auto noch habe, fahre ich als erstes zum Strand fürs Frühstück. Doch muss ich feststellen, dass die Cafés noch im Schatten sind und so geht's erstmal weiter an die V&A-Waterfront. Diese hatte ich bisher erst bei Nacht gesehen und so möchte ich mir bei Tag ein genaueres Bild davon machen.
Die ganze Gegend ist aufwändig in ein Paradies für Touristen umgewandelt worden. In den alten Hafenhäusern finden sich luxuriöse Restaurants und teure Shops und zusätzlich sind mehrere Einkaufszentren mit weiteren Restaurants und Läden und Hotels erstellt worden. So wirkt das Ambiente künstlich, aber durchaus schön. Man kann hier gut gemütlich Zeit verbringen und das Wasser, die Aussicht auf die Stadt und den Tafelberg und ein leckeres Essen geniessen. Von hier gehen auch die Schiffe auf die Robben Island, die Insel, auf welcher Nelson Mandela während 27 Jahren eingekerkert war. Die Touren sind oftmals ausgebucht, doch ich kann mir ein Ticket für morgen ergattern :-)
Im Anschluss fahre ich zurück zu den ehemals im Schatten gelegenen Cafés und nun kann ich an der Sonne mit Blick auf den Strand ein nettes Frühstück geniessen. Die Frühlingssonne hat bereits einige Kraft und so strömen immer mehr Menschen an den Strand. Zudem hat es unglaublich viele Jogger in der Gegend. Etwas später entdecke ich das Schild mit der Info, dass morgen der Cape Town Marathon stattfinden wird. Das erklärt wohl das eben beschriebene... Ich bleibe länger an dem Ort, lasse die Sonne auf mich scheinen und beobachte das Meer und amüsiert auch die Szenen um mich herum. Es scheint ein Ort fürs beliebte Spiel "sehen und gesehen werden" zu sein. Da spiele ich doch in der Rolle des Beobachters gerne mit :-) Und habe einen herrlichen Ort, um mich auch wieder meinem Tagebuch zu widmen. Ohnehin habe ich mir für heute kein grosses Programm mehr vorgenommen, und so bleibe ich um einiges länder da sitzen, als ursprünglich erwartet ;-) Die Vielfalt der Landschaften um die Stadt scheint mir die grösste Anziehungskraft zu sein. Die Stadt als solche ist nett, aber das ganze Drumherum macht die Destination einzigartig!
In den letzten 8 Wochen habe ich noch kein einziges Souvenir gekauft, so dass dies nun noch nachgeholt werden soll. Ich kaufe mir eine kleine Vespa, die aus gebrauchten Cola-Dosen hergestellt wurde und einige andere Kleinigkeiten. Zudem ein "Masaai-Blanket", welches unsere Guides in allen möglichen und unmöglichen Situationen getragen haben... Ich bin dann aber froh, die Märkte wieder zu verlassen, das Feilschen überlasse ich jeweils lieber den anderen, aber es hat trotzdem einigermassen gut geklappt...
Die Waterfront scheint länger Sonne zu haben als die Quartiere in der City Bowl und so kehre ich dahin zurück. Und im späten Nachmittag ist diese sehr sehr gut besucht. Je mehr Menschen da sind, desto mehr scheint es mir etwas Disney-Land-mässig, aber ich finde ein nettes Restaurant am Wasser mit Blick auf den besonnten Tafelberg und geniesse die letzten Sonnenstrahlen.
Das Abendprogramm wird von meinem Rucksack bestimmt ;-) Ich bin eingermassen müde und auch voller Eindrücke, so dass ich mich auf einen ruhigen Abend freue, um alles etwas setzen zu lassen. Und meinen Rucksack zu packen, da dies meine letzte Nacht in Cape Town sein wird. Da mein Flug erst morgen spätabends gehen wird, habe ich morgen nochmals Zeit für die Stadt, aber ich bin auch bereit, nach Hause zu kommen.
Die ganze Gegend ist aufwändig in ein Paradies für Touristen umgewandelt worden. In den alten Hafenhäusern finden sich luxuriöse Restaurants und teure Shops und zusätzlich sind mehrere Einkaufszentren mit weiteren Restaurants und Läden und Hotels erstellt worden. So wirkt das Ambiente künstlich, aber durchaus schön. Man kann hier gut gemütlich Zeit verbringen und das Wasser, die Aussicht auf die Stadt und den Tafelberg und ein leckeres Essen geniessen. Von hier gehen auch die Schiffe auf die Robben Island, die Insel, auf welcher Nelson Mandela während 27 Jahren eingekerkert war. Die Touren sind oftmals ausgebucht, doch ich kann mir ein Ticket für morgen ergattern :-)
Im Anschluss fahre ich zurück zu den ehemals im Schatten gelegenen Cafés und nun kann ich an der Sonne mit Blick auf den Strand ein nettes Frühstück geniessen. Die Frühlingssonne hat bereits einige Kraft und so strömen immer mehr Menschen an den Strand. Zudem hat es unglaublich viele Jogger in der Gegend. Etwas später entdecke ich das Schild mit der Info, dass morgen der Cape Town Marathon stattfinden wird. Das erklärt wohl das eben beschriebene... Ich bleibe länger an dem Ort, lasse die Sonne auf mich scheinen und beobachte das Meer und amüsiert auch die Szenen um mich herum. Es scheint ein Ort fürs beliebte Spiel "sehen und gesehen werden" zu sein. Da spiele ich doch in der Rolle des Beobachters gerne mit :-) Und habe einen herrlichen Ort, um mich auch wieder meinem Tagebuch zu widmen. Ohnehin habe ich mir für heute kein grosses Programm mehr vorgenommen, und so bleibe ich um einiges länder da sitzen, als ursprünglich erwartet ;-) Die Vielfalt der Landschaften um die Stadt scheint mir die grösste Anziehungskraft zu sein. Die Stadt als solche ist nett, aber das ganze Drumherum macht die Destination einzigartig!
In den letzten 8 Wochen habe ich noch kein einziges Souvenir gekauft, so dass dies nun noch nachgeholt werden soll. Ich kaufe mir eine kleine Vespa, die aus gebrauchten Cola-Dosen hergestellt wurde und einige andere Kleinigkeiten. Zudem ein "Masaai-Blanket", welches unsere Guides in allen möglichen und unmöglichen Situationen getragen haben... Ich bin dann aber froh, die Märkte wieder zu verlassen, das Feilschen überlasse ich jeweils lieber den anderen, aber es hat trotzdem einigermassen gut geklappt...
Die Waterfront scheint länger Sonne zu haben als die Quartiere in der City Bowl und so kehre ich dahin zurück. Und im späten Nachmittag ist diese sehr sehr gut besucht. Je mehr Menschen da sind, desto mehr scheint es mir etwas Disney-Land-mässig, aber ich finde ein nettes Restaurant am Wasser mit Blick auf den besonnten Tafelberg und geniesse die letzten Sonnenstrahlen.
Das Abendprogramm wird von meinem Rucksack bestimmt ;-) Ich bin eingermassen müde und auch voller Eindrücke, so dass ich mich auf einen ruhigen Abend freue, um alles etwas setzen zu lassen. Und meinen Rucksack zu packen, da dies meine letzte Nacht in Cape Town sein wird. Da mein Flug erst morgen spätabends gehen wird, habe ich morgen nochmals Zeit für die Stadt, aber ich bin auch bereit, nach Hause zu kommen.
Hermanus & Stellenbosch
Meine heutige Tagestour soll mich in den Osten führen. Das erste Ziel ist die Küstenstrasse nach Hermanus. Die Fahrt auf der Autobahn aus der Stadt zeigt mir deutlich, wie gross die Stadt ist, und vor allem, wie viele Townships diese Stadt neben den schönen Innenstadt-Gebieten auch aufweist... Diese erstrecken sich bis 30 Kilometer der Autobahn entlang. Und da die Autobahn die direkteste Verbindung in die Stadt ist, finden sich auch viele Fussgänger neben oder auch auf der Strasse...! Da muss ich mich erst dran gewöhnen.
Dabei wird mir auch sehr klar, dass der Städtebau der Apartheid bis heute deutlich spürbare Nachwirkungen hat. Politik, die in Beton gegossen wird, überdauert länger... Das Ziel war, die Städte "weiss" zu halten, "schwarze" durften nur zur Arbeit in die Stadt und solche, die keine Stelle hatten, mussten eine schriftliche Erlaubnis zum Betreten der Stadt beantragen. Die ganze Bevölkerung wurde in vier Kategorien eingeteilt: "whites", "coloureds", "asian/indian", "blacks". In dieser Reihenfolge hatten die unterschiedlichen Gruppen abnehmende Rechte. Da dies die Basis für das soeben und in der Folge beschriebene ist, werde ich diese Begrifflichkeiten auch für die Beschreibung verwenden.
Da die Schwarzen als Arbeitskräfte benötigt wurden, diese aber nicht in der Stadt leben durften, fand eine gewaltige Welle von Umsiedlungen in neu gebaute, dürftig ausgestattete Townships statt. Soweto in Johannesburg, über welches ich vor einigen Wochen geschrieben hatte, war die grösste dieser Townships. Ähnliche Gebiete wurden für die Farbigen und die Indians geschaffen. Obschon das Land seit 1994, also seit 20 Jahren eine funktionierende Demokratie mit gleichen Rechten für alle ist, leben die Bevölkerungsgruppen auch heute noch stark segregiert. Es ist zwar so, dass sich wohlhabendere Schwarze mittlerweile in ehemals rein weisse Quartiere einkaufen, doch die ehemaligen Townships sind noch weitgehend unverändert. Weisse, welche wirtschaftliche Probleme haben, suchen ihr Glück oftmals in anderen Ländern, vor allem in Australien und Neuseeland.
Dies hat zur Folge, dass in vielen Städten - JoBurg einmal ausgenommen - das Stadtbild von überproportional vielen Weissen und besser gestellten Schwarzen dominiert wird. Jedoch arbeiten in den meisten Läden und Restaurants Schwarze. Dazu kommen noch Bettler u.ä. Dies lässt den Besucher glauben, in der "ersten" Welt zu sein, doch der HDI spricht eine andere Sprache. Und sobald man sich eben die Dimension der für die meisten Touristen unsichtbaren Wohngebiete der Schwarzen vor Augen führt, erklärt dies so einiges...
Doch wie gesagt, dies bleibt meistens im nicht oder wenig sichtbaren Bereich, und so ist es auch bei meinen Tagen in der Stadt... Daher zurück zum Tag. Nach dem Durchfahren der letzten Ausläufer der Stadt zweige ich nach rechts ab, um ans Meer zu gelangen. Es gibt zwei Möglichkeiten, weiter nach Osten zu gelangen. Über den Berg, oder darum herum. Die Küstenstrasse führt mehr oder weniger darum herum und bietet tolle Ausblicke. In den schroffen Fels am Meer gehauen, führt sie der Küste entlang immer weiter. Die Gegend ist von einigen kleinen Dörfern an Buchten weitgehend unbewohnt und wiederum von karger Schönheit. Erste Blumen blühen und bereichern die ohnehin schon vielfältigen Farben noch weiter. Das Wetter ist immer noch wechselhaft, doch scheint sich der Himmel doch mehr und mehr aufzuhellen. Fürs Wochenende ist dann ohnehin Sonne angesagt, ich bin optimistisch :-)
Schliesslich erreiche ich Hermanus, eine kleine Hafenstadt, die sich rühmt, der beste Ort zu sein, um Wale vom Land aus zu beobachten. Es gibt sogar einen "Whale Crier", der sich bemerkbar macht, wenn Wale zu sehen sind. Und so sind es einige, die sich da treffen - sowohl Wale als auch Touristen! Auch die Küstenlinie ist sehr schön, so dass ich mir eine Bank schnappe und abwechselnd Wale oder Touristen beobachte oder einfach nur die Aussicht geniesse.
Der Heimweg führt mich über Stellenbosch. Dies ist eine der ältesten Städte des Landes und heute vor allem als Universitätsstadt im ganzen Land bekannt. Beides zeigt sich auch im Stadtbild. Zum einen sind einige schöne alte Gebäude zu sehen und zum anderen sind viele Studierende in den Strassen unterwegs. Diese beiden Zutaten führen dann auch zu einer Vielzahl von Cafés und Bars in schönem Ambiente. So schlendere ich durch die Strassen und finde dann auch ein sehr nettes Café für Tee und Kuchen ;-) Die Gegend um Stellenbosch ist als Weingegend berühmt und sehr schön. Doch leider ist der September auf der südlichen Halbkugel weniger ideal für Fahrten durch die Weinberge als bei uns.
Kurz vor Sonnenuntergang fahre ich zurück nach Cape Town und sehe nun die ganze Schönheit der Stadt und Umgebung vor meinen Augen. Leider ist es nicht wirklich möglich, Fotos zu machen während man auf der Autobahn fährt und so versuche ich einfach, möglichst viele dieser Eindrücke abzuspeichern. Die tiefe Sonne lässt alles goldig schimmern und seit langem zeigt sich auch der Tafelberg wieder einmal unverhüllt :-)
Ausklingen lasse ich den Abend in der Long Street, dieser Strasse mit Kolonialbauten, welche viele tolle Restaurants und Bars beherbergt. Die Gegend war bis vor noch nicht allzu langer Zeit eher berüchtigt als berühmt, aber Gentrifizierung findet nicht nur in Zürich statt ;-) Auf einer Terasse mit Blick auf die Strasse und den Tafelberg geniesse ich mein Abendessen um mir anschliessend im gemütlichen Backpacker noch eine "Night Cap" zu genehmigen.
Dabei wird mir auch sehr klar, dass der Städtebau der Apartheid bis heute deutlich spürbare Nachwirkungen hat. Politik, die in Beton gegossen wird, überdauert länger... Das Ziel war, die Städte "weiss" zu halten, "schwarze" durften nur zur Arbeit in die Stadt und solche, die keine Stelle hatten, mussten eine schriftliche Erlaubnis zum Betreten der Stadt beantragen. Die ganze Bevölkerung wurde in vier Kategorien eingeteilt: "whites", "coloureds", "asian/indian", "blacks". In dieser Reihenfolge hatten die unterschiedlichen Gruppen abnehmende Rechte. Da dies die Basis für das soeben und in der Folge beschriebene ist, werde ich diese Begrifflichkeiten auch für die Beschreibung verwenden.
Da die Schwarzen als Arbeitskräfte benötigt wurden, diese aber nicht in der Stadt leben durften, fand eine gewaltige Welle von Umsiedlungen in neu gebaute, dürftig ausgestattete Townships statt. Soweto in Johannesburg, über welches ich vor einigen Wochen geschrieben hatte, war die grösste dieser Townships. Ähnliche Gebiete wurden für die Farbigen und die Indians geschaffen. Obschon das Land seit 1994, also seit 20 Jahren eine funktionierende Demokratie mit gleichen Rechten für alle ist, leben die Bevölkerungsgruppen auch heute noch stark segregiert. Es ist zwar so, dass sich wohlhabendere Schwarze mittlerweile in ehemals rein weisse Quartiere einkaufen, doch die ehemaligen Townships sind noch weitgehend unverändert. Weisse, welche wirtschaftliche Probleme haben, suchen ihr Glück oftmals in anderen Ländern, vor allem in Australien und Neuseeland.
Dies hat zur Folge, dass in vielen Städten - JoBurg einmal ausgenommen - das Stadtbild von überproportional vielen Weissen und besser gestellten Schwarzen dominiert wird. Jedoch arbeiten in den meisten Läden und Restaurants Schwarze. Dazu kommen noch Bettler u.ä. Dies lässt den Besucher glauben, in der "ersten" Welt zu sein, doch der HDI spricht eine andere Sprache. Und sobald man sich eben die Dimension der für die meisten Touristen unsichtbaren Wohngebiete der Schwarzen vor Augen führt, erklärt dies so einiges...
Doch wie gesagt, dies bleibt meistens im nicht oder wenig sichtbaren Bereich, und so ist es auch bei meinen Tagen in der Stadt... Daher zurück zum Tag. Nach dem Durchfahren der letzten Ausläufer der Stadt zweige ich nach rechts ab, um ans Meer zu gelangen. Es gibt zwei Möglichkeiten, weiter nach Osten zu gelangen. Über den Berg, oder darum herum. Die Küstenstrasse führt mehr oder weniger darum herum und bietet tolle Ausblicke. In den schroffen Fels am Meer gehauen, führt sie der Küste entlang immer weiter. Die Gegend ist von einigen kleinen Dörfern an Buchten weitgehend unbewohnt und wiederum von karger Schönheit. Erste Blumen blühen und bereichern die ohnehin schon vielfältigen Farben noch weiter. Das Wetter ist immer noch wechselhaft, doch scheint sich der Himmel doch mehr und mehr aufzuhellen. Fürs Wochenende ist dann ohnehin Sonne angesagt, ich bin optimistisch :-)
Schliesslich erreiche ich Hermanus, eine kleine Hafenstadt, die sich rühmt, der beste Ort zu sein, um Wale vom Land aus zu beobachten. Es gibt sogar einen "Whale Crier", der sich bemerkbar macht, wenn Wale zu sehen sind. Und so sind es einige, die sich da treffen - sowohl Wale als auch Touristen! Auch die Küstenlinie ist sehr schön, so dass ich mir eine Bank schnappe und abwechselnd Wale oder Touristen beobachte oder einfach nur die Aussicht geniesse.
Der Heimweg führt mich über Stellenbosch. Dies ist eine der ältesten Städte des Landes und heute vor allem als Universitätsstadt im ganzen Land bekannt. Beides zeigt sich auch im Stadtbild. Zum einen sind einige schöne alte Gebäude zu sehen und zum anderen sind viele Studierende in den Strassen unterwegs. Diese beiden Zutaten führen dann auch zu einer Vielzahl von Cafés und Bars in schönem Ambiente. So schlendere ich durch die Strassen und finde dann auch ein sehr nettes Café für Tee und Kuchen ;-) Die Gegend um Stellenbosch ist als Weingegend berühmt und sehr schön. Doch leider ist der September auf der südlichen Halbkugel weniger ideal für Fahrten durch die Weinberge als bei uns.
Kurz vor Sonnenuntergang fahre ich zurück nach Cape Town und sehe nun die ganze Schönheit der Stadt und Umgebung vor meinen Augen. Leider ist es nicht wirklich möglich, Fotos zu machen während man auf der Autobahn fährt und so versuche ich einfach, möglichst viele dieser Eindrücke abzuspeichern. Die tiefe Sonne lässt alles goldig schimmern und seit langem zeigt sich auch der Tafelberg wieder einmal unverhüllt :-)
Ausklingen lasse ich den Abend in der Long Street, dieser Strasse mit Kolonialbauten, welche viele tolle Restaurants und Bars beherbergt. Die Gegend war bis vor noch nicht allzu langer Zeit eher berüchtigt als berühmt, aber Gentrifizierung findet nicht nur in Zürich statt ;-) Auf einer Terasse mit Blick auf die Strasse und den Tafelberg geniesse ich mein Abendessen um mir anschliessend im gemütlichen Backpacker noch eine "Night Cap" zu genehmigen.
Donnerstag, 18. September 2014
Cape Peninsula
Ein ereignisreicher Tag... den ich nun entspannt am Kamin im Backpacker ausklingen lasse :-)
Kapstadt im Winter bedeutet, dass das Wetter doch ziemlich garstig sein kann. Dies beginnt bereits in der Nacht, in welcher ich mehrfach aufwache, da Stürme über die Stadt fegen und der Regen auf dem Blechdach trommelt... Aber halb so wild, unter der Decke ist es angenehm warm :-)
Ich habe für die nächsten drei Tage ein Auto gemietet, um die Umgebung der Stadt erkunden zu können. Und so erkundige ich mich in nicht ganz passender Garderobe im Hilton Hotel nach meinem Auto. In der Garage finde ich meinen kleinen Chevrolet, der mich die nächsten Tage begleiten soll. Klein und einfach, aber dafür auch einfacher durch die Stadt zu navigieren. Die Fahrt beginnt im Parkhaus mitten in der Stadt und im Linksverkehr, weshalb ich etwas Zeit brauche, um mich einzugewöhnen, aber das klappt zum Glück erfreulich schnell :-)
Mein heutiges Ziel ist das Kap der Guten Hoffnung und der sogenannte Cape Point ganz in der Nähe. Doch ist auch der Weg das Ziel, so dass ich nicht auf dem schnellstmöglichen Weg hin und zurück fahren möchte. Meine Idee ist, der Westküste entlang nach Süden und dann der Ostküste entlang zurück in die Stadt zu gelangen. So starte ich an der Küste Kapstadts und erkunde die Quartiere, die zwischen den Hügeln und dem Meer gelegen sind. Immer weiter in Richtung Süden durchfahre ich Stranddörfer und mehr oder weniger besiedelte grüne Hänge.
Den ersten Halt mache ich in Hout Bay auf der Suche nach einem Frühstück. Da finde ich im Hafen ein altehrwürdiges Mehrzweckgebäude, in welchem neben einem Restaurant und einem Souvenirladen auch ein Fischladen und eine kleine Bäckerei zu finden sind. Frisch gestärkt fahre ich weiter zu einem "Scenic Drive" entlang der Küste. Hier bieten sich eindrückliche Ausblicke, die Strasse wurde mehr oder weniger direkt in den Fels gehauen. Schön langsam und mit vielen kurzen Pausen - diesen Luxus gönne ich mir nun mit dem eigenen Auto ;-) - fahre ich die Strecke und gelange schliesslich auf eine weite Ebene. Ich bleibe an der Westküste und gelange zu einem malerischen Leuchtturm auf der "weissen" Seite des Dorfes. Den Township auf der anderen Seite, der euphemistisch Ocean View heisst, obwohl genau von da der Ozean nicht zu sehen ist, sehe ich nur aus der Ferne. Es ist aber selbst aus der Distanz gut zu erkennen, wie damals Massensiedlungen für die Umsiedlungen hochgezogen wurden.
Die Vegetation ist ziemlich karg, was wohl dem - zumindest heute, aber wohl auch sonst sehr oft - sehr heftigen Wind zuzuschreiben ist. Ich erlebe heute den südafrikanischen Winter in seiner ganzen Vielfalt. Der Wind bläst mir heftig um die Ohren, doch zum Glück habe ich meine Kappe eingepackt. Und das Wetter ändert sich fast minütlich... Doch zu meinem Glück bin ich während der heftigsten Niederschläge stets im Auto oder in Reichweite eines Unterstands. Der Titel "Four Seasons in One Day" passt heute perfekt zum Geschehen ;-)
Schliesslich erreiche ich den Nationalpark des Kaps! Ich fahre zuerst zum sogenannten Cape Point. Dieser ist ein Leuchtturm in der Höhe mit herrlichem Ausblick auf die letzten vorgelagerten Klippen. Der Wind bläst mich fast vom Weg, aber ich bin absolut fasziniert von der ganzen Szenerie! Die Sonne beleuchtet die alten Gesteinsformationen stets etwas anders und ich kann mich kaum satt sehen. Und unter mir ist das Kap der Guten Hoffnung zu sehen, das von einem schönen Sandstrand umgeben ist. Auch wenn mir da nicht grad zum Baden zu Mute ist...
Ich bleibe noch einige Zeit und versuche, möglichst viel von dieser Atmosphäre aufzusaugen. Nachdem Cape Town das Ziel der Tour ist, bin ich nun tatsächlich ganz ganz im Süden respektive Südwesten angekommen! Ich lasse dies möglichst intensiv auf mich wirken...
Apropos... Der ganze Tag heute ist zum einen ereignisreich wie bereits zuvor und auch noch anschliessend beschrieben. Aber auch meine Stimmung ist besonders. Nach vielen Tagen in der Gruppe habe ich gestern Abend meine letzte gute Freundin verabschiedet und so bin ich auf einmal wieder alleine unterwegs. Ich fühle so etwas wie einen "Kater" nach diesen intensiven Wochen. Ich geniesse es sehr, wieder selbst verantwortlich zu sein für mein Programm - und mache auch immer wieder Halt, wenn mir etwas gut gefällt, was zuvor nicht möglich war - und doch fühlt es sich komisch an, nicht mehr alles mit anderen lieben Menschen teilen zu können. Die etwas nervigeren MitfahrerInnen vermisse ich dafür nicht besonders ;-) Aber wie bereits zuvor beschrieben, hatte ich es doch sehr gut getroffen. So ist dieser Tag auf verschiedenen Ebenen ein besonderer...
Nach dem Cape Point fahre ich zum Kap der Guten Hoffnung und lasse die Busgruppen hinter mir, da ich den Felsen des Kaps besteige. Die Aussicht ist atemberaubend, genauso wie der Wind, der mir im wahrsten Sinn des Wortes den Atem verschlägt! Ich bleibe einige Zeit auf dem Felsen und versuche mir bewusst zu werden, an welch symbolträchtigen Ort ich mich grad befinde.
Nachher verlasse ich die südlichste Region, doch auch auf dem Heimweg in Richtung Norden warten noch einige Highlights. Zum ersten bietet sich eine tolle Küstenlinie mit schönen Ausblicken. Zum zweiten halte ich, um die Pinguine am Strand zu beobachten. Ich mag diese Tiere ganz besonders, und so bleibe ich längere Zeit da und beobachte die drolligen Bilder :-) Kaum zurück im Auto, geht ein weiterer Wolkenbruch los...
In Simon's Town, einem herzigen kleinen Ort mit schönen Kolonialbauten, mache ich verspätete Mittagspause und geniesse erstklassige Fish and Chips. Ab und an soll man den Klischees folgen, vor allem wenn sie so lecker sind ;-) Der nächste Halt sollte der Strand von Muizenberg sein, doch unterwegs sehe ich auf einmal Passanten ganz nervös aufs Meer blicken. Und schon sehr bald sehe ich warum: In unmittelbarer Nähe des Strands und der Strasse schwimmen eine Walmutter und ihr Baby. So mache ich einen weiteren Halt und bin beeindruckt von dem, was ich sehe. Trotz des kalten Windes bleibe ich über eine längere Zeit da und beobachte die beiden :-)
Dann mache ich mich auf den Weg zurück, in der Hoffnung, gut wieder in die Stadt und zu meinem Hostel zu finden. Dies erweist sich zu meinem Glück als kein grosses Problem. Ich erinnerte mich an den Weg vom Table Mountain zum Hostel, so dass ich einfach den Wegweisern zur Seilbahn folgen kann. Doch da der Himmel zwischenzeitlich wieder aufgeklart hat - nur um nachher wieder komplett grau und regnerisch zu werden, aber so kann ich jetzt ganz gemütlich den Blog schreiben - versuche ich, den Signal Hill zu finden. Dies gelingt mir erfreulicherweise auf Anhieb, denn von hier sollen sich tolle Blicke auf die Stadt bieten. Und so ist es! Unter mir ist zum einen die City Bowl - von hier sehr eindeutig nachzuvollziehen, weshalb sie so heisst :-) - und zum anderen der Blick auf die Quartiere am Meer mit dem Stadion und dem Blick zur Robben Island, auf welcher Nelson Mandela 27 Jahre inhaftiert war. Beeindruckend!
Als letzten Programmpunkt nutze ich meine Mobilität und erkunde das muslimisch geprägte Quartier der sogenannten Kap-Malaaien, das Bo Kaap. Hier sind die Häuser ganz farbig gestrichen, was in der Beleuchtung der untergehenden Sonne besonders schön aussieht. So mache ich einen längeren Spaziergang durch die kleinen Gassen und geniesse die sehr andere Stimmung im Vergleich zu den Gegenden, die ich zuvor in der Stadt angetroffen hatte.
Danach bin ich sehr müde und gehe zurück ins Hostel, um den bereits erwähnten ruhigen Abend zu verbringen. Mittlerweile giesst es wieder in Strömen und ist es auch empfindlich kalt, so dass ich das Kaminfeuer in der Bar sehr zu schätzen weiss :-)
Nach dem intensiven Tag und dem beschriebenen "Kater" finde ich es auch schön, einfach einen ruhigen Abend zu verbringen. Insbesondere, da ich morgen wieder früh aus den Federn möchte, um einen weiteren Ausflug zu unternehmen. Morgen soll es der Südostküste entlang nach Hermanus gehen. Da sollen sich weitere "Scenic Drives" und Wale finden. Ich bin gespannt ;-)
P.S. Mein Aufenthalt in Afrika neigt sich mehr und mehr seinem Ende zu, von daher ist es ganz schön, dass ich heute grad die Reiseunterlagen für die nächsten Monate in meiner Inbox finden kann ;-)
Kapstadt im Winter bedeutet, dass das Wetter doch ziemlich garstig sein kann. Dies beginnt bereits in der Nacht, in welcher ich mehrfach aufwache, da Stürme über die Stadt fegen und der Regen auf dem Blechdach trommelt... Aber halb so wild, unter der Decke ist es angenehm warm :-)
Ich habe für die nächsten drei Tage ein Auto gemietet, um die Umgebung der Stadt erkunden zu können. Und so erkundige ich mich in nicht ganz passender Garderobe im Hilton Hotel nach meinem Auto. In der Garage finde ich meinen kleinen Chevrolet, der mich die nächsten Tage begleiten soll. Klein und einfach, aber dafür auch einfacher durch die Stadt zu navigieren. Die Fahrt beginnt im Parkhaus mitten in der Stadt und im Linksverkehr, weshalb ich etwas Zeit brauche, um mich einzugewöhnen, aber das klappt zum Glück erfreulich schnell :-)
Mein heutiges Ziel ist das Kap der Guten Hoffnung und der sogenannte Cape Point ganz in der Nähe. Doch ist auch der Weg das Ziel, so dass ich nicht auf dem schnellstmöglichen Weg hin und zurück fahren möchte. Meine Idee ist, der Westküste entlang nach Süden und dann der Ostküste entlang zurück in die Stadt zu gelangen. So starte ich an der Küste Kapstadts und erkunde die Quartiere, die zwischen den Hügeln und dem Meer gelegen sind. Immer weiter in Richtung Süden durchfahre ich Stranddörfer und mehr oder weniger besiedelte grüne Hänge.
Den ersten Halt mache ich in Hout Bay auf der Suche nach einem Frühstück. Da finde ich im Hafen ein altehrwürdiges Mehrzweckgebäude, in welchem neben einem Restaurant und einem Souvenirladen auch ein Fischladen und eine kleine Bäckerei zu finden sind. Frisch gestärkt fahre ich weiter zu einem "Scenic Drive" entlang der Küste. Hier bieten sich eindrückliche Ausblicke, die Strasse wurde mehr oder weniger direkt in den Fels gehauen. Schön langsam und mit vielen kurzen Pausen - diesen Luxus gönne ich mir nun mit dem eigenen Auto ;-) - fahre ich die Strecke und gelange schliesslich auf eine weite Ebene. Ich bleibe an der Westküste und gelange zu einem malerischen Leuchtturm auf der "weissen" Seite des Dorfes. Den Township auf der anderen Seite, der euphemistisch Ocean View heisst, obwohl genau von da der Ozean nicht zu sehen ist, sehe ich nur aus der Ferne. Es ist aber selbst aus der Distanz gut zu erkennen, wie damals Massensiedlungen für die Umsiedlungen hochgezogen wurden.
Die Vegetation ist ziemlich karg, was wohl dem - zumindest heute, aber wohl auch sonst sehr oft - sehr heftigen Wind zuzuschreiben ist. Ich erlebe heute den südafrikanischen Winter in seiner ganzen Vielfalt. Der Wind bläst mir heftig um die Ohren, doch zum Glück habe ich meine Kappe eingepackt. Und das Wetter ändert sich fast minütlich... Doch zu meinem Glück bin ich während der heftigsten Niederschläge stets im Auto oder in Reichweite eines Unterstands. Der Titel "Four Seasons in One Day" passt heute perfekt zum Geschehen ;-)
Schliesslich erreiche ich den Nationalpark des Kaps! Ich fahre zuerst zum sogenannten Cape Point. Dieser ist ein Leuchtturm in der Höhe mit herrlichem Ausblick auf die letzten vorgelagerten Klippen. Der Wind bläst mich fast vom Weg, aber ich bin absolut fasziniert von der ganzen Szenerie! Die Sonne beleuchtet die alten Gesteinsformationen stets etwas anders und ich kann mich kaum satt sehen. Und unter mir ist das Kap der Guten Hoffnung zu sehen, das von einem schönen Sandstrand umgeben ist. Auch wenn mir da nicht grad zum Baden zu Mute ist...
Ich bleibe noch einige Zeit und versuche, möglichst viel von dieser Atmosphäre aufzusaugen. Nachdem Cape Town das Ziel der Tour ist, bin ich nun tatsächlich ganz ganz im Süden respektive Südwesten angekommen! Ich lasse dies möglichst intensiv auf mich wirken...
Apropos... Der ganze Tag heute ist zum einen ereignisreich wie bereits zuvor und auch noch anschliessend beschrieben. Aber auch meine Stimmung ist besonders. Nach vielen Tagen in der Gruppe habe ich gestern Abend meine letzte gute Freundin verabschiedet und so bin ich auf einmal wieder alleine unterwegs. Ich fühle so etwas wie einen "Kater" nach diesen intensiven Wochen. Ich geniesse es sehr, wieder selbst verantwortlich zu sein für mein Programm - und mache auch immer wieder Halt, wenn mir etwas gut gefällt, was zuvor nicht möglich war - und doch fühlt es sich komisch an, nicht mehr alles mit anderen lieben Menschen teilen zu können. Die etwas nervigeren MitfahrerInnen vermisse ich dafür nicht besonders ;-) Aber wie bereits zuvor beschrieben, hatte ich es doch sehr gut getroffen. So ist dieser Tag auf verschiedenen Ebenen ein besonderer...
Nach dem Cape Point fahre ich zum Kap der Guten Hoffnung und lasse die Busgruppen hinter mir, da ich den Felsen des Kaps besteige. Die Aussicht ist atemberaubend, genauso wie der Wind, der mir im wahrsten Sinn des Wortes den Atem verschlägt! Ich bleibe einige Zeit auf dem Felsen und versuche mir bewusst zu werden, an welch symbolträchtigen Ort ich mich grad befinde.
Nachher verlasse ich die südlichste Region, doch auch auf dem Heimweg in Richtung Norden warten noch einige Highlights. Zum ersten bietet sich eine tolle Küstenlinie mit schönen Ausblicken. Zum zweiten halte ich, um die Pinguine am Strand zu beobachten. Ich mag diese Tiere ganz besonders, und so bleibe ich längere Zeit da und beobachte die drolligen Bilder :-) Kaum zurück im Auto, geht ein weiterer Wolkenbruch los...
In Simon's Town, einem herzigen kleinen Ort mit schönen Kolonialbauten, mache ich verspätete Mittagspause und geniesse erstklassige Fish and Chips. Ab und an soll man den Klischees folgen, vor allem wenn sie so lecker sind ;-) Der nächste Halt sollte der Strand von Muizenberg sein, doch unterwegs sehe ich auf einmal Passanten ganz nervös aufs Meer blicken. Und schon sehr bald sehe ich warum: In unmittelbarer Nähe des Strands und der Strasse schwimmen eine Walmutter und ihr Baby. So mache ich einen weiteren Halt und bin beeindruckt von dem, was ich sehe. Trotz des kalten Windes bleibe ich über eine längere Zeit da und beobachte die beiden :-)
Dann mache ich mich auf den Weg zurück, in der Hoffnung, gut wieder in die Stadt und zu meinem Hostel zu finden. Dies erweist sich zu meinem Glück als kein grosses Problem. Ich erinnerte mich an den Weg vom Table Mountain zum Hostel, so dass ich einfach den Wegweisern zur Seilbahn folgen kann. Doch da der Himmel zwischenzeitlich wieder aufgeklart hat - nur um nachher wieder komplett grau und regnerisch zu werden, aber so kann ich jetzt ganz gemütlich den Blog schreiben - versuche ich, den Signal Hill zu finden. Dies gelingt mir erfreulicherweise auf Anhieb, denn von hier sollen sich tolle Blicke auf die Stadt bieten. Und so ist es! Unter mir ist zum einen die City Bowl - von hier sehr eindeutig nachzuvollziehen, weshalb sie so heisst :-) - und zum anderen der Blick auf die Quartiere am Meer mit dem Stadion und dem Blick zur Robben Island, auf welcher Nelson Mandela 27 Jahre inhaftiert war. Beeindruckend!
Als letzten Programmpunkt nutze ich meine Mobilität und erkunde das muslimisch geprägte Quartier der sogenannten Kap-Malaaien, das Bo Kaap. Hier sind die Häuser ganz farbig gestrichen, was in der Beleuchtung der untergehenden Sonne besonders schön aussieht. So mache ich einen längeren Spaziergang durch die kleinen Gassen und geniesse die sehr andere Stimmung im Vergleich zu den Gegenden, die ich zuvor in der Stadt angetroffen hatte.
Danach bin ich sehr müde und gehe zurück ins Hostel, um den bereits erwähnten ruhigen Abend zu verbringen. Mittlerweile giesst es wieder in Strömen und ist es auch empfindlich kalt, so dass ich das Kaminfeuer in der Bar sehr zu schätzen weiss :-)
Nach dem intensiven Tag und dem beschriebenen "Kater" finde ich es auch schön, einfach einen ruhigen Abend zu verbringen. Insbesondere, da ich morgen wieder früh aus den Federn möchte, um einen weiteren Ausflug zu unternehmen. Morgen soll es der Südostküste entlang nach Hermanus gehen. Da sollen sich weitere "Scenic Drives" und Wale finden. Ich bin gespannt ;-)
P.S. Mein Aufenthalt in Afrika neigt sich mehr und mehr seinem Ende zu, von daher ist es ganz schön, dass ich heute grad die Reiseunterlagen für die nächsten Monate in meiner Inbox finden kann ;-)
Mittwoch, 17. September 2014
City Bowl und Waterfront
Heute möchten wir die Stadt erkunden gehen. Den Table Mountain sehen wir nicht, zum ersten Mal in den letzten zwei Monaten brauche ich meine Regenjacke... Aber halb so wild. Wir erkunden die Gegend um die Unterkunft und gehen dann zu Fuss weiter in Richtung Stadtzentrum. Die beiden anderen möchten einkaufen gehen und so suchen wir den grossen Markt für Arts and Crafts auf, um Souvenirs zu finden. Suchen und feilschen steht auf dem Programm. Sowohl die beiden als auch die Verkäuferinnen und Verkäufer spielen dieses Spiel erstklassig und ich werde dabei bestens unterhalten :-)
Die Stadt fühlt sich sehr anders an als JoBurg, alles scheint entspannter, farbiger und offener. Wir machen eine Free Walking Tour und erhalten von einem sehr gut gelaunten Guide interessante Informationen zu einigen Gebäuden und zur Geschichte der Stadt und des Landes.
Wir essen im Eastern Food Bazaar, wo wir uns auf einmal inmitten von asiatischen Essensständen wiederfinden und für drei Franken eine riesige Schüssel Fried Rice erhalten. Nach alledem ist eine Pause angesagt. Wir gehen züruck zum Hostel, um einige Freunde zu verabschieden, die sich auf die über 40-stündige Heimreise in Richtung Australien und Neuseeland machen. Und dann freue ich mich auch auf etwas Zeit im Hostel, um mein Tagebuch aufzufrischen und ein Auto für die nächsten Tage zu mieten. Und das Schmuddelwetter trägt auch nicht dazu bei, besonders unternehmungsfreudig zu sein.
Für den Abend steht die V&A-Waterfront auf dem Programm. Diese soll tatsächlich der meistbesuchte Programmpunkt in ganz Afrika sein... Es handelt sich dabei um einen Teil des alten Hafens, der touristisch hochwertig aufgewertet worden ist. Dies fühlt sich nicht mehr besonders nach Afrika an, oder höchstens um "5-Star-Africa", wie es eine Freundin treffend formuliert hat. Es ist der letzte Abend mit einer Freundin der Tour, so dass wir nochmals lecker essen gehen und den Abend und all die Eindrücke geniessen. Ab morgen werde ich wieder alleine unterwegs auf Entdeckungsreise sein.
Cape Town scheint mir ein guter Ort zu sein, um die zwei Monate Afrika abzuschliessen. Die Stadt ist lebendig und schön, aber bereits sehr europäisch, so dass der Kulturschock zu den letzten Tagen und Wochen noch ziemlich akut ist. Aber es ist ein toller Ort, um vieles noch einmal Revue passieren zu lassen und sich auch langsam wieder ans - zumindest vorübergehende - Nachhausekommen zu gewöhnen. Ich freue mich daher noch auf einige Tage in der Stadt und auf einige Ausflüge in der Gegend - diesmal mit dem eigenen Transportmittel und dem eigenen Programm :-) Und in vier Tagen wird mein afrikanisches Abenteuer "schon" zu Ende sein...
Die Stadt fühlt sich sehr anders an als JoBurg, alles scheint entspannter, farbiger und offener. Wir machen eine Free Walking Tour und erhalten von einem sehr gut gelaunten Guide interessante Informationen zu einigen Gebäuden und zur Geschichte der Stadt und des Landes.
Wir essen im Eastern Food Bazaar, wo wir uns auf einmal inmitten von asiatischen Essensständen wiederfinden und für drei Franken eine riesige Schüssel Fried Rice erhalten. Nach alledem ist eine Pause angesagt. Wir gehen züruck zum Hostel, um einige Freunde zu verabschieden, die sich auf die über 40-stündige Heimreise in Richtung Australien und Neuseeland machen. Und dann freue ich mich auch auf etwas Zeit im Hostel, um mein Tagebuch aufzufrischen und ein Auto für die nächsten Tage zu mieten. Und das Schmuddelwetter trägt auch nicht dazu bei, besonders unternehmungsfreudig zu sein.
Für den Abend steht die V&A-Waterfront auf dem Programm. Diese soll tatsächlich der meistbesuchte Programmpunkt in ganz Afrika sein... Es handelt sich dabei um einen Teil des alten Hafens, der touristisch hochwertig aufgewertet worden ist. Dies fühlt sich nicht mehr besonders nach Afrika an, oder höchstens um "5-Star-Africa", wie es eine Freundin treffend formuliert hat. Es ist der letzte Abend mit einer Freundin der Tour, so dass wir nochmals lecker essen gehen und den Abend und all die Eindrücke geniessen. Ab morgen werde ich wieder alleine unterwegs auf Entdeckungsreise sein.
Cape Town scheint mir ein guter Ort zu sein, um die zwei Monate Afrika abzuschliessen. Die Stadt ist lebendig und schön, aber bereits sehr europäisch, so dass der Kulturschock zu den letzten Tagen und Wochen noch ziemlich akut ist. Aber es ist ein toller Ort, um vieles noch einmal Revue passieren zu lassen und sich auch langsam wieder ans - zumindest vorübergehende - Nachhausekommen zu gewöhnen. Ich freue mich daher noch auf einige Tage in der Stadt und auf einige Ausflüge in der Gegend - diesmal mit dem eigenen Transportmittel und dem eigenen Programm :-) Und in vier Tagen wird mein afrikanisches Abenteuer "schon" zu Ende sein...
Table Mountain
Ich bin etwas hibbelig, da ich bei dem schönen Wetter möglichst bald auf den Table Mountain möchte. So checken wir möglichst schnell ein und mit zwei besonders geschätzten Mitreisenden mache ich mich schon sehr bald auf den Weg in die Höhe.
Und so finden wir uns nur unwesentlich später auf dem Gipfel - wenn man beim Tafelberg von so einem sprechen kann... - und blicken auf die Stadt und das Meer zu unseren Füssen. Es ist ein erhebendes Gefühl und der perfekte Ort, um diese Tour zu beschliessen! Wir spazieren über die Ebene, schiessen Fotos und finden einen schönen Platz für ein Glas Wein und lassen ganz viele Eindrücke der letzten Woche noch einmal Revue passieren. Wir haben so viel erlebt! Kaum zu glauben... Und ich freue mich auch, dass ich die beiden in den nächsten Wochen in den USA und in New Zealand nochmals sehen werde :-)
Den Abend verbringen die meisten der Gruppe noch einmal zusammen in einem leckeren Restaurant. Es ist ein schönes Gefühl, wieder einmal einigermassen gut angezogen zu sein und in einem richtigen Restaurant mit Tischen und Stühlen etc. etc. zu essen... So geniesse ich den ersten Eindruck in dieser Stadt sehr. Wir haben auch das Glück, unsere Unterkünfte an einer guten Lage zu haben - für alle, die bereits mal da waren: Wir sind in der Kloof Street. Eine Gegend, die in den letzten Jahren sehr hip geworden ist und in welcher sich viele schöne Bars und leckere Restaurant finden. Ideal nach den Wochen in der Wüste!
Den Abschluss des Abends bildet eine kleine Hiphopbar, in welcher unsere Guides bereits seit einer Weile sind. Es ist auch schön, sie noch einmal zu sehen. Müde, aber glücklich, mache ich mich dann auf den Weg zurück in meinen Backpacker und schlafe sofort ein.
Und so finden wir uns nur unwesentlich später auf dem Gipfel - wenn man beim Tafelberg von so einem sprechen kann... - und blicken auf die Stadt und das Meer zu unseren Füssen. Es ist ein erhebendes Gefühl und der perfekte Ort, um diese Tour zu beschliessen! Wir spazieren über die Ebene, schiessen Fotos und finden einen schönen Platz für ein Glas Wein und lassen ganz viele Eindrücke der letzten Woche noch einmal Revue passieren. Wir haben so viel erlebt! Kaum zu glauben... Und ich freue mich auch, dass ich die beiden in den nächsten Wochen in den USA und in New Zealand nochmals sehen werde :-)
Den Abend verbringen die meisten der Gruppe noch einmal zusammen in einem leckeren Restaurant. Es ist ein schönes Gefühl, wieder einmal einigermassen gut angezogen zu sein und in einem richtigen Restaurant mit Tischen und Stühlen etc. etc. zu essen... So geniesse ich den ersten Eindruck in dieser Stadt sehr. Wir haben auch das Glück, unsere Unterkünfte an einer guten Lage zu haben - für alle, die bereits mal da waren: Wir sind in der Kloof Street. Eine Gegend, die in den letzten Jahren sehr hip geworden ist und in welcher sich viele schöne Bars und leckere Restaurant finden. Ideal nach den Wochen in der Wüste!
Den Abschluss des Abends bildet eine kleine Hiphopbar, in welcher unsere Guides bereits seit einer Weile sind. Es ist auch schön, sie noch einmal zu sehen. Müde, aber glücklich, mache ich mich dann auf den Weg zurück in meinen Backpacker und schlafe sofort ein.
Orange River to Cape Town
Welcome to South Africa :-)
Kaum losgefahren heisst es bereits, den letzten Grenzübertritt dieser Tour zu bewältigen, denjenigen von Namibia nach Südafrika. Dieser erfolgt grundsätzlich genauso problemlos wie die vorherigen, mit dem Unterschied, dass wir eine halbe Stunde an der Grenze warten müssen, bis unsere Guides die benötigten Dokumente im Camp geholt haben, die aufgrund des Truckwechsels da liegen geblieben sind.
Heute sind wir wieder viele Stunden auf der Strasse. Die Umgebung ändert sich langsam, aber beständig. Angefangen bei immer noch eher steppenartiger Vegetation führt uns die Strasse immer weiter nach Süden in immer grünere Gefilde, wenn dies mindestens zu Beginn auch noch relativ zu verstehen ist. Wir machen zwei kurze Stopps fürs Mittagessen und Zvieri, doch ansonsten geht es darum, möglichst gut die vielen Kilometer des Tages hinter uns zu bringen. Dabei hinderlich sind die vielen Baustellen, die es auf einmal hat. Diese blockieren den Verkehr jeweils für einige Minuten komplett, und da es mindestens acht sind, dauert es etwas länger als erhofft. Ich verbringen den grössten Teil des Tages damit, aus dem Fenster zu schauen und etwas vor mich hin zu träumen. Die Vorstellung, dass morgen der letzte Tag ist, ist schon etwas schräg...
Den Abend und die Nacht verbringen wir am Olifants River in einem schönen Camp inmitten von Weinbergen. Ich beschliesse, mein Zelt im Truck zu lassen und mir ein Zimmer zu gönnen :-) Insbesondere, da der Tag lang war und ich müde bin. Und zudem steht ein leckeres Abendessen auf dem Programm und ein Wine Tasting der hauseigenen Weine. Ein perfektes Programm für unseren letzten gemeinsamen Abend ;-)
Wir platzieren uns an einem langen Tisch und probieren uns durch leckere lokale Weine. Fast alle der Gruppe sind dabei und so beginnt der Abend bereits etwas ausgelassen, bevor wir am selben Ort gleich essen können. So haben unsere Guides das Problem elegant gelöst, dass wir den Koch aufgrund eines fehlenden Visums in Namibia lassen mussten. Im Anschluss besetzen wir die hauseigene Bar und feiern den Abschluss einer sehr gelungenen Tour. Nach den letzten 21 Tagen ist bei allen etwas Wehmut zu spüren und so geniessen wir diesen Abend mit Billard, Tanz und Wein...
Am nächsten Morgen geht es weiter mit dem Ziel: Cape Town! Nach mehr als 5000km im Truck auf Strassen unterschiedlichster Qualität ist es also heute so weit. Wir erreichen Kapstaad :-) Der Weg dorthin führt durch mittlerweile sehr grüne Gegenden, welche auch intensiv landwirtschaftlich genutzt scheinen. Zudem blühen verschiedene Blumen im südafrikanischen Frühling und ab und an erreicht uns der frische Duft der Blüten :-)
Gemäss den Schildern entlang der Strasse kommen wir Cape Town immer näher, doch ausser ein paar Dörfern ist noch nichts davon zu erkennen. Bis wir auf einmal über eine Kuppe kommen und den Tafelberg vor uns sehen. Dieser versteckt sich gemäss übereinstimmenden Angaben sehr oft in einer Wolkenschicht, aber heute zeigt er sich klar im blauen Himmel :-) Wir sind mehr und mehr aufgeregt, in dieser vielversprechenden Stadt anzukommen und auf einmal sind auch wieder alle wach...
Auf einmal finden wir uns im Verkehr wieder und entlang der Autobahn sind die ersten Townships und in der Ferne die Hochhäuser der Stadt zu erkennen. Unser Dropoff ist in der Mitte der Stadt, so dass wir fast noch eine Stadtrundfahrt erhalten. Unser Overland-Truck hat auf alle Wüstenpisten und die Campingplätze bestens gepasst, doch hier fühlen wir uns mit dem schrägen Gefährt etwas fehl am Platz. Aber es macht Spass, insbesondere da wir über einen Stock höher sitzen als all die restlichen Autos, so dass wir die Übersicht haben ;-)
Und schliesslich sind wir da... Wir leeren den ganzen Truck und verabschieden uns fürs erste voneinander. Da wir in unterschiedlichen Hostels gebucht haben, trennen sich die Wege, doch einige wollten noch zusammen zu Abend essen gehen.
Doch fürs erste heisst es: Achtung, fertig, los: Cape Town, ich komme!
Kaum losgefahren heisst es bereits, den letzten Grenzübertritt dieser Tour zu bewältigen, denjenigen von Namibia nach Südafrika. Dieser erfolgt grundsätzlich genauso problemlos wie die vorherigen, mit dem Unterschied, dass wir eine halbe Stunde an der Grenze warten müssen, bis unsere Guides die benötigten Dokumente im Camp geholt haben, die aufgrund des Truckwechsels da liegen geblieben sind.
Heute sind wir wieder viele Stunden auf der Strasse. Die Umgebung ändert sich langsam, aber beständig. Angefangen bei immer noch eher steppenartiger Vegetation führt uns die Strasse immer weiter nach Süden in immer grünere Gefilde, wenn dies mindestens zu Beginn auch noch relativ zu verstehen ist. Wir machen zwei kurze Stopps fürs Mittagessen und Zvieri, doch ansonsten geht es darum, möglichst gut die vielen Kilometer des Tages hinter uns zu bringen. Dabei hinderlich sind die vielen Baustellen, die es auf einmal hat. Diese blockieren den Verkehr jeweils für einige Minuten komplett, und da es mindestens acht sind, dauert es etwas länger als erhofft. Ich verbringen den grössten Teil des Tages damit, aus dem Fenster zu schauen und etwas vor mich hin zu träumen. Die Vorstellung, dass morgen der letzte Tag ist, ist schon etwas schräg...
Den Abend und die Nacht verbringen wir am Olifants River in einem schönen Camp inmitten von Weinbergen. Ich beschliesse, mein Zelt im Truck zu lassen und mir ein Zimmer zu gönnen :-) Insbesondere, da der Tag lang war und ich müde bin. Und zudem steht ein leckeres Abendessen auf dem Programm und ein Wine Tasting der hauseigenen Weine. Ein perfektes Programm für unseren letzten gemeinsamen Abend ;-)
Wir platzieren uns an einem langen Tisch und probieren uns durch leckere lokale Weine. Fast alle der Gruppe sind dabei und so beginnt der Abend bereits etwas ausgelassen, bevor wir am selben Ort gleich essen können. So haben unsere Guides das Problem elegant gelöst, dass wir den Koch aufgrund eines fehlenden Visums in Namibia lassen mussten. Im Anschluss besetzen wir die hauseigene Bar und feiern den Abschluss einer sehr gelungenen Tour. Nach den letzten 21 Tagen ist bei allen etwas Wehmut zu spüren und so geniessen wir diesen Abend mit Billard, Tanz und Wein...
Am nächsten Morgen geht es weiter mit dem Ziel: Cape Town! Nach mehr als 5000km im Truck auf Strassen unterschiedlichster Qualität ist es also heute so weit. Wir erreichen Kapstaad :-) Der Weg dorthin führt durch mittlerweile sehr grüne Gegenden, welche auch intensiv landwirtschaftlich genutzt scheinen. Zudem blühen verschiedene Blumen im südafrikanischen Frühling und ab und an erreicht uns der frische Duft der Blüten :-)
Gemäss den Schildern entlang der Strasse kommen wir Cape Town immer näher, doch ausser ein paar Dörfern ist noch nichts davon zu erkennen. Bis wir auf einmal über eine Kuppe kommen und den Tafelberg vor uns sehen. Dieser versteckt sich gemäss übereinstimmenden Angaben sehr oft in einer Wolkenschicht, aber heute zeigt er sich klar im blauen Himmel :-) Wir sind mehr und mehr aufgeregt, in dieser vielversprechenden Stadt anzukommen und auf einmal sind auch wieder alle wach...
Auf einmal finden wir uns im Verkehr wieder und entlang der Autobahn sind die ersten Townships und in der Ferne die Hochhäuser der Stadt zu erkennen. Unser Dropoff ist in der Mitte der Stadt, so dass wir fast noch eine Stadtrundfahrt erhalten. Unser Overland-Truck hat auf alle Wüstenpisten und die Campingplätze bestens gepasst, doch hier fühlen wir uns mit dem schrägen Gefährt etwas fehl am Platz. Aber es macht Spass, insbesondere da wir über einen Stock höher sitzen als all die restlichen Autos, so dass wir die Übersicht haben ;-)
Und schliesslich sind wir da... Wir leeren den ganzen Truck und verabschieden uns fürs erste voneinander. Da wir in unterschiedlichen Hostels gebucht haben, trennen sich die Wege, doch einige wollten noch zusammen zu Abend essen gehen.
Doch fürs erste heisst es: Achtung, fertig, los: Cape Town, ich komme!
Sonntag, 14. September 2014
Fish River Canyon
Ausschlafen! Frühstück um 8.00 anstatt um 6.00 wie üblich, herrlich :-)
Heute starten wir mit der Strasse und kommen an der kleinen Stadt Bethanie vorbei. Naja, Stadt ist wohl etwas gar hochgegriffen. Da finden sich eine Kirche, eine Tankstelle, ein kleiner Supermarkt und um die 20 Häuser... Da zeigt sich ein weiteres Mal, dass wir in einer nur sehr dünn besiedelten Gegend unterwegs sind.
Der Weg führt uns abermals durch gebirgiges Gelände. Die Umgebung ist schroff, aber schön, und immer wieder staunen wir ab den so gut sichtbaren Spuren der Erosion, welche hier in aller Ruhe und (fast) ohne Niederschläge vonstatten geht.
Wir kommen nach dem Mittag auf dem nächsten Campingplatz an und stellen unsere Zelte - wieder mal im Sand - auf. Die Sonne brennt vom Himmel und unser wichtigster Programmpunkt ist erst auf fünf Uhr angesagt, damit es nicht mehr allzu heiss ist und wir den Sonnenuntergang zu sehen bekommen. So haben wir drei freie Stunden, welche wir alle unter einem Baum verbingen, lesend und quatschend. Herrlich entspannt.
Und dann machen wir uns auf dem Weg zum Fish River Canyon. Dieser ist einer der grössten Canyons in der Welt und ist wahrhaftig atemberaubend! Wir steigen an einem Aussichtspunkt aus und spazieren gemütlich und eifrig fotografiernd zu einem weiteren Aussichtspunkt, an welchem wir den Sonnenuntergang geniessen. Der Weg entlang der Kante ist eindrücklich und wir sehen das Ganze immer wieder aus anderen Blickwinkeln und vor allem anderen Beleuchtungen :-) Ich nehme mir auch bewusst Zeit, einen Teil davon alleine zu begehen, um die Szenerie besonders intensiv wahrzunehmen.
Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir am besagten Punkt und geniessen einen Apero. Zusätzlich zu unseren Leckereien überrascht uns unser Team mit Wein und Süssem ;-) So verbringen wir noch einige Zeit an diesem schönen Ort und lassen die sich weiter ändernden Farben auf uns wirken...
Der Abend endet wieder einmal mit Abendessen und Plaudereien am Lagerfeuer :-)
Heute starten wir mit der Strasse und kommen an der kleinen Stadt Bethanie vorbei. Naja, Stadt ist wohl etwas gar hochgegriffen. Da finden sich eine Kirche, eine Tankstelle, ein kleiner Supermarkt und um die 20 Häuser... Da zeigt sich ein weiteres Mal, dass wir in einer nur sehr dünn besiedelten Gegend unterwegs sind.
Der Weg führt uns abermals durch gebirgiges Gelände. Die Umgebung ist schroff, aber schön, und immer wieder staunen wir ab den so gut sichtbaren Spuren der Erosion, welche hier in aller Ruhe und (fast) ohne Niederschläge vonstatten geht.
Wir kommen nach dem Mittag auf dem nächsten Campingplatz an und stellen unsere Zelte - wieder mal im Sand - auf. Die Sonne brennt vom Himmel und unser wichtigster Programmpunkt ist erst auf fünf Uhr angesagt, damit es nicht mehr allzu heiss ist und wir den Sonnenuntergang zu sehen bekommen. So haben wir drei freie Stunden, welche wir alle unter einem Baum verbingen, lesend und quatschend. Herrlich entspannt.
Und dann machen wir uns auf dem Weg zum Fish River Canyon. Dieser ist einer der grössten Canyons in der Welt und ist wahrhaftig atemberaubend! Wir steigen an einem Aussichtspunkt aus und spazieren gemütlich und eifrig fotografiernd zu einem weiteren Aussichtspunkt, an welchem wir den Sonnenuntergang geniessen. Der Weg entlang der Kante ist eindrücklich und wir sehen das Ganze immer wieder aus anderen Blickwinkeln und vor allem anderen Beleuchtungen :-) Ich nehme mir auch bewusst Zeit, einen Teil davon alleine zu begehen, um die Szenerie besonders intensiv wahrzunehmen.
Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir am besagten Punkt und geniessen einen Apero. Zusätzlich zu unseren Leckereien überrascht uns unser Team mit Wein und Süssem ;-) So verbringen wir noch einige Zeit an diesem schönen Ort und lassen die sich weiter ändernden Farben auf uns wirken...
Der Abend endet wieder einmal mit Abendessen und Plaudereien am Lagerfeuer :-)
Orange River - sollte nach dem Fish River folgen... Internetprobleme
Auch heute beginnen wir im Truck. Unser Ziel ist der Orange River in Noordower, der Grenzfluss zwischen Namibia und Südafrika. Somit ist dies unser letzter Tag im Land, bevor wir morgen früh über den Fluss setzen werden, um unsere Tour in Südafrika zu beenden.
Wir fahren durch eine Gegend, die derjenigen der letzten Tage immer noch ähnlich ist. Und doch schaue ich während Stunden fasziniert zum Fenster raus und geniesse die Landschaft. Was anders ist als in den letzten Tagen ist, dass der Himmel bedeckt ist...
Auf einmal erkennen wir etwas grünes am Horizont, wir denken zuerst an eine Oase, aber es ist mehr Wasser und mehr Grün als erwartet. Wir sind am Orange River angekommen und sehen riesige bewässerte Felder vor uns, auf welchen vor allem Trauben angebaut werden. Auf einmal sehen wir auch Gebäude, welche in drei Gruppen unterteilt werden können: Lagerhallen und ähnliches, welche dem Betrieb dienen, einige schöne Wohnhäuser der Besitzenden und vor allem viele ärmliche Hütten, in welchen die Arbeiter wohnen. Der Gegensatz ist nicht ganz einfach zu ertragen. Der Gegensatz zwischen den bewässerten grünen Flächen und der Wüste rundherum ist eindrücklich!
Wir kommen kurz nach dem Mittag in unserem Camp an. Es ist ein schön unterhaltener Platz, welcher über dem Fluss gelegen ist und schöne Aussichten anbietet und für einmal sind die Bereiche für die Zelte angenehm begrünt. Unser Bus ist in Grossbritannien registriert und darf daher daher nicht nach Südafrika fahren, weshalb wir morgen früh den Bus wechseln müssen. Dies bedeutet, dass wir alles aus dem alten Bus ausräumen müssen... Doch da wir genügend Zeit haben, ist dies kein Problem und so packe ich bereits etwas vorausschauend, so dass ich für die nächsten Tage nur noch meinen kleinen Rucksack benötige und den grossen grad in den Kofferraum schmeisse bis nach Cape Town. Zudem ist genügend Zeit, um gemütlich an der Bar zu sitzen, einige Runden Billard zu spielen und mein Tagebuch aufzudatieren. Denn die letzten Tage hat mir nicht einmal meine namibische SIM weitergeholfen, wir waren so im Nirgendwo, dass kein Telefonempfang erhältlich war, von Daten ganz zu schweigen...
Heute Abend haben sich die Mädels der Gruppe anerboten, für alle australische/neuseeländische Burger zu bereiten. Da bin ich ja hungrig und gespannt ;-)
Wir fahren durch eine Gegend, die derjenigen der letzten Tage immer noch ähnlich ist. Und doch schaue ich während Stunden fasziniert zum Fenster raus und geniesse die Landschaft. Was anders ist als in den letzten Tagen ist, dass der Himmel bedeckt ist...
Auf einmal erkennen wir etwas grünes am Horizont, wir denken zuerst an eine Oase, aber es ist mehr Wasser und mehr Grün als erwartet. Wir sind am Orange River angekommen und sehen riesige bewässerte Felder vor uns, auf welchen vor allem Trauben angebaut werden. Auf einmal sehen wir auch Gebäude, welche in drei Gruppen unterteilt werden können: Lagerhallen und ähnliches, welche dem Betrieb dienen, einige schöne Wohnhäuser der Besitzenden und vor allem viele ärmliche Hütten, in welchen die Arbeiter wohnen. Der Gegensatz ist nicht ganz einfach zu ertragen. Der Gegensatz zwischen den bewässerten grünen Flächen und der Wüste rundherum ist eindrücklich!
Wir kommen kurz nach dem Mittag in unserem Camp an. Es ist ein schön unterhaltener Platz, welcher über dem Fluss gelegen ist und schöne Aussichten anbietet und für einmal sind die Bereiche für die Zelte angenehm begrünt. Unser Bus ist in Grossbritannien registriert und darf daher daher nicht nach Südafrika fahren, weshalb wir morgen früh den Bus wechseln müssen. Dies bedeutet, dass wir alles aus dem alten Bus ausräumen müssen... Doch da wir genügend Zeit haben, ist dies kein Problem und so packe ich bereits etwas vorausschauend, so dass ich für die nächsten Tage nur noch meinen kleinen Rucksack benötige und den grossen grad in den Kofferraum schmeisse bis nach Cape Town. Zudem ist genügend Zeit, um gemütlich an der Bar zu sitzen, einige Runden Billard zu spielen und mein Tagebuch aufzudatieren. Denn die letzten Tage hat mir nicht einmal meine namibische SIM weitergeholfen, wir waren so im Nirgendwo, dass kein Telefonempfang erhältlich war, von Daten ganz zu schweigen...
Heute Abend haben sich die Mädels der Gruppe anerboten, für alle australische/neuseeländische Burger zu bereiten. Da bin ich ja hungrig und gespannt ;-)
Sonne, Staub und Sand...
Abgesehen von den nebligen Tagen an der Küste ist das Wetter sehr konstant: sonnig! Einmal mehr, einmal weniger heiss. Die höchsten Temperaturen, für welche wir ein Thermometer hatten, waren im hohen 30er-Bereich, doch kalt war es nie - zumindest nicht tagsüber. In der Nacht war es teilweise empfindlich kalt, doch in den letzten Tagen fielen die Temperaturen nicht mehr ganz so stark wie zu Beginn.
Und dann ist der allgegenwärtige Staub und/oder Sand. Der ganze Truck und alles, was drin zu finden ist, uns inklusive, ist ständig wie paniert von einer mehr oder weniger dicken Staubschicht. Sogar das Innere der Locker ist immer wieder staubbedeckt und die Füsse sauber zu kriegen ist ein schier aussichtsloses Unterfangen. Und ein etwas unnötiges dazu, dauert es doch gefühlte 3,8 Sekunden, bis sie wieder staubig sind. Da auch unsere Campingplätze fast ausschliesslich aus Sand bestehen, besteht kein Entkommen. Es gibt Tage, da denke ich, dass ich mich nun daran gewöhnt habe, aber dann auch wieder Tage, an welchen ich mich auf den Moment freue, wenn wir aus dem Staub kommen werden...
Das selbe gilt auch fürs Campieren ;-)
Die letzten Tage waren wir fast ausschliesslich auf sandigen Pisten unterwegs. Diese sind meist in einem ganz ordentlichen Zustand, auch wenn es hin und wieder heftig holpert. Da es nur sehr wenig Verkehr hat, fühle ich mich auch sicher, insbesondere, da unser Fahrer einen guten Job macht. Und doch haben die afrikanischen Strassen auch tragische Folgen auf einen Truck unseres Veranstalters, der auf der selben Strecke, auf welcher auch unser Team in Kenya gestartet ist, einen Unfall mit Todesfolge erleidet. Dies schlägt natürlich auch auf die Stimmung unserer Guides, da sie alle wie eine grosse Familie seien. Aber wie bereits früher mal beschrieben, sind die Strassen und die ganze Infrastruktur in den Ländern, welche ich auf dieser Tour bereise, in einem viel besseren Zustand, als es die Strassen in Tanzania waren. Und morgen werden wie die Grenze nach Südafrika queren, wo dann auch Schluss sein dürfte mit den Sandpisten.
Und in Cape Town werde ich dann selbst für das Fahren zuständig sein. Ich bin etwas traurig, dass die Tour übermorgen bereits vorbei sein wird, freue mich aber auch sehr darauf, wieder selbst für das Programm, die Stopps und das Essen zuständig zu sein und den eigenen Ideen zu folgen. Ich möchte für zwei Tage ein Auto mieten, um auch die Umgebung und das Kap erkunden zu können :-)
Und dann ist der allgegenwärtige Staub und/oder Sand. Der ganze Truck und alles, was drin zu finden ist, uns inklusive, ist ständig wie paniert von einer mehr oder weniger dicken Staubschicht. Sogar das Innere der Locker ist immer wieder staubbedeckt und die Füsse sauber zu kriegen ist ein schier aussichtsloses Unterfangen. Und ein etwas unnötiges dazu, dauert es doch gefühlte 3,8 Sekunden, bis sie wieder staubig sind. Da auch unsere Campingplätze fast ausschliesslich aus Sand bestehen, besteht kein Entkommen. Es gibt Tage, da denke ich, dass ich mich nun daran gewöhnt habe, aber dann auch wieder Tage, an welchen ich mich auf den Moment freue, wenn wir aus dem Staub kommen werden...
Das selbe gilt auch fürs Campieren ;-)
Die letzten Tage waren wir fast ausschliesslich auf sandigen Pisten unterwegs. Diese sind meist in einem ganz ordentlichen Zustand, auch wenn es hin und wieder heftig holpert. Da es nur sehr wenig Verkehr hat, fühle ich mich auch sicher, insbesondere, da unser Fahrer einen guten Job macht. Und doch haben die afrikanischen Strassen auch tragische Folgen auf einen Truck unseres Veranstalters, der auf der selben Strecke, auf welcher auch unser Team in Kenya gestartet ist, einen Unfall mit Todesfolge erleidet. Dies schlägt natürlich auch auf die Stimmung unserer Guides, da sie alle wie eine grosse Familie seien. Aber wie bereits früher mal beschrieben, sind die Strassen und die ganze Infrastruktur in den Ländern, welche ich auf dieser Tour bereise, in einem viel besseren Zustand, als es die Strassen in Tanzania waren. Und morgen werden wie die Grenze nach Südafrika queren, wo dann auch Schluss sein dürfte mit den Sandpisten.
Und in Cape Town werde ich dann selbst für das Fahren zuständig sein. Ich bin etwas traurig, dass die Tour übermorgen bereits vorbei sein wird, freue mich aber auch sehr darauf, wieder selbst für das Programm, die Stopps und das Essen zuständig zu sein und den eigenen Ideen zu folgen. Ich möchte für zwei Tage ein Auto mieten, um auch die Umgebung und das Kap erkunden zu können :-)
Düne 45 und Dead Vlei - ab in die Wüste!
Heute heisst es abermals, früh aus den Federn (naja, oder weniger früh von der Matte und aus dem Zelt) zu kommen, da die Wüste ruft! Die Tore in den Nationalpark gehen erst um 6.10 auf, so dass um diese Zeit bereits einige Autos und Busse auf den Moment der Öffnung warten. Unser erstes Ziel ist die Düne 45, benannt nach den 45km Entfernung von Sesriem. Die Fahrt erfolgt durch eine ganz flache Ebene, auf deren beiden Seiten sich mehr und mehr rötlich im Morgenlicht schimmernde Sanddünen erheben. Angekommen auf dem Parkplatz geht es zu Fuss weiter auf die Düne, um rechtzeitig für den Sonnenaufgang auf dem "Gipfel" zu stehen. Bereits während des Aufstiegs sind herrliche Aussichten - und Fotos - in alle Richtungen möglich :-) Die Sonne geht auf und somit ändern sich die Farben fast minütlich. Das frühe Aufstehen hat sich definitiv gelohnt!
Wir bleiben für etwa eine Stunde auf der Düne. Der Abstieg ist dabei um einiges einfacher als der Aufstieg. Wir rennen die Düne runter und sind zügig wieder unten - wenn auch ziemlich sandig... Aber dies wir noch ein eigenes Thema sein ;-)
Ich sage noch so, dass ich bereit wäre für Spiegelei mit Speck, und siehe da, beim Truck angekommen steht unser Koch tatsächlich mit dem gewünschten da :-) So stärken wir uns für den zweiten Höhepunkt des Tages. Wir fahren noch einige Kilometer weiter in die Dünen und parkieren unseren Truck da. Weiter geht es im Anhänger eines Traktors auf einer sehr sehr unruhigen Sandpiste, um nach Sossuvlei zu gelangen. Und von da sind es rund zwei Kilometer durch die Wüste bis nach Hidden Vlei. Wir entscheiden uns für den Umweg über eine weitere Düne, um den Blick von oben auf das ganze zu haben. Hidden Vlei ist eine topfebene, weisse Fläche, mit einigen Bäumen drauf, die vor rund 300 Jahren aufgrund des sinkenden Wasserspiegels abgestorben sind, doch aufgrund der Trockenheit immer noch da stehen. Es sind fast surreale Bilder, die sich uns bieten. Ich bin beeindruckt - und glücklich :-) Als wir beim ersten Treffen nach unseren Erwartungen gefragt wurden, nannte ich die Namibwüste. Und nun stehe ich mitten drin in dieser unwirtlichen, aber doch so schönen Umgebung!
Wir verbringen noch einige Zeit da, bevor es zurück zum Traktor geht. Auf dem Weg zurück zum Truck bleibt ein PW auf einmal im Sand stecken... So werden alle Männer gebeten, ausdem Anhänger zu steigen und zu stossen, und gemeinsam machen wir den Weg frei. Glück für die beiden, dass sie grad auf einer Strecke stecken bleiben, welche von vielen genutzt wird...
Im Anschluss geht es zurück ins Camp, um Mittag zu essen und die Zelte abzubauen. Diese Höhepunkte haben mich ziemlich geschafft, so dass ich die fünfstünde Fahrt am Nachmittag sehr anstrengend finde, insbesondere, da die Strasse wieder sehr "bumpy" ist und alles mit Sand bedeckt ist. Doch die Szenerie ist abermals schön, wir fahren durch die Ausläufer eines Gebirge und sehen wieder viele Berge, welche nach und nach erodieren und so den Sand für weitere Wüsten bereitstellen ;-)
Wir erreichen schliesslich ein einfaches Camp mitten im Nirgendwo für die nächste Nacht. Das ganze Gelände hat schon bessere Zeiten gesehen, aber das spielt keine grosse Rolle. Es hat einen abgewetzten Billardtisch mit krummen Queues, aber Spass damit haben wir trotzdem ;-)
Nach dem Mittagessen geht es zurück auf die Strasse.
Wir bleiben für etwa eine Stunde auf der Düne. Der Abstieg ist dabei um einiges einfacher als der Aufstieg. Wir rennen die Düne runter und sind zügig wieder unten - wenn auch ziemlich sandig... Aber dies wir noch ein eigenes Thema sein ;-)
Ich sage noch so, dass ich bereit wäre für Spiegelei mit Speck, und siehe da, beim Truck angekommen steht unser Koch tatsächlich mit dem gewünschten da :-) So stärken wir uns für den zweiten Höhepunkt des Tages. Wir fahren noch einige Kilometer weiter in die Dünen und parkieren unseren Truck da. Weiter geht es im Anhänger eines Traktors auf einer sehr sehr unruhigen Sandpiste, um nach Sossuvlei zu gelangen. Und von da sind es rund zwei Kilometer durch die Wüste bis nach Hidden Vlei. Wir entscheiden uns für den Umweg über eine weitere Düne, um den Blick von oben auf das ganze zu haben. Hidden Vlei ist eine topfebene, weisse Fläche, mit einigen Bäumen drauf, die vor rund 300 Jahren aufgrund des sinkenden Wasserspiegels abgestorben sind, doch aufgrund der Trockenheit immer noch da stehen. Es sind fast surreale Bilder, die sich uns bieten. Ich bin beeindruckt - und glücklich :-) Als wir beim ersten Treffen nach unseren Erwartungen gefragt wurden, nannte ich die Namibwüste. Und nun stehe ich mitten drin in dieser unwirtlichen, aber doch so schönen Umgebung!
Wir verbringen noch einige Zeit da, bevor es zurück zum Traktor geht. Auf dem Weg zurück zum Truck bleibt ein PW auf einmal im Sand stecken... So werden alle Männer gebeten, ausdem Anhänger zu steigen und zu stossen, und gemeinsam machen wir den Weg frei. Glück für die beiden, dass sie grad auf einer Strecke stecken bleiben, welche von vielen genutzt wird...
Im Anschluss geht es zurück ins Camp, um Mittag zu essen und die Zelte abzubauen. Diese Höhepunkte haben mich ziemlich geschafft, so dass ich die fünfstünde Fahrt am Nachmittag sehr anstrengend finde, insbesondere, da die Strasse wieder sehr "bumpy" ist und alles mit Sand bedeckt ist. Doch die Szenerie ist abermals schön, wir fahren durch die Ausläufer eines Gebirge und sehen wieder viele Berge, welche nach und nach erodieren und so den Sand für weitere Wüsten bereitstellen ;-)
Wir erreichen schliesslich ein einfaches Camp mitten im Nirgendwo für die nächste Nacht. Das ganze Gelände hat schon bessere Zeiten gesehen, aber das spielt keine grosse Rolle. Es hat einen abgewetzten Billardtisch mit krummen Queues, aber Spass damit haben wir trotzdem ;-)
Nach dem Mittagessen geht es zurück auf die Strasse.
Donnerstag, 11. September 2014
Sesriem
Wir verlassen Swakopmund am Morgen und wir sind alle froh, nach dem Schmuddelwetter wieder Sonne in Aussicht zu haben. Wir fahren zuerst der Küste entlang bis nach Walvis Bay - oder Walfischbucht -, um dann in Richtung Osten ins Landesinnere zu fahren. An der Küste bleibt uns der Nebel ein treuer Begleiter, aber im Anschluss sind wir schnell wieder an der Sonne :-) Die Strecke entlang der Küste ist wiederum Sand und Ozean, mit dem Unterschied, dass immer wieder mal ein Feriendorf am Strand zu finden ist. Es will uns aber einfach nicht so recht einleuchten, warum man hier in die Ferien möchte - oder gar leben will... Ausser, der Ort dient als Durchgangsstation, aber diese Ferienresidenzen sehen eher nach ein- oder zweiwöchtigen Aufenthalten aus. Naja, ein jeder nach seinem Geschmack...
Heute ist mehrheitlich ein Bustag angesagt, aber die Strecke ist erfreulich "scenic". Wir durchqueren die Naukluft-Berge und es bieten sich tolle Aussichten! Als wir etwas weiterfahren sehen wir immer wieder einzelne Hügel oder Berge im Sand stehen. Diese stehen in den eigenen Abtragungen wie Inseln im Meer. Immer wieder versuche ich, dies auf Bildern festzuhalten, aber mit wechselndem Erfolg. Aber ich mag das Fahren immer wieder. Mit einem Neuseeländer, der auch mal Gg studierte und jetzt als Hydrologe arbeitet, stehe ich jeweils fast die ganze Fahrt durch, da man vorne sonst keine Aussicht hat. Aber da wir fast die einzigen sind, die jeweils wirklich viel sehen möchten, können wir uns immer gut platzieren, um möglichst viel von der Gegend aufnehmen zu können. Die Mehrzahl der anderen widmet sich gern ihren Büchern, den Jasskarten - oder dem Kopfkissen ;-)
Insbesondere heute war teilweise fast der ganze Bus am schlafen, und auch ich war sehr müde. Es scheint, als merkten wir langsam, wie viel wir unterwegs sind und wie viel wir erleben. Von daher ist es vielleicht auch ganz okay, wenn wir in fünf Tagen in Cape Town ankommen werden, auch wenn ich davon grad jetzt noch gar nichts wissen möchte... Aber nicht mehr immer ein- und auszuupacken, wird auch ganz erholsam sein. Heute war dementsprechend früh Nachtruhe, bereits um halb 9 verschwanden alle in ihren Zelten - so dass ich für einmal wieder richtig aktuell bin und mein Tagebuch schreibe :-)
Morgen früh geht's dann in die Dünen für den Sonnenaufgang - freue mich wie ein kleines Kind :-) Auch wenn's dann wieder so richtig sandig werden wird... Aber Sand und Staub sind unsere treuen Begleiter durch ganz Namibia. Von daher - halb so wild ;-)
Heute ist mehrheitlich ein Bustag angesagt, aber die Strecke ist erfreulich "scenic". Wir durchqueren die Naukluft-Berge und es bieten sich tolle Aussichten! Als wir etwas weiterfahren sehen wir immer wieder einzelne Hügel oder Berge im Sand stehen. Diese stehen in den eigenen Abtragungen wie Inseln im Meer. Immer wieder versuche ich, dies auf Bildern festzuhalten, aber mit wechselndem Erfolg. Aber ich mag das Fahren immer wieder. Mit einem Neuseeländer, der auch mal Gg studierte und jetzt als Hydrologe arbeitet, stehe ich jeweils fast die ganze Fahrt durch, da man vorne sonst keine Aussicht hat. Aber da wir fast die einzigen sind, die jeweils wirklich viel sehen möchten, können wir uns immer gut platzieren, um möglichst viel von der Gegend aufnehmen zu können. Die Mehrzahl der anderen widmet sich gern ihren Büchern, den Jasskarten - oder dem Kopfkissen ;-)
Insbesondere heute war teilweise fast der ganze Bus am schlafen, und auch ich war sehr müde. Es scheint, als merkten wir langsam, wie viel wir unterwegs sind und wie viel wir erleben. Von daher ist es vielleicht auch ganz okay, wenn wir in fünf Tagen in Cape Town ankommen werden, auch wenn ich davon grad jetzt noch gar nichts wissen möchte... Aber nicht mehr immer ein- und auszuupacken, wird auch ganz erholsam sein. Heute war dementsprechend früh Nachtruhe, bereits um halb 9 verschwanden alle in ihren Zelten - so dass ich für einmal wieder richtig aktuell bin und mein Tagebuch schreibe :-)
Morgen früh geht's dann in die Dünen für den Sonnenaufgang - freue mich wie ein kleines Kind :-) Auch wenn's dann wieder so richtig sandig werden wird... Aber Sand und Staub sind unsere treuen Begleiter durch ganz Namibia. Von daher - halb so wild ;-)
Swakopmund
Nach Spitzkoppe machen wir uns auf eine weitere Sandpiste in Richtung Westen und somit in Richtung Küste. Und in Richtung Namib :-)
Mehr und mehr Sand ist auf beiden Seiten der - passt doch bestens... Sandstrasse - zu sehen. Und je weiter wir in Richtung Küste kommen, desto mehr ist auch bereits der Nebel zu erkennen - Namib ist eine Küstenwüste (für alle, die's bereits gehört haben, als Erinnerung ;-) Für alle anderen muss Wikipedia genügen...) und so merken wir sehr schnell, wie neblig es wirklich ist - und somit auch, wie empfindlich kalt es werden kann.
Wir kommen an die Küste und drehen zuerst nach rechts in Richtung Cape Cross und zur Seal-Kolonie ab. Wir öffnen die Türen und uns schlägt kalter Wind, Nebel und ein ziemlicher Gestank der Seehunde entgegen. Obwohl ich ja eigentlich wusste, dass das Wetter genau so sein müsste, bin ich irgendwie doch nicht darauf gefasst, da alle letzten Tage so warm waren... Nach dem ersten Schock wagen wir uns aus dem Truck und sehen die Küste und hunderte von Seelöwen vor uns. Nicht alle sind so schön, wie diejenigen, welche wir auf den Postkarten sehen können und einige können auch ganz schön aneinander geraten. Aber wir trotzen der Kälte und finden immer mehr spannende und auch schöne Motive. Mir gefallen diese Tiere trotz ihres Angriffs auf die Geruchsnerven ;-)
Im Anschluss geht es der Küste entlang in Richtung Süden auf einer Salzstrasse. Im Austausch gegen ein Bier tauscht der Koch ausnahmsweise seinen Platz im Führerhaus mit mir und ich geniesse die Fahrt mit bester Aussicht. Ich bin total fasziniert von dieser Wüste. Die Nebelschwaden vor uns, der brandende kalte Atlantik zur rechten und der Hügelzug in der Sonne zur linken machen mich baff.
Irgendwann erreichen wir Swakopmund. Dieser Ort gehört in meine Top Ten der schrägsten Orte, in welchen ich bisher gewesen bin... Eine Stadt irgendwo im Nirgendwo der Namibwüste mit Dünen am Stadtrand und kaum einer Nachbarschaft. Dies war der wichtigste Hafen im damaligen Deutsch-Südwestafrika - aber das ist ja doch auch schon eine Weile her...
Einige alte Kolonialbauten, überall deutsche Schilder, da der Ort heute noch einen starken deutschen Einschlag hat, heute vor allem durch deutsche Touristen und Rentener, breite Strassen wie in einer Grossstadt - die meisten davon aber fast immer leer... - viele Strassen voller Sand, neuere Zweckbauten, Hotels und Ferienhäuser und am Stadtrand eine Township. Ich finde mich in einem schrägen Mix zwischen Kolonialstadt, Disney Land und Durchschnittsort. Und vor den Toren der Stadt herrscht schönes Wetter, doch in der Stadt regiert der Nebel mit Schmuddelwetter. Irgendwie passt das alles nicht zusammen... und auch nicht zum Bild eines grossen Touristenortes...
Wir haben hier die Basis für zweieinhalb Tage, während denen kein offizielles Programm stattfinden wird und während denen wir in kleinen Bungalows wohnen. Ich teile meinen mit sehr unterhaltsamen Mitreisenden, so dass ein grosser Teil des Aufenthaltes hier aus Plaudereien, lecker essen und trinken und durch den Ort schlendern besteht. Es hat etwas Projektwochen-mässiges ;-) Unterwegs treffen wir auch immer wieder andere Tours und so tauschen wir uns auch immer wieder aus. Und es scheint mir, dass es eine gute Idee war, die Camping-Tour zu buchen, da unsere Gruppe viel bunter gemischt ist als andere. Auch wenn ich das Bett und unseren "A-Frame", unseren kleiner Bungalow geniesse :-)
Doch Swakopmund ist auch ein Ort für viele mögliche Aktivitäten. Gleich zu Beginn sind wir in einem Infocenter und können unsere weiteren Tage planen. Ich entscheide mich fürs Sandboarden und für einen Flug über die Wüste. Letzterer ist zwar teuer, aber es sollten tolle Aussichten möglich sein. Sollten... denn leider wurde er aufgrund technischer Probleme gestrichen :-(
Dafür klappt es mit dem Sandboarding. Es gibt die Möglichkeit, auf einem Snowboard die Düne hinunter zu fahren, oder alternativ auf einem Brettchen bäuchlings in die Tiefe zu rauschen. Ich möchte beides versuchen, wenn ich auch ziemlichen Respekt vor dem Snowboard habe, da irgend eine Knieverletzung das ziemlich Letzte wäre, was ich grad brauchen könnte...
Wir fahren in die Wüste und laufen auf die Düne - und haben eine atemberaubende Aussicht: Das Meer mit Nebel, der Ort mit Nebel, die Dünen besonnt und der weite Blick ins sonnige Landesinnere :-) Und dann geht's los... Schön vorsichtig versuche ich mich, doch da ich etwas verkrampft bin, komme ich nur in ganz kleinen "Schrittchen" voran. Dann folgt der abermalige Aufstieg und der zweite Versuch. Dieser geht schon viel besser :-) Und doch beschliesse ich, es dabei zu belassen und noch auf dem Bauch zu rutschen. Es geht ganz schön heftig in die Tiefe und wir messen Geschwindigkeiten von bis zu 75 Stundenkilometern... Was für ein Spass! Und wie viel Sand überall... ;-) Ich freue mich bereits jetzt auf die Dusche... Das ganze wird auch gefilmt und am selben Abend treffen sich alle im Büro des Anbieters und haben ein ziemliches Gaudi beim gemeinsamen Schauen unserer Erfolge und v.a. Misserfolge :-)
Der letzte Abend vor Ort führt uns in den Township in eine Shebeen und ein lokales Restaurant. Da Namibia bis 1990 entweder Teil von Südafrika war oder mindestens von Südafrika verwaltet wurde, erlebte auch dieses Land die Apartheit. Und so wurde in den 1960er-Jahren alle nicht-weisse Bevölkerung aus der eigentlichen Stadt in diese Township umgesiedelt. Die Verhältnisse sind aber nicht mit einigen in Soweto oder Tanzania zu vergleichen, da alle Häuser über Strom und fliessendes Wasser verfügen, aber es ist doch ein ziemlicher Gegensatz zum touristischen Teil der Stadt... Die Shebeen ist eine lokale Kneipe, wo wir einen Apero geniessen und im Restaurant wird uns ein lokales Abendessen gereicht mit Poulet aus Zucht, aber auch Poulet aus dem Dorf, Schafkopf, Würmern, Beef-Stew, Reis, Porridge, etc. Vieles ist sehr lecker - und ganz alles probieren muss ich ja nicht ;-) Es ist spannend, neben der erwähnten schrägen Touristenstadt diesen Gegenpol zu entdecken. Und sehr witzig war es auch, dass in der Kneipe viele Einheimische waren, die Fotos von uns gemacht haben. Der Spiess wurde einmal umgedreht, und das fand ich sehr amüsant ;-)
Schliesslich sind wir aber alle sehr bereit, dieses Schmuddelwetter wieder zu verlassen und so ist eine weitere Busfahrt in Richtung Sesriem und den Dünen angesagt. Alles dazu in Kürze :-)
Mehr und mehr Sand ist auf beiden Seiten der - passt doch bestens... Sandstrasse - zu sehen. Und je weiter wir in Richtung Küste kommen, desto mehr ist auch bereits der Nebel zu erkennen - Namib ist eine Küstenwüste (für alle, die's bereits gehört haben, als Erinnerung ;-) Für alle anderen muss Wikipedia genügen...) und so merken wir sehr schnell, wie neblig es wirklich ist - und somit auch, wie empfindlich kalt es werden kann.
Wir kommen an die Küste und drehen zuerst nach rechts in Richtung Cape Cross und zur Seal-Kolonie ab. Wir öffnen die Türen und uns schlägt kalter Wind, Nebel und ein ziemlicher Gestank der Seehunde entgegen. Obwohl ich ja eigentlich wusste, dass das Wetter genau so sein müsste, bin ich irgendwie doch nicht darauf gefasst, da alle letzten Tage so warm waren... Nach dem ersten Schock wagen wir uns aus dem Truck und sehen die Küste und hunderte von Seelöwen vor uns. Nicht alle sind so schön, wie diejenigen, welche wir auf den Postkarten sehen können und einige können auch ganz schön aneinander geraten. Aber wir trotzen der Kälte und finden immer mehr spannende und auch schöne Motive. Mir gefallen diese Tiere trotz ihres Angriffs auf die Geruchsnerven ;-)
Im Anschluss geht es der Küste entlang in Richtung Süden auf einer Salzstrasse. Im Austausch gegen ein Bier tauscht der Koch ausnahmsweise seinen Platz im Führerhaus mit mir und ich geniesse die Fahrt mit bester Aussicht. Ich bin total fasziniert von dieser Wüste. Die Nebelschwaden vor uns, der brandende kalte Atlantik zur rechten und der Hügelzug in der Sonne zur linken machen mich baff.
Irgendwann erreichen wir Swakopmund. Dieser Ort gehört in meine Top Ten der schrägsten Orte, in welchen ich bisher gewesen bin... Eine Stadt irgendwo im Nirgendwo der Namibwüste mit Dünen am Stadtrand und kaum einer Nachbarschaft. Dies war der wichtigste Hafen im damaligen Deutsch-Südwestafrika - aber das ist ja doch auch schon eine Weile her...
Einige alte Kolonialbauten, überall deutsche Schilder, da der Ort heute noch einen starken deutschen Einschlag hat, heute vor allem durch deutsche Touristen und Rentener, breite Strassen wie in einer Grossstadt - die meisten davon aber fast immer leer... - viele Strassen voller Sand, neuere Zweckbauten, Hotels und Ferienhäuser und am Stadtrand eine Township. Ich finde mich in einem schrägen Mix zwischen Kolonialstadt, Disney Land und Durchschnittsort. Und vor den Toren der Stadt herrscht schönes Wetter, doch in der Stadt regiert der Nebel mit Schmuddelwetter. Irgendwie passt das alles nicht zusammen... und auch nicht zum Bild eines grossen Touristenortes...
Wir haben hier die Basis für zweieinhalb Tage, während denen kein offizielles Programm stattfinden wird und während denen wir in kleinen Bungalows wohnen. Ich teile meinen mit sehr unterhaltsamen Mitreisenden, so dass ein grosser Teil des Aufenthaltes hier aus Plaudereien, lecker essen und trinken und durch den Ort schlendern besteht. Es hat etwas Projektwochen-mässiges ;-) Unterwegs treffen wir auch immer wieder andere Tours und so tauschen wir uns auch immer wieder aus. Und es scheint mir, dass es eine gute Idee war, die Camping-Tour zu buchen, da unsere Gruppe viel bunter gemischt ist als andere. Auch wenn ich das Bett und unseren "A-Frame", unseren kleiner Bungalow geniesse :-)
Doch Swakopmund ist auch ein Ort für viele mögliche Aktivitäten. Gleich zu Beginn sind wir in einem Infocenter und können unsere weiteren Tage planen. Ich entscheide mich fürs Sandboarden und für einen Flug über die Wüste. Letzterer ist zwar teuer, aber es sollten tolle Aussichten möglich sein. Sollten... denn leider wurde er aufgrund technischer Probleme gestrichen :-(
Dafür klappt es mit dem Sandboarding. Es gibt die Möglichkeit, auf einem Snowboard die Düne hinunter zu fahren, oder alternativ auf einem Brettchen bäuchlings in die Tiefe zu rauschen. Ich möchte beides versuchen, wenn ich auch ziemlichen Respekt vor dem Snowboard habe, da irgend eine Knieverletzung das ziemlich Letzte wäre, was ich grad brauchen könnte...
Wir fahren in die Wüste und laufen auf die Düne - und haben eine atemberaubende Aussicht: Das Meer mit Nebel, der Ort mit Nebel, die Dünen besonnt und der weite Blick ins sonnige Landesinnere :-) Und dann geht's los... Schön vorsichtig versuche ich mich, doch da ich etwas verkrampft bin, komme ich nur in ganz kleinen "Schrittchen" voran. Dann folgt der abermalige Aufstieg und der zweite Versuch. Dieser geht schon viel besser :-) Und doch beschliesse ich, es dabei zu belassen und noch auf dem Bauch zu rutschen. Es geht ganz schön heftig in die Tiefe und wir messen Geschwindigkeiten von bis zu 75 Stundenkilometern... Was für ein Spass! Und wie viel Sand überall... ;-) Ich freue mich bereits jetzt auf die Dusche... Das ganze wird auch gefilmt und am selben Abend treffen sich alle im Büro des Anbieters und haben ein ziemliches Gaudi beim gemeinsamen Schauen unserer Erfolge und v.a. Misserfolge :-)
Der letzte Abend vor Ort führt uns in den Township in eine Shebeen und ein lokales Restaurant. Da Namibia bis 1990 entweder Teil von Südafrika war oder mindestens von Südafrika verwaltet wurde, erlebte auch dieses Land die Apartheit. Und so wurde in den 1960er-Jahren alle nicht-weisse Bevölkerung aus der eigentlichen Stadt in diese Township umgesiedelt. Die Verhältnisse sind aber nicht mit einigen in Soweto oder Tanzania zu vergleichen, da alle Häuser über Strom und fliessendes Wasser verfügen, aber es ist doch ein ziemlicher Gegensatz zum touristischen Teil der Stadt... Die Shebeen ist eine lokale Kneipe, wo wir einen Apero geniessen und im Restaurant wird uns ein lokales Abendessen gereicht mit Poulet aus Zucht, aber auch Poulet aus dem Dorf, Schafkopf, Würmern, Beef-Stew, Reis, Porridge, etc. Vieles ist sehr lecker - und ganz alles probieren muss ich ja nicht ;-) Es ist spannend, neben der erwähnten schrägen Touristenstadt diesen Gegenpol zu entdecken. Und sehr witzig war es auch, dass in der Kneipe viele Einheimische waren, die Fotos von uns gemacht haben. Der Spiess wurde einmal umgedreht, und das fand ich sehr amüsant ;-)
Schliesslich sind wir aber alle sehr bereit, dieses Schmuddelwetter wieder zu verlassen und so ist eine weitere Busfahrt in Richtung Sesriem und den Dünen angesagt. Alles dazu in Kürze :-)
Mittwoch, 10. September 2014
Spitzkoppe
Das Matterhorn Afrikas - so zumindest wird die Spitzkoppe in den Reiseführern beschrieben... Da bin ich doch gespannt ;-)
Wir fahren noch einige Kilometer durch Etosha und verabschieden uns von den Zebras, Springbocks und Oryx, um in Richtung Südwesten zur Spitzkoppe zu fahren. Nun hat sich die Umgebung verändert. Die eher karge Vegetation weicht einer etwas üppigeren Bewachsung auf rötlichem Untergrund. In der Ferne und - mit zunehmender Dauer der Fahrt - auch in der Nähe sind immer wieder Hügel, Felsen und kleinere Bergketten zu sehen, die rötlich schimmern.
Der Pause am Vormittag und der Mittagshalt finden in kleinen Städtchen statt, die eine spezielle Mischung aus einigen wenigen alten, mehr oder weniger gut erhaltenen, Häusern aus der deutschen Kolonialzeit, aus neueren Gebäuden jegwelcher Qualität und mitten drin sind offene Felder, zerfallene Bauten, Lastwagen, die parkiert sind oder etwas verkaufen, und einer Vielzahl von Strassen und Parkplätzen. Ich lasse das Mittagessen aus, um mich etwas umzusehen und finde diese Orte sehr angenehm. Auch wenn ich sehr bereit bin, nach einer Stunde weiterzufahren...
So geht die Fahrt einige Stunden weiter, die Landschaft ist sehr schön, immer wieder durchfahren wir einen solchen Ort und dann folgt die Abzweigung auf die Sandpiste in Richtung Spitzkoppe. Amüsiert versuche ich, einige der Verkehrstafeln zu fotografieren. Zum Beispiel: Achtung, Elefanten oder Warzenschweine auf der Fahrbahn; oder die Tempobeschränkung "100" auf der Sandpiste.
Und dann kommt langsam aber sicher die Spitzkoppe ins Blickfeld. Matterhorn als Übername wurde gewählt, da die Spitzkoppe mehr oder weniger isoliert dasteht, aber mich erinnert die ganze Szene eher ans australische Outback mit Ayers Rock und den Olgas. Aus einer flachen Ebene ragen rötlich schimmernde Blöcke. Ich bin so fasziniert, dass ich bereits auf der Anfahrt geschätzte 50 Fotos mache. Ich habe sie noch nicht gezählt und geordnet, ich fürchte mich noch etwas vor dieser Aufgabe ;-)
Und unser Campingplatz findet sich mitten drin in dieser Szene. Vor uns die Spitzkoppe, grad neben uns weitere Blöcke und hinter uns weitere mitsamt einem "Arch". Es ist heiss und die Farben leuchten in der flacher einstrahlenden Sonne. Wow, ich bin hell begeistert! Ich dachte zuvor, dass ich für Berge ja nicht aus der Schweiz nach Afrika reisen müsste, aber das hier ist eine Reise wert!
Kaum sind wir angekommen, können wir eine geführte Wanderung zu Höhlenmalereien unternehmen. Mir ist aber gar nicht danach, hier geführt zu werden, so dass ich diese auslasse und mich selbst auf den Weg durch die Felsen mache. Ich fühle mich einfach nur glücklich, hier zu sein und kraxle über die Felsen auf der Suche nach schönen Perspektiven und Fotomotiven. Und werde nicht enttäuscht :-) Die Sonne steht immer tiefer und die Felsen werden immer schöner beschienen - und auf der anderen Seite ist bereits der fast volle Mond aufgegangen. Viel mehr kann man nicht erwarten :-)
Nach rund zwei Stunden mache ich mich auf den Weg zurück zum Truck und zum Lagerfeuer, wo wir gemütlich essen, das ganze Bild mit Mondlicht bestaunen und alle ganz viel zu erzählen haben. Es scheint, als gebe diese Umgebung allen zusätzliche Energie. So wird es ein später und unterhaltsamer Abend, an dessen Ende ich mich nochmals für eine Stunde aufmache, neue Eindrücke zu sammeln. Es ist kein Licht zu sehen und der Mond erhellt die Felsen eindrücklich. Ich will hier nicht mehr weg!!!
Und so beschliesse ich auch, bereits sehr früh aufzustehen morgen, da wir bereits kurz nach Sonnenuntergang weitermüssen. So sehe ich das Bild mit dem Mondlicht von der anderen Seite und schliesslich im erwachenden Tag. Ich bin zwar sehr müde, da ich nur wenig geschlafen habe, aber ziemlich euphorisiert. Und so zeigt sich auch wieder, dass die besten Erlebnisse oftmals dann sind, wenn die Erwartungen nicht zu hochtrabend sind. So ist besonders viel Raum für erfreuliche Überraschungen.
Drum: Spitzkoppe - absolut herrlich!
Wir fahren noch einige Kilometer durch Etosha und verabschieden uns von den Zebras, Springbocks und Oryx, um in Richtung Südwesten zur Spitzkoppe zu fahren. Nun hat sich die Umgebung verändert. Die eher karge Vegetation weicht einer etwas üppigeren Bewachsung auf rötlichem Untergrund. In der Ferne und - mit zunehmender Dauer der Fahrt - auch in der Nähe sind immer wieder Hügel, Felsen und kleinere Bergketten zu sehen, die rötlich schimmern.
Der Pause am Vormittag und der Mittagshalt finden in kleinen Städtchen statt, die eine spezielle Mischung aus einigen wenigen alten, mehr oder weniger gut erhaltenen, Häusern aus der deutschen Kolonialzeit, aus neueren Gebäuden jegwelcher Qualität und mitten drin sind offene Felder, zerfallene Bauten, Lastwagen, die parkiert sind oder etwas verkaufen, und einer Vielzahl von Strassen und Parkplätzen. Ich lasse das Mittagessen aus, um mich etwas umzusehen und finde diese Orte sehr angenehm. Auch wenn ich sehr bereit bin, nach einer Stunde weiterzufahren...
So geht die Fahrt einige Stunden weiter, die Landschaft ist sehr schön, immer wieder durchfahren wir einen solchen Ort und dann folgt die Abzweigung auf die Sandpiste in Richtung Spitzkoppe. Amüsiert versuche ich, einige der Verkehrstafeln zu fotografieren. Zum Beispiel: Achtung, Elefanten oder Warzenschweine auf der Fahrbahn; oder die Tempobeschränkung "100" auf der Sandpiste.
Und dann kommt langsam aber sicher die Spitzkoppe ins Blickfeld. Matterhorn als Übername wurde gewählt, da die Spitzkoppe mehr oder weniger isoliert dasteht, aber mich erinnert die ganze Szene eher ans australische Outback mit Ayers Rock und den Olgas. Aus einer flachen Ebene ragen rötlich schimmernde Blöcke. Ich bin so fasziniert, dass ich bereits auf der Anfahrt geschätzte 50 Fotos mache. Ich habe sie noch nicht gezählt und geordnet, ich fürchte mich noch etwas vor dieser Aufgabe ;-)
Und unser Campingplatz findet sich mitten drin in dieser Szene. Vor uns die Spitzkoppe, grad neben uns weitere Blöcke und hinter uns weitere mitsamt einem "Arch". Es ist heiss und die Farben leuchten in der flacher einstrahlenden Sonne. Wow, ich bin hell begeistert! Ich dachte zuvor, dass ich für Berge ja nicht aus der Schweiz nach Afrika reisen müsste, aber das hier ist eine Reise wert!
Kaum sind wir angekommen, können wir eine geführte Wanderung zu Höhlenmalereien unternehmen. Mir ist aber gar nicht danach, hier geführt zu werden, so dass ich diese auslasse und mich selbst auf den Weg durch die Felsen mache. Ich fühle mich einfach nur glücklich, hier zu sein und kraxle über die Felsen auf der Suche nach schönen Perspektiven und Fotomotiven. Und werde nicht enttäuscht :-) Die Sonne steht immer tiefer und die Felsen werden immer schöner beschienen - und auf der anderen Seite ist bereits der fast volle Mond aufgegangen. Viel mehr kann man nicht erwarten :-)
Nach rund zwei Stunden mache ich mich auf den Weg zurück zum Truck und zum Lagerfeuer, wo wir gemütlich essen, das ganze Bild mit Mondlicht bestaunen und alle ganz viel zu erzählen haben. Es scheint, als gebe diese Umgebung allen zusätzliche Energie. So wird es ein später und unterhaltsamer Abend, an dessen Ende ich mich nochmals für eine Stunde aufmache, neue Eindrücke zu sammeln. Es ist kein Licht zu sehen und der Mond erhellt die Felsen eindrücklich. Ich will hier nicht mehr weg!!!
Und so beschliesse ich auch, bereits sehr früh aufzustehen morgen, da wir bereits kurz nach Sonnenuntergang weitermüssen. So sehe ich das Bild mit dem Mondlicht von der anderen Seite und schliesslich im erwachenden Tag. Ich bin zwar sehr müde, da ich nur wenig geschlafen habe, aber ziemlich euphorisiert. Und so zeigt sich auch wieder, dass die besten Erlebnisse oftmals dann sind, wenn die Erwartungen nicht zu hochtrabend sind. So ist besonders viel Raum für erfreuliche Überraschungen.
Drum: Spitzkoppe - absolut herrlich!
Samstag, 6. September 2014
Etosha Pan
Die Etosha-Pfanne, mein heutiges Highlight!
Doch der Reihe nach, oder noch besser fange ich hinten an... so früh habe ich noch nie gebloggt, aber da einige Wecker eine Stunde zu früh losgingen, habe ich Zeit... Namibia wechselte diese Nacht auf Sommerzeit, aber davon wusste unser Guide leider nichts. Halb so wild, dafür gab's eine lange und warme Dusche :-) doch zurück zu gestern.
Wir haben im Etosha NP übernachtet, weshalb wir früh starten können mit weiteren Game Drives. Im Unterschied zu Tanzania ist es hier mehr ein Hüpfen zwischen Wasserlöchern, wenngleich es auch dazwischen immer wieder was zu entdecken gibt. Irgendwie fühle ich mich sehr schlapp, so dass ein Teil des Suchens an mir vorbei geht. Es ist aber komfortabel, denn sobald es etwas spannendes zu sehen gibt, herrscht Betrieb und ich bin wieder dabei ;-) wir entdecken eine Vielzahl von weiteren Tieren, unter anderem mehrere Nashörner.
Doch mein erwähntes Highlight ist die Etosha Pan. Diese ist eine riesige, topfebene Fläche, die wie ein lebensfeindliches Meer mitten in diesem belebten Park liegt. Ich bin beeindruckt von dieser Weite. Und natürlich dürfen dann auch die obligaten Spassfotos nicht fehlen auf der Ebene ;-)
Heute ist der letzte Tag mit den Tieren. Ich habe es sehr genossen, freue mich nun aber auch auf die Wüste und das Meer :-) Den Ausklang des Tages geniesse ich abermals an einem beleuchteten Wasserloch, in Gesellschaft von Elefanten, Nashörnern, Giraffen, Antilopen und Schakalen in nächster Nähe. Das ist ein gelungener Abschluss :-)
Dann geht's zurück ins Zelt. Ich freue mich bereits auf die Küste, wo wir Abwechslung in einem Hostel übernachten sollten - mein Rücken wird es danken...
Doch der Reihe nach, oder noch besser fange ich hinten an... so früh habe ich noch nie gebloggt, aber da einige Wecker eine Stunde zu früh losgingen, habe ich Zeit... Namibia wechselte diese Nacht auf Sommerzeit, aber davon wusste unser Guide leider nichts. Halb so wild, dafür gab's eine lange und warme Dusche :-) doch zurück zu gestern.
Wir haben im Etosha NP übernachtet, weshalb wir früh starten können mit weiteren Game Drives. Im Unterschied zu Tanzania ist es hier mehr ein Hüpfen zwischen Wasserlöchern, wenngleich es auch dazwischen immer wieder was zu entdecken gibt. Irgendwie fühle ich mich sehr schlapp, so dass ein Teil des Suchens an mir vorbei geht. Es ist aber komfortabel, denn sobald es etwas spannendes zu sehen gibt, herrscht Betrieb und ich bin wieder dabei ;-) wir entdecken eine Vielzahl von weiteren Tieren, unter anderem mehrere Nashörner.
Doch mein erwähntes Highlight ist die Etosha Pan. Diese ist eine riesige, topfebene Fläche, die wie ein lebensfeindliches Meer mitten in diesem belebten Park liegt. Ich bin beeindruckt von dieser Weite. Und natürlich dürfen dann auch die obligaten Spassfotos nicht fehlen auf der Ebene ;-)
Heute ist der letzte Tag mit den Tieren. Ich habe es sehr genossen, freue mich nun aber auch auf die Wüste und das Meer :-) Den Ausklang des Tages geniesse ich abermals an einem beleuchteten Wasserloch, in Gesellschaft von Elefanten, Nashörnern, Giraffen, Antilopen und Schakalen in nächster Nähe. Das ist ein gelungener Abschluss :-)
Dann geht's zurück ins Zelt. Ich freue mich bereits auf die Küste, wo wir Abwechslung in einem Hostel übernachten sollten - mein Rücken wird es danken...
Freitag, 5. September 2014
Etosha NP
Eine kühle Nacht bringt einen frischen Morgen... ich habe nicht wirklich gut geschlafen, da es empfindlich kalt war, aber ich erwache mit dem schönen Gefühl, dass ich mich wieder fit und munter fühle :-)
Das heutige Ziel ist der Etosha-Nationalpark im Nordwesten des Landes. Zu Beginn begleitet uns die bekannte Vegetation, doch nach Grootfontein wird es auf einmal grüner und auch die Bäume werden mehr. Zudem ist es die erste Strasse, die etwas mehr Verkehr verzeichnet. Wir machen einen kurzen Halt in Tsumeb, einer alten Bergbaustadt mit einer interessanten Hauptstrasse mit einigen Häusern aus "besseren Zeiten", einigen grünen Flecken und freundlichen Passanten.
Etwas nach Mittag erreichen wir den Parkeingang und beginnen gleich mit dem ersten Game Drive. Im Unterschied zum letzten NP sind wir diesmal mit unserem Truck unterwegs, was uns etwas schwerfällig macht, uns dafür aber eine tolle Übersicht verschafft :-)
Wir stoppen bei einem Wasserloch und brauchen nur etwas Geduld, bis eine Vielzahl von Tieren auftaucht, um zu trinken. Springbocks, Oryx, Gnus, Löwen, Antilopen, Giraffen, Kudus, ... da wir in der Trockenzeit sind, sind nicht mehr so viele Wasserstellen übrig, so dass dies sichere Beobachtungsstellen sind.
Nach dem Mittagessen machen wir uns ein weiteres Mal auf die Jagd... nach guten Bildern ;-) und wir finden unter anderem ein Nashorn :-) dieses hatte ich bisher erst aus grosser Entfernung gesehen, doch diesmal verweilt es länger in unserer Nähe. Herrlich! Und je später es wird, desto tiefer steht die Sonne und desto schöner wird die ganze Szene in ein "goldenes" Licht getaucht. Ich könnte dies noch lange wirken lassen. Doch wir müssen rechtzeitig aus dem Park, da die Ranger streng sind.
Wir übernachten auf einem Campingplatz bei einem alten deutschen Fort aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts. Zur Sicherheit habe ich mir meinen zweiten Schlafsack bereit gelegt...
Der Tag endet am einem beleuchteten Wasserloch, wo ich bei einem Drink diesen Eintrag schreibe und weitere Elefanten und Nashörner beobachten kann... Luxus pur :-)
Das heutige Ziel ist der Etosha-Nationalpark im Nordwesten des Landes. Zu Beginn begleitet uns die bekannte Vegetation, doch nach Grootfontein wird es auf einmal grüner und auch die Bäume werden mehr. Zudem ist es die erste Strasse, die etwas mehr Verkehr verzeichnet. Wir machen einen kurzen Halt in Tsumeb, einer alten Bergbaustadt mit einer interessanten Hauptstrasse mit einigen Häusern aus "besseren Zeiten", einigen grünen Flecken und freundlichen Passanten.
Etwas nach Mittag erreichen wir den Parkeingang und beginnen gleich mit dem ersten Game Drive. Im Unterschied zum letzten NP sind wir diesmal mit unserem Truck unterwegs, was uns etwas schwerfällig macht, uns dafür aber eine tolle Übersicht verschafft :-)
Wir stoppen bei einem Wasserloch und brauchen nur etwas Geduld, bis eine Vielzahl von Tieren auftaucht, um zu trinken. Springbocks, Oryx, Gnus, Löwen, Antilopen, Giraffen, Kudus, ... da wir in der Trockenzeit sind, sind nicht mehr so viele Wasserstellen übrig, so dass dies sichere Beobachtungsstellen sind.
Nach dem Mittagessen machen wir uns ein weiteres Mal auf die Jagd... nach guten Bildern ;-) und wir finden unter anderem ein Nashorn :-) dieses hatte ich bisher erst aus grosser Entfernung gesehen, doch diesmal verweilt es länger in unserer Nähe. Herrlich! Und je später es wird, desto tiefer steht die Sonne und desto schöner wird die ganze Szene in ein "goldenes" Licht getaucht. Ich könnte dies noch lange wirken lassen. Doch wir müssen rechtzeitig aus dem Park, da die Ranger streng sind.
Wir übernachten auf einem Campingplatz bei einem alten deutschen Fort aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts. Zur Sicherheit habe ich mir meinen zweiten Schlafsack bereit gelegt...
Der Tag endet am einem beleuchteten Wasserloch, wo ich bei einem Drink diesen Eintrag schreibe und weitere Elefanten und Nashörner beobachten kann... Luxus pur :-)
Donnerstag, 4. September 2014
San Bushmen
Ein neuer Morgen, alles gepackt, lecker Frühstück verspiesen, und ich möchte nun alles im Truck verstauen. Und dann - Autsch!!! Eine der Türen der Ablagefächli war offen und ich knalle meinen Kopf mit voller Wucht in die Kante... Eigentlich war das fast schon alles von meinem Tag...
Mit einem Brummschädel sitze ich im Bus und schaue etwas zum Fenster raus. Wir sind zurück auf der Strasse, die uns durch den Caprivi-Strip geführt hat und die Gegend auf der Weiterfahrt in Richtung Westen ist unverändert: sandiger Untergrund mit einigen Büschen und ab und an einer Ansammlung von Hütten. Auch der Verkehr ist unverändert kaum vorhanden. Ich versuche etwas zu lesen und fahre einfach etwas mit, ohne mich gross um etwas zu kümmern.
Der Mittagshalt ist in Rundu, einer überraschend grossen und auch lebhaften Stadt am Okawango an der Grenze zu Angola. Es hat eine Vielzahl von Läden und Supermärkten, so dass wir uns für einmal selbst ein Mittagessen kaufen und die Stadt erkunden können. Ich beschränke mich auf ersteres und finde Trost bei leckerer Sausage Roll und etwas Schokolade ;-) Ich sitze im Schatten eines Baumes an der Hauptstrasse und beobachte interessiert die Szenerie :-)
Anschliessend wechseln wir die Fahrtrichtung in Richtung Südwest. Die Aussicht ist immer noch sehr ähnlich, ausser dass die Strecke etwas dichter besiedelt ist - aber alles ist relativ. Wir machen Halt im Nirgendwo auf einem sehr schönen Campingplatz. Glücklicherweise ist ein Upgrade erhältlich, so dass ich mir ein richtiges Bett leiste und bereits um 20.00 im Bett bin mit der Hoffnung, dass ich morgen wieder fitter bin...
11 Stunden Schlaf und Ruhe helfen glücklicherweise :-) Ich habe zwar noch etwas Kopfschmerzen, doch der Schwindel und die unsicheren Beine sind zum Glück im Bett geblieben. Ich merke, dass ich sinnvollerweise alles noch einigermassen langsam angehen sollte, aber ich bin erleichtert, dass ich mich wieder ziemlich fit und Herr meiner Sinne fühle.
Wir besteigen den Truck und machen uns auf den Weg zu den San Bushmen. Diese Buschleute waren mit die ersten Bewohner dieser Gegend und sprechen eine Sprache mit vielen Klick- und Zischlauten. Was herrlich anzuhören ist! Wir besuchen zuerst eine Primarschule, welche für die weit verteilten Hütten als Zentrum dient. Die Kinder sind bis zu 5 Kilometern täglich unterwegs - pro Weg... Dafür erhalten sie Schulbildung und - Essen! Der Staat schickt reichlich Essen an die Schule, um die Kinder (und Eltern) zum Schulbesuch zu motivieren, da das Essen in der Pause ausgeteilt wird. So können die Eltern sicher sein, dass die Kinder zumindest eine Grundversorgung erhalten, da sie selbst oftmals sehr arm sind und diese zu Hause nicht immer gewährleistet werden kann.
Der Unterricht findet ab der ersten Klasse in Englisch statt, so dass wir uns mit den Kindern in der Pause auch etwas unterhalten können. Der Besuch ist sehr spannend, aber trotzdem ist mir dabei nicht so ganz wohl, da wir als grosse (reiche) Gruppe auftauchen und die Schule besuchen wie eine Sehenswürdigkeit...
Im Anschluss gehen wir weiter zu einem "living museum". Dieses ist gegründet worden, um den San eine Einkommensquelle zu verschaffen und um ihre Bräuche lebendig zu halten. Bereits seit einigen Jahren leben sie nicht mehr ihr traditionelles Leben, sondern in "normalen" Häusern und Dörfern. Doch in diesem living museum erhalten wir die alten Traditionen, Weisheiten und Fertigkeiten vorgeführt. Und können der Sprache lauschen, die aber auch heute noch gesprochen wird. Wir können beiwohnen, wie Feuer gemacht wird, wie gejagt wird, gehen auf einen langen Bushwalk durch die trockene - und heisse - Kalahari und können uns zum Schluss selbst noch als Schützen versuchen mit den traditionellen Pfeil und Bogen. Das ganze ist sehr interessant und es ist mir dabei wohler, als wenn wir eine reguläre Siedlung - die es ja so ohnehin nicht mehr gibt - besuchen, wiederum nur als staunende und knipsende Touristen.
Im Anschluss fahren wir zurück ins schöne Camp, wo wir ein spätes Mittagessen geniessen und im Anschluss freie Zeit haben. Dies kommt mir grad sehr gelegen, da ich mich zwar wie erwähnt bereits viel besser, aber noch immer nicht so ganz ganz fit fühle. So sitze ich gemütlich im Garten, lese etwas Zeitung und halte Euch auf dem Laufenden...
Mit einem Brummschädel sitze ich im Bus und schaue etwas zum Fenster raus. Wir sind zurück auf der Strasse, die uns durch den Caprivi-Strip geführt hat und die Gegend auf der Weiterfahrt in Richtung Westen ist unverändert: sandiger Untergrund mit einigen Büschen und ab und an einer Ansammlung von Hütten. Auch der Verkehr ist unverändert kaum vorhanden. Ich versuche etwas zu lesen und fahre einfach etwas mit, ohne mich gross um etwas zu kümmern.
Der Mittagshalt ist in Rundu, einer überraschend grossen und auch lebhaften Stadt am Okawango an der Grenze zu Angola. Es hat eine Vielzahl von Läden und Supermärkten, so dass wir uns für einmal selbst ein Mittagessen kaufen und die Stadt erkunden können. Ich beschränke mich auf ersteres und finde Trost bei leckerer Sausage Roll und etwas Schokolade ;-) Ich sitze im Schatten eines Baumes an der Hauptstrasse und beobachte interessiert die Szenerie :-)
Anschliessend wechseln wir die Fahrtrichtung in Richtung Südwest. Die Aussicht ist immer noch sehr ähnlich, ausser dass die Strecke etwas dichter besiedelt ist - aber alles ist relativ. Wir machen Halt im Nirgendwo auf einem sehr schönen Campingplatz. Glücklicherweise ist ein Upgrade erhältlich, so dass ich mir ein richtiges Bett leiste und bereits um 20.00 im Bett bin mit der Hoffnung, dass ich morgen wieder fitter bin...
11 Stunden Schlaf und Ruhe helfen glücklicherweise :-) Ich habe zwar noch etwas Kopfschmerzen, doch der Schwindel und die unsicheren Beine sind zum Glück im Bett geblieben. Ich merke, dass ich sinnvollerweise alles noch einigermassen langsam angehen sollte, aber ich bin erleichtert, dass ich mich wieder ziemlich fit und Herr meiner Sinne fühle.
Wir besteigen den Truck und machen uns auf den Weg zu den San Bushmen. Diese Buschleute waren mit die ersten Bewohner dieser Gegend und sprechen eine Sprache mit vielen Klick- und Zischlauten. Was herrlich anzuhören ist! Wir besuchen zuerst eine Primarschule, welche für die weit verteilten Hütten als Zentrum dient. Die Kinder sind bis zu 5 Kilometern täglich unterwegs - pro Weg... Dafür erhalten sie Schulbildung und - Essen! Der Staat schickt reichlich Essen an die Schule, um die Kinder (und Eltern) zum Schulbesuch zu motivieren, da das Essen in der Pause ausgeteilt wird. So können die Eltern sicher sein, dass die Kinder zumindest eine Grundversorgung erhalten, da sie selbst oftmals sehr arm sind und diese zu Hause nicht immer gewährleistet werden kann.
Der Unterricht findet ab der ersten Klasse in Englisch statt, so dass wir uns mit den Kindern in der Pause auch etwas unterhalten können. Der Besuch ist sehr spannend, aber trotzdem ist mir dabei nicht so ganz wohl, da wir als grosse (reiche) Gruppe auftauchen und die Schule besuchen wie eine Sehenswürdigkeit...
Im Anschluss gehen wir weiter zu einem "living museum". Dieses ist gegründet worden, um den San eine Einkommensquelle zu verschaffen und um ihre Bräuche lebendig zu halten. Bereits seit einigen Jahren leben sie nicht mehr ihr traditionelles Leben, sondern in "normalen" Häusern und Dörfern. Doch in diesem living museum erhalten wir die alten Traditionen, Weisheiten und Fertigkeiten vorgeführt. Und können der Sprache lauschen, die aber auch heute noch gesprochen wird. Wir können beiwohnen, wie Feuer gemacht wird, wie gejagt wird, gehen auf einen langen Bushwalk durch die trockene - und heisse - Kalahari und können uns zum Schluss selbst noch als Schützen versuchen mit den traditionellen Pfeil und Bogen. Das ganze ist sehr interessant und es ist mir dabei wohler, als wenn wir eine reguläre Siedlung - die es ja so ohnehin nicht mehr gibt - besuchen, wiederum nur als staunende und knipsende Touristen.
Im Anschluss fahren wir zurück ins schöne Camp, wo wir ein spätes Mittagessen geniessen und im Anschluss freie Zeit haben. Dies kommt mir grad sehr gelegen, da ich mich zwar wie erwähnt bereits viel besser, aber noch immer nicht so ganz ganz fit fühle. So sitze ich gemütlich im Garten, lese etwas Zeitung und halte Euch auf dem Laufenden...
Dienstag, 2. September 2014
Okawango Delta
Nach dem ersten kurzen Abstecher nach Namibia geht es heute zurück nach Botswana - und ins Okawango Delta! (in Namibia werden wir im Anschluss für einige Tage sein). Wir fahren einige Kilometer, bevor wir unseren Truck auf eine kleine Fähre verladen. Diese hat Platz für unseren Truck und zwei oder drei weitere Autos, wird aber von zwei Captains gesteuert, da auf beiden Seiten der Fähre je ein Aussenbordmotor angehängt ist, und beide steuern je einen - ohne wirklich miteinander kommunizieren zu können... Aber die haben es bestens im Griff und bringen uns sicher ans andere Ufer.
Es folgen einige Stunden Fahrt durchs Delta - und weitere Hüttendörfer mit vielen Kindern, die uns jeweils freudig zuwinken. Wir fahren einige Stunden auf einer kleinen Sandstrasse im weiter hinein ins Delta. Ich geniesse die Fahrt mitten durch diese Wildnis mit vielen Tieren auf beiden Seiten der Strasse. Und dann finden wir uns auf einmal irgendwo im Nirgendwo an einem weiteren Flussufer.
Da packen wir für eine Nacht in der Wildnis und verladen uns und die Zelte auf einige sogenannte Mokoros. Diese sehen aus wie ein Einbaum, doch sind diese heute nicht mehr aus Eibe oder dem "Sausage Tree", sondern aus Fiberglass gebaut. Wir finden uns nur wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche und werden von einem "Poler" zu unserem Camp "gestossen". Da der Wasserspiegel nicht allzu tief ist, ist es möglich, mit langen Holzstäben abzustossen und das Boot so voranzubringen.
Wir sind zum Teil auf dem Fluss, sehr oft aber in seichten kleinen Kanälen abseits des grossen Flusses. Offensichtlich ist bereits seit einigen Monaten Trockenzeit, so dass wir zum Teil in sehr seichtem Wasser fahren. Diese kleinen Kanäle sind meistens von Hippos "ausgebaggert" worden, da diese jeweils die selben Routen durchs hohe Gras oder Schilf nutzen und so immer neue Kanäle für den Fluss - oder eben für die Morokos - graben.
Auf dem Weg sehen wir viele Kühe und Esel, die im halbtiefen Wasser grasen und verschiedene Elefanten. Eine Gruppe von Elefanten-Jungesellen quert grad vor uns den Fluss - einfach schön! Wir bleiben einige Minuten still und beobachten beeindruckt die Szene :-)
Nach rund zwei Stunden finden wir uns auf einer kleinen Insel wieder, wo unser Camp für die Nacht stehen soll. Wir stellen unsere Zelte auf und entzünden ein Feuer, welches die Tiere - insbesondere die Elefanten und Hippos - von unserem Lager fern halten soll. Um nicht alleine in den Busch zu gehen, graben wir eine kleine Toilette, welche mit etwas Sand und einer Schaufel zu "spülen" ist. Im Bus liegt ein kleines Heft mit den dümmsten Fragen von Reisenden auf, eine passt genau zu dieser Art von Toillete zu tun hat: "Was mache ich mit der Sch..., nachdem sie auf der Schaufel ist..." Naja, zumindest alle aus unserer Gruppe haben schnell kapiert, wie's funktioniert, wenngleich es nicht jedermanns Sache ist ;-)
Vor dem Abendessen sind wir nochmals auf den Morokos, um einen weiteren farbenfrohen Sonnenuntergang zu geniessen. Im Anschluss essen wir wieder aus unserer Feldküche und sitzen fröhlich ums Lagerfeuer. Auf einmal kommen unsere Poler herüber, um zu singen und zu tanzen. Ziemlich eindrücklich. Und dann sind wir an der Reihe... Ich versuche mich mit einem kleinen gesungenen Vortrag auf Mundart - das klingt für sie wohl ähnlich fremd wie der Bantu-Dialekt für mich... ;-)
Am nächsten Tag sind wir zu Fuss im Delta unterwegs und geniessen die schöne Gegend und treffen auf einige weitere Tiere. Im Anschluss geht es mit den Booten weiter in ein "Tented Camp", das heisst, dass zur Abwechslung die Zelte bereits stehen - jedoch sind es wirklich Zelte, nicht mehr so wie im Tarangire NP in Tanzania... Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag mit Schwatzen und ähnlichem in herrlichem Ambiente. Die Gruppe funktioniert bestens, so dass es ein entspannter und sehr unterhaltsamer Nachmittag und Abend wird ;-)
Wir schlafen in den Zelten und hören die ganze Nacht über die Hippos aus nächster Nähe... Aber im Zelt sind wir sicher :-)
Der nächste Morgen führt uns zurück an Land und in den Truck und durchs Delta zurück nach Namibia. Wir sind am frühen Nachmittag zurück am Okawango auf dem selben Platz wie vor drei Tagen und haben abermals etwas Zeit für uns - und für diese Einträge ;-) So erwartet uns abermals ein entspannter Nachmittag, bevor es morgen dann wieder für viele Kilometer auf die Strasse und Richtung Westen gehen wird.
P.S. Der Caprivi-Artikel sollte eigentlich zuerst gepostet werden... Aber es ist sinnbildlich für einiges hier, gegen ein gutes Entgelt ist Wifi erhätlich, obwohl dies so nicht erwartet werden konnte. Aber dann zeigt sich einmal mehr, dass mehr versprochen wird als dass eingehalten wird. Daher ist der Upload irgendwie zufällig und dauert fast länger als das eigentliche Verfassen der Posts.
Es folgen einige Stunden Fahrt durchs Delta - und weitere Hüttendörfer mit vielen Kindern, die uns jeweils freudig zuwinken. Wir fahren einige Stunden auf einer kleinen Sandstrasse im weiter hinein ins Delta. Ich geniesse die Fahrt mitten durch diese Wildnis mit vielen Tieren auf beiden Seiten der Strasse. Und dann finden wir uns auf einmal irgendwo im Nirgendwo an einem weiteren Flussufer.
Da packen wir für eine Nacht in der Wildnis und verladen uns und die Zelte auf einige sogenannte Mokoros. Diese sehen aus wie ein Einbaum, doch sind diese heute nicht mehr aus Eibe oder dem "Sausage Tree", sondern aus Fiberglass gebaut. Wir finden uns nur wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche und werden von einem "Poler" zu unserem Camp "gestossen". Da der Wasserspiegel nicht allzu tief ist, ist es möglich, mit langen Holzstäben abzustossen und das Boot so voranzubringen.
Wir sind zum Teil auf dem Fluss, sehr oft aber in seichten kleinen Kanälen abseits des grossen Flusses. Offensichtlich ist bereits seit einigen Monaten Trockenzeit, so dass wir zum Teil in sehr seichtem Wasser fahren. Diese kleinen Kanäle sind meistens von Hippos "ausgebaggert" worden, da diese jeweils die selben Routen durchs hohe Gras oder Schilf nutzen und so immer neue Kanäle für den Fluss - oder eben für die Morokos - graben.
Auf dem Weg sehen wir viele Kühe und Esel, die im halbtiefen Wasser grasen und verschiedene Elefanten. Eine Gruppe von Elefanten-Jungesellen quert grad vor uns den Fluss - einfach schön! Wir bleiben einige Minuten still und beobachten beeindruckt die Szene :-)
Nach rund zwei Stunden finden wir uns auf einer kleinen Insel wieder, wo unser Camp für die Nacht stehen soll. Wir stellen unsere Zelte auf und entzünden ein Feuer, welches die Tiere - insbesondere die Elefanten und Hippos - von unserem Lager fern halten soll. Um nicht alleine in den Busch zu gehen, graben wir eine kleine Toilette, welche mit etwas Sand und einer Schaufel zu "spülen" ist. Im Bus liegt ein kleines Heft mit den dümmsten Fragen von Reisenden auf, eine passt genau zu dieser Art von Toillete zu tun hat: "Was mache ich mit der Sch..., nachdem sie auf der Schaufel ist..." Naja, zumindest alle aus unserer Gruppe haben schnell kapiert, wie's funktioniert, wenngleich es nicht jedermanns Sache ist ;-)
Vor dem Abendessen sind wir nochmals auf den Morokos, um einen weiteren farbenfrohen Sonnenuntergang zu geniessen. Im Anschluss essen wir wieder aus unserer Feldküche und sitzen fröhlich ums Lagerfeuer. Auf einmal kommen unsere Poler herüber, um zu singen und zu tanzen. Ziemlich eindrücklich. Und dann sind wir an der Reihe... Ich versuche mich mit einem kleinen gesungenen Vortrag auf Mundart - das klingt für sie wohl ähnlich fremd wie der Bantu-Dialekt für mich... ;-)
Am nächsten Tag sind wir zu Fuss im Delta unterwegs und geniessen die schöne Gegend und treffen auf einige weitere Tiere. Im Anschluss geht es mit den Booten weiter in ein "Tented Camp", das heisst, dass zur Abwechslung die Zelte bereits stehen - jedoch sind es wirklich Zelte, nicht mehr so wie im Tarangire NP in Tanzania... Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag mit Schwatzen und ähnlichem in herrlichem Ambiente. Die Gruppe funktioniert bestens, so dass es ein entspannter und sehr unterhaltsamer Nachmittag und Abend wird ;-)
Wir schlafen in den Zelten und hören die ganze Nacht über die Hippos aus nächster Nähe... Aber im Zelt sind wir sicher :-)
Der nächste Morgen führt uns zurück an Land und in den Truck und durchs Delta zurück nach Namibia. Wir sind am frühen Nachmittag zurück am Okawango auf dem selben Platz wie vor drei Tagen und haben abermals etwas Zeit für uns - und für diese Einträge ;-) So erwartet uns abermals ein entspannter Nachmittag, bevor es morgen dann wieder für viele Kilometer auf die Strasse und Richtung Westen gehen wird.
P.S. Der Caprivi-Artikel sollte eigentlich zuerst gepostet werden... Aber es ist sinnbildlich für einiges hier, gegen ein gutes Entgelt ist Wifi erhätlich, obwohl dies so nicht erwartet werden konnte. Aber dann zeigt sich einmal mehr, dass mehr versprochen wird als dass eingehalten wird. Daher ist der Upload irgendwie zufällig und dauert fast länger als das eigentliche Verfassen der Posts.
Caprivi
Der letzte Abend im Chobe National Park bringt uns aufs Boot - auf eine Sunset Cruise. Und somit ganz nah an die Hippos :-) Wir kommen auf wenige Meter heran und beobachten sie lange, sowohl im Wasser, als auch an Land grasend. Auch verschiedene andere Tiere finden sich am Fluss, um zu trinken, doch meine Favoriten hier bleiben eindeutig die Nilpferde...
Und der afrikanische Abend bringt uns einen weiteren herrlichen Sonnenuntergang in allen möglichen Rottönen. Zum Teil dem Umstand geschuldet, dass wir auch tagsüber immer wieder Buschbrände sehen, welche aber mindestens zum Teil absichtlich gelegt werden, um grössere Brände gegen Ende der Trockenzeit zu verhindern. Aber offensichtlich sind einige der Brände auch aus anderen Gründen gelegt, welche weit weniger ehrenhaft sind...
Der nächste Tag bringt uns viele Stunden im Bus. Wir überqueren die Grenze zu Namibia - obschon eigentlich unser nächstes Ziel das Okawangodelta in Botswana ist. Doch gibt es in dieser Gegend nur sehr wenige Strassen, so dass die sinnvollste Strecke die durch Namibia ist. Durch den sogenannten Caprivi-Strip, der während der Kolonialzeit einmal gegen Zanzibar eingetauscht worden ist. So finden meine Destinatinen wieder zusammen...
Diese einzige Transitstrasse ist trotzdem sehr leer. Als wir am Strassenrand picknicken, hupen uns die wenigen Fahrzeuge, die an uns vorbei fahren, freundlich zu ;-) Die Strasse ist wiederum in einem guten Zustand, jedoch findet sich am Strassenrand wiederum eine riesige Menge an Plastikabfällen. Dies war in Botswana wenigstens etwas besser, doch hier schimmert der Abfall wieder in allen möglichen Farben.
Am Strassenrand finden sich immer wieder kleine Hüttendörfer. Diese bestehen im wesentlichen aus kleinen runden Hütten, die in wenigen Fällen aus Backsteinen, in der Mehrzahl hingegen aus Lehm gebaut sind, mit Dächern aus Stroh. Die Siedlungen bestehen meist aus wenigen Hütten, z.B. fünfzehn, die als kleine Gruppe angeordnet sind. Dazu gehört ebenfalls ein runder Zaun aus Holz, der dazu dient, über Nacht das Vieh einzusperren.
Wir machen in einem grösserem Dorf - oder einer kleineren Stadt Halt, um einzukaufen. Der Supermarkt führt alles mögliche, so dass wir alles finden, was wir suchen, ausser Bargeld... Kein Bancomat funktioniert und in der Bank wird mir nach einigem Anstehen mitgeteilt, dass derjenige, der am Schalter arbeitet, an welchem Geld gewechselt werden kann, heute nicht arbeitet... Doch da der namibische Dollar an den südafrikanischen Rand gebunden ist, kann problemlos überall mit Rand bezahlt werden, und glücklicherweise habe ich davon noch einige in der Tasche von meinem Aufenthalt in Johannesburg...
Wir machen direkt am Okawango in einem schönen Camp Halt, in welchem auch die Möglichkeit besteht, gegen einen kleinen Aufpreis ein "Upgrade" zu buchen. Dies bedeutet, ein eigenes Zelt zu haben mit einem richtigen Bett. Davon mache ich gerne Gebrauch und geniesse eine gute Nacht mit tiefem Schlaf ;-) Insbesondere, da ich so eine Decke und meinen Schlafsack habe. Sehr angenehm, denn die Temperaturen sind tagsüber gut bei 30 Grad, fallen nachts jedoch emfpindlich nahe an den Gefrierpunkt...
Und der afrikanische Abend bringt uns einen weiteren herrlichen Sonnenuntergang in allen möglichen Rottönen. Zum Teil dem Umstand geschuldet, dass wir auch tagsüber immer wieder Buschbrände sehen, welche aber mindestens zum Teil absichtlich gelegt werden, um grössere Brände gegen Ende der Trockenzeit zu verhindern. Aber offensichtlich sind einige der Brände auch aus anderen Gründen gelegt, welche weit weniger ehrenhaft sind...
Der nächste Tag bringt uns viele Stunden im Bus. Wir überqueren die Grenze zu Namibia - obschon eigentlich unser nächstes Ziel das Okawangodelta in Botswana ist. Doch gibt es in dieser Gegend nur sehr wenige Strassen, so dass die sinnvollste Strecke die durch Namibia ist. Durch den sogenannten Caprivi-Strip, der während der Kolonialzeit einmal gegen Zanzibar eingetauscht worden ist. So finden meine Destinatinen wieder zusammen...
Diese einzige Transitstrasse ist trotzdem sehr leer. Als wir am Strassenrand picknicken, hupen uns die wenigen Fahrzeuge, die an uns vorbei fahren, freundlich zu ;-) Die Strasse ist wiederum in einem guten Zustand, jedoch findet sich am Strassenrand wiederum eine riesige Menge an Plastikabfällen. Dies war in Botswana wenigstens etwas besser, doch hier schimmert der Abfall wieder in allen möglichen Farben.
Am Strassenrand finden sich immer wieder kleine Hüttendörfer. Diese bestehen im wesentlichen aus kleinen runden Hütten, die in wenigen Fällen aus Backsteinen, in der Mehrzahl hingegen aus Lehm gebaut sind, mit Dächern aus Stroh. Die Siedlungen bestehen meist aus wenigen Hütten, z.B. fünfzehn, die als kleine Gruppe angeordnet sind. Dazu gehört ebenfalls ein runder Zaun aus Holz, der dazu dient, über Nacht das Vieh einzusperren.
Wir machen in einem grösserem Dorf - oder einer kleineren Stadt Halt, um einzukaufen. Der Supermarkt führt alles mögliche, so dass wir alles finden, was wir suchen, ausser Bargeld... Kein Bancomat funktioniert und in der Bank wird mir nach einigem Anstehen mitgeteilt, dass derjenige, der am Schalter arbeitet, an welchem Geld gewechselt werden kann, heute nicht arbeitet... Doch da der namibische Dollar an den südafrikanischen Rand gebunden ist, kann problemlos überall mit Rand bezahlt werden, und glücklicherweise habe ich davon noch einige in der Tasche von meinem Aufenthalt in Johannesburg...
Wir machen direkt am Okawango in einem schönen Camp Halt, in welchem auch die Möglichkeit besteht, gegen einen kleinen Aufpreis ein "Upgrade" zu buchen. Dies bedeutet, ein eigenes Zelt zu haben mit einem richtigen Bett. Davon mache ich gerne Gebrauch und geniesse eine gute Nacht mit tiefem Schlaf ;-) Insbesondere, da ich so eine Decke und meinen Schlafsack habe. Sehr angenehm, denn die Temperaturen sind tagsüber gut bei 30 Grad, fallen nachts jedoch emfpindlich nahe an den Gefrierpunkt...
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